Guten Morgen {{vorname}}
Furchtbare Nachrichten aus Spanien: Beim Zusammenstoss zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind nahe Urda in der Provinz Toledo zahlreiche Menschen gestorben.
Mehr dazu liest du weiter unten. Heute geht es ausserdem um die Anpassung der Schweiz an den Klimawandel und ein Strafverfahren gegen zwei Polizisten im Tessin.
Schweiz | Klima
Nach Hitzesommer: Bundesrat reagiert mit 56 Massnahmen auf Klimawandel

Klima-Anpassungsstrategie: Der Bundesrat reagiert auf den Hitzesommer.
© Tagesschau / Keystone / Samuel Golay
Den diesjährigen Hitzesommer werden wir so schnell nicht vergessen. Der Bundesrat reagiert nun mit einer Strategie und einem Aktionsplan zur Anpassung der Schweiz an den Klimawandel auf die Hitze und die Trockenheit. Im Zentrum stehen dabei der Schutz der Bevölkerung vor Hitze und das Wassermanagement bei Trockenheit.
Wie die Tagesschau berichtet, umfassen die Strategie und der Aktionsplan 30 Handlungsfelder und 56 Massnahmen für 2026 bis 2031. Als Basis dienen die Klimarisikoanalyse 2025 des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sowie Klimaszenarien von MeteoSchweiz und der ETH Zürich. Punktuelle Massnahmen im Kampf gegen Hitze und Trockenheit beschloss der Bundesrat bereits Ende August.
Neu hat der Bundesrat nun auch beschlossen, dass das Bundesamt für Gesundheit ein Kompetenzzentrum zum Schutz der Bevölkerung vor hitze- und klimabedingten Gesundheitsrisiken aufbauen soll.
Die Erfassung von hitzebedingten Todesfällen und Spitaleintritten soll weiterentwickelt werden – ausserdem wird unter anderem ein Konzept zur Überwachung von Kühltürmen und anderen Wasseranlagen mit Legionellenrisiko entwickelt. Die Tiergesundheit und die Lebensmittelsicherheit sollen mit zusätzlichen Forschungsvorhaben gestärkt werden.
Die seit 2025 betriebene Trockenheitsplattform des Bundes soll zudem laut Watson so weiterentwickelt werden, dass Auswirkungen auf einzelne Sektoren der Wirtschaft sichtbar werden. Und: MeteoSchweiz soll neue nationale Hitzekarten und Extremszenarien entwickeln.
Schweiz | Justiz
Fristlose Kündigung: Strafverfahren gegen zwei Polizisten im Kanton Tessin

Die Tessiner Kantonspolizei entliess zwei Beamte fristlos.
© 20 Minuten / IMAGO / Dreamstime
Gegen zwei Tessiner Polizisten ist ein Verfahren eröffnet worden. Laut Watson wird den beiden Angehörigen der Kantonspolizei eine Verletzung des Amtsgeheimnisses vorgeworfen. Und die Vorwürfe sind schwer: Gegen den ersten Beamten wird wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses im Zusammenhang mit der Weitergabe von unter das Amtsgeheimnis fallenden Informationen an Dritte ermittelt. Ausserdem wegen Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung und Verstössen gegen das Bundesgesetz über Waffen und Munition.
Dem zweiten Mann wird Verletzung des Amtsgeheimnisses im Zusammenhang mit der Weitergabe von unter das Amtsgeheimnis fallenden Informationen an Dritte vorgeworfen.
Wie die Tessiner Regierung gestern mitteilte, hat sie die fristlose Kündigung der beiden Männer beschlossen – die Verstösse seien so schwerwiegend, dass eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen sei. Dem Entscheid gingen laut 20 Minuten interne Ermittlungen in den vergangenen Monaten voraus.
Die beiden Beamten sollen vertrauliche Informationen weitergegeben haben, möglicherweise auch zum Unfall von Lega-Staatsrat Norman Gobbi. Er war in der Nacht auf den 14. November 2023 auf der A2 in der Leventina TI in einen Unfall verwickelt und Ermittler gingen der Frage nach, ob Gobbi bei der Unfallaufnahme von den beteiligten Beamten begünstigt worden war. Er war damals als Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements für die Tessiner Kantonspolizei zuständig.
Gegen beide Polizisten führt die Staatsanwaltschaft derzeit Strafverfahren, die nicht abgeschlossen sind. Für die Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Schweiz | Abstimmungsbüchlein
Forderung nach Korrektur: SP kritisiert Information zu Kriegsmaterialabstimmung

Die SP fordert die Korrektur des Abstimmungsbüchleins. © Tages-Anzeiger / Christian Merz
«Maximal irreführend und unzulässig», nennt SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer die Informationen des Bundesrats zur Kriegsmaterialabstimmung, berichtet der Tages-Anzeiger. So werde «an mehreren Stellen suggeriert», die Gesetzesänderung helfe der Ukraine. «Dabei ist es ein Antiukrainegesetz», so Meyer.
Es steht nirgends in den Ausführungen des Bundesrats, dass das Land von der Gesetzeslockerung nicht profitiert. Viele Menschen wollten der Ukraine helfen und könnten glauben, ein Ja ermögliche dies – Meyer spricht von einem «gravierenden Fehler».
Zudem heisse es fälschlicherweise, Exporte in Länder, welche die Menschenrechte verletzen, blieben «immer» verboten. Die SP, die das Referendum gegen das Kriegsmaterialgesetz ergriffen hat, hat deswegen bei der Bundeskanzlei Beschwerde eingereicht. Konkret fordert sie die Korrektur des Abstimmungsbüchleins – den Antrag dazu hat sie gestern bei der Bundeskanzlei eingereicht.
Die Bundeskanzlei lehnt allerdings eine Korrektur ab. «An keiner Stelle» werde in den Abstimmungserläuterungen behauptet, dass die Partnerstaaten der Schweiz «künftig generell über die Weitergabe von Kriegsmaterial an die Ukraine selber entscheiden könnten», schreibt sie auf Anfrage an den Tagi. Es werde unter anderem darauf verwiesen, dass das Neutralitätsrecht verbindlich sei.
Meinung der Community
Was sagst du zum ersten Schweizer Jugendwort des Jahres?

Illustration: 6iBrief
Gestern wollte ich von dir wissen, was du zum ersten Schweizer Jugendwort des Jahres sagst, namens «Würd mi». 537 Personen haben abgestimmt und 308 Leser:innen (57,36 Prozent) fanden, dass damit der richtige Ausdruck gewonnen hat. 104 von euch ist die Wahl zum Jugendwort «peak egal», während 36 Personen einen anderen Ausdruck besser gefunden hätten. Und 89 von euch stimmten für «6/7». 🙃
Hier ein paar Meinungen aus der Community:
«Zeitverschwendung.»
«Finde es schön, weil es Schwyzertüütsch ist und es klingt nicht vulgär oder grob, was auch für Leute der älteren Generation annehmbar ist.»
«I liebeliebeliebe, dass dä usdruck scho i mire schuuzit (jahrgang 1991) komplett aktuell isch gsi 🥰🥰🥰»
«Bin begeistert! Auch wenn ich nicht mehr zu der Jugendgruppe (bin über 70) gehöre. Es ist ein Ausdruck, der das Schweizerdeutsch so richtig aufpeppt.»
Schlagzeile des Tages
Zugunglück in Spanien fordert 68 Menschenleben

Mindestens 68 Menschen sind gestern bei einem schweren Zugunglück südlich von Madrid gestorben. © BBC / EPA
Bei einem schweren Unfall mit einem Hochgeschwindigkeitszug in Spanien sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden, wie BBC berichtet. Die NZZ berichtet von mindestens 50 Schwerverletzten. Unfallhelfer:innen befürchten weitere Opfer in den Trümmern der Waggons, die Bergungsarbeiten dauern an.
Der Unfall ereignete sich gestern Morgen, als ein Zug auf der Strecke von Madrid nach Sevilla, laut Blick etwa 130 Kilometer südlich von Madrid, vor der Einfahrt von Urda in einen anderen Zug raste, der auf den Gleisen stand. Mehrere Wagen stürzten durch die Wucht des Aufpralls einen Abhang hinunter.
Die Ursache dafür sei gemäss Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente ein Computerausfall, gefolgt von menschlichem Versagen: Der stehende Zug war wegen eines Computerausfalls auf den Gleisen zum Stehen gekommen. Laut Puente übernimmt bei einem Systemausfall eine 24-Stunden-Leitstelle in Madrid die Kontrolle – diese habe jedoch die «unerklärliche» und «falsche» Entscheidung getroffen, den Zügen die Weiterfahrt ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen anzuweisen.
Puente sagt laut 20 Minuten zu El País: «Die Leitstelle hat mehrere fehlerhafte Anweisungen erteilt, und in einem Fall hat sogar ein Lokführer den zuständigen Fahrdienstleiter korrigiert.»
Passagiere schildern in Medienberichten erschütternde Szenen. Jesus Jeronimo sagt laut Watson gegenüber «El País»: «Ich spürte plötzlich eine heftige Beschleunigung und wurde mit voller Wucht gegen den Vordersitz geschleudert. Menschen flogen durch die Luft», so der 54-Jährige. In Südspanien kam es laut Blick bereits am 18. Januar zu einer Kollision, bei der 46 Menschen starben.
Bundespräsident Guy Parmelin hat sich auf X zu dem Unglück geäussert: «Ich bin zutiefst bestürzt über das tragische Zugunglück in Spanien.» Die Schweiz drücke ihre volle Solidarität aus.

Kurz-News
Schweiz
Trinkwasser im Suhrental wird immer knapper
Im Suhrental im Aargau ist das Trinkwasser so knapp wie nie, berichtet SRF. Der Grundwasserspiegel sinkt seit 2024 und der diesjährige Sommer hat die Situation verschärft. Andy Häfeli, Brunnenmeister für mehrere Gemeinden im Suhrental, spricht von einem «besorgniserregenden Stand». Einzelne Grundwasserpumpwerke wurden bereits abgeschaltet. Der Grundwasserverband der Region empfiehlt «drastische Massnahmen»: Rund 15 Gemeinden sollen das Wassersparen verfügen und Bevölkerung und Firmen, wenn nötig, büssen.
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Älteste Person der Schweiz ist gestorben
Die bislang älteste Schweizerin ist in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 111 Jahren gestorben, wie 20 Minuten und die Berner Zeitung schreiben. Hedwig Zaugg, auch als «Stampfi-Hedi» bekannt, lebte zuletzt in einem Seniorenpark in Huttwil. Sie sei geistig bis zuletzt sehr präsent gewesen. Noch am Tag vor ihrem Tod habe die am 17. Mai 1915 geborene Zaugg mit ihrem Besuch das Lied «Ramseiers wei go grase» angestimmt. Als älteste Person gilt nun Paulina Hufschmid aus Allschwil BL, die kürzlich ihren 111. Geburtstag feierte.
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Abo-Kündigungen nach Entlassungen bei Tamedia
Nachdem Medienschaffende von Tamedia in Zürich gegen die Entlassung von 41 Personen demonstrierten, kündigen zahlreiche langjährige Leser:innen ihr Abo, wie Watson berichtet. Die Geschäftsleitung kommunizierte die Entlassung der Angestellten am 5. Oktober. Mediensprecher Edi Estermann nennt keine genauen Zahlen zu erfolgten Abo-Kündigungen. Gemäss einer internen Nachricht seien es mehrere Dutzend. In der Nachricht steht weiter, dass die Geschäftsleitung glaube, das sei zum Teil auf den Aufruf der Tamedia-Redaktionen zurückzuführen, sich am Protest zu beteiligen. Estermann widerspricht dieser Darstellung. (Was passiert, wenn Qualitätsmedien verschwinden, liest du bei Tsüri.ch.)
International
Wahlen in Israel: Netanyahus Likud-Partei spricht von Wahlbetrug
Benjamin Netanyahus rechtskonservative Likud-Partei wirft arabischen Parteien Wahlbetrug vor, wie die NZZ berichtet. Der israelische Premierminister warf den Parteien, «die den Terrorismus und die Vernichtung des jüdischen Staates unterstützen», in einer Mitteilung vor, die Wahlen im Staat Israel «gestohlen» zu haben. Die Rede ist von «schweren Straftaten» wie «Bestechung, Drohungen, Gewalt, Fälschungen und dem Einsatz verbotener Software zur Mobilisierung von Wählern». Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Flávio Bolsonaro bezeichnet sich trotz Wahlpleite als «Staatschef»
Nach der Wahlniederlage in Brasilien gegen Luiz Inácio Lula da Silva und Berichten über eine Flucht in die USA wurde Flávio Bolsonaro in Miami gesichtet, schreibt der Spiegel. Der Sohn des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro erklärte sich in einer Mitteilung, die er bei X veröffentlichte, als «Staatschef Brasiliens». Eine frühere Version derselben Mitteilung habe er kurz zuvor gelöscht – darin soll er sich als «echter Präsident» des Landes bezeichnet haben. Während internationale Beobachter von einer fairen Wahl sprechen, behauptet Bolsonaro, sein Sieg sei durch einen angeblichen «Wahlputsch» vereitelt worden.
Das Nützliche zum Schluss
Must be the Season of Marroni und Melancholie

Wirst du auch manchmal melancholisch im Spätherbst? Trifft sich gut, ich hab den passenden Soundtrack dafür. © Privat
Wir biegen langsam in den Winter ein. Ich finde, der Spätherbst hat oft etwas Melancholisches. Fast schon eine bittersüsse Atmosphäre des Umbruchs, weil das Jahr schon wieder fast rum ist.
Ich habe dir für diesen spezifischen Vibe eine Spotify-Playlist zusammengestellt, die ein bisschen melancholisch und dreamy ist, aber auch lüpfig – hör mal rein, vielleicht mundet dir der eine oder andere Song.
Love’n’Peace!
Merci fürs Lesen.
VANJA KADIC
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🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!

