Guten Morgen {{vorname}}
Ein Grund zur Freude am frühen Morgen – so starten wir doch gerne in den Tag: Die Schweiz gewann im Penalty-Schiessen gegen Kolumbien mit 4:3 und steht damit im WM-Viertelfinal. Und das erstmals seit 1954 an einer WM, wohoo! ⚽⚽⚽

Schweiz · Wirtschaft

Die Lohnschere geht weiter auf

Topverdiener:innen verdienen mehr, die Löhne mittlerer und tiefer Einkommen stagnieren. (Foto: Unsplash / Markus Kammermann)

Die Lohnunterschiede in der Schweiz haben sich seit 2016 vergrössert, wie eine Untersuchung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zeigt. Dies berichtet SRF. Die Löhne von Spitzenverdienenden sind demnach deutlich gestiegen, während mittlere und tiefe Löhne stagnieren. Bei den obersten 0,1 Prozent haben die verfügbaren Monatseinkommen um über 6’500 Franken zugenommen.

Grosse Lohnunterschiede bestehen nach wie vor zwischen den Geschlechtern: Laut Bericht verdiene die Hälfte aller Frauen weniger als 5’000 Franken pro Monat. Bei den Männern liegt dieser Medianlohn bei 7’000 Franken. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf das unterschiedliche Arbeitspensum und die unbezahlte Care- und Hausarbeit, die Frauen im Schnitt zwölf Stunden pro Woche mehr leisten. Das Budget vieler Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen sei unter anderem wegen der Krankenkassenprämien stark belastet.

Der SGB kritisiert, dass der 2026 in Kraft getretene Gegenvorschlag zur Prämien­entlastungs­initiative, der die Kantone für Prämienverbilligungen stärker in die Pflicht nehmen soll, nur zögerlich umgesetzt wird. Der SGB verlangt höhere Reallöhne für untere und mittlere Einkommen, einen Mindestlohn von 5’000 Franken für Personen mit abgeschlossener Lehre und generell keine Löhne unter 4’500 Franken. Weiter solle der Teuerungsausgleich wieder selbstverständlich werden und die Kantone die Krankenkassenprämien spürbar verbilligen.

Schweiz · Klima

200 zusätzliche Tote in der Schweiz wegen Hitzewelle

Hohe Übersterblichkeit: Die erste Hitzewelle des Jahres forderte 200 Tote. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Gaëtan Bally / Keystone)

Wegen der Hitzewelle Ende Juni starben in der Schweiz rund 200 Personen, wie gemäss SRF die neusten Sterblichkeitszahlen des Bundes zeigen. Die hohen Temperaturen führten bei den über 65-jährigen Personen zu übermässig vielen Todesfällen – die Übersterblichkeit liegt bei der älteren Bevölkerung in der Schweiz aktuell rund 15 Prozent über dem für die Jahreszeit erwarteten Niveau. Letztes Jahr lag die Zahl im Vergleich bei 5 Prozent. Einen so deutlichen Ausschlag im Sommer gab es zuletzt im Juli 2015, schreibt der Tages-Anzeiger. Damals lag die Zahl bei 18 Prozent.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus beschrieb Hitzestress vergangene Woche als «stiller Killer». Denn: Hitze verstärkt bestehende Erkrankungen. Zu den häufigsten Ursachen hitzebedingter Todesfälle zählen Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Nierenerkrankungen.

Die grösste Risikogruppe sind ältere Menschen, da sie die Hitze weniger gut spüren und ein vermindertes Durstgefühl haben. Neben Senior:innen sind auch Kleinkinder, Schwangere und Personen, die draussen arbeiten, besonders gefährdet. Und: Meistens trifft es Personen, die schon an bestimmten chronischen Krankheiten leiden und für die Hitze eine zusätzliche Belastung darstellt. Ein erhöhtes Risiko haben auch Personen mit Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen sowie Diabetes.

«Die Notaufnahmen standen unter erheblichem Druck»

Roberta Petrino

Besonders gefordert waren während der ersten Hitzewelle des Jahres die Notfallmediziner:innen. «Die Notaufnahmen in Lugano, Bellinzona, Mendrisio und Locarno standen unter erheblichem Druck, mit Spitzenwerten von über 300 Patienten pro Tag und 80 Einweisungen», sagt Roberta Petrino, die die Notaufnahme des Tessiner Kantonsspitals leitet, dem Tagi. Sie geht davon aus, dass fast ein Drittel der Spitaleinweisungen in den zwei Hitzewochen Ende Juni mit der Hitzeeinwirkung zusammenhängen.

International · Fussball

Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale

Nicht nur Rubén Vargas jubelt: Die Schweiz ist im Viertelfinale. (Screenshot: Watson / Keystone)

Okay fine, da packt sogar mich fast das Fussballfieber: Die Schweiz steht nach einem aufregenden Spiel gegen Kolumbien – der Spiegel betitelte die Partie als «Elfmeterkrimi» – im WM-Viertelfinal und tritt gegen Argentinien an. Entschieden wurde das Spiel in Vancouver im Penaltyschiessen mit einem Stand von 4:3.

Die Schweiz zieht damit erstmals seit 1954 an einer WM in die Runde der letzten acht Teams ein, wie Watson berichtet. Ausgerechnet Rubén Vargas, der das Abschlusstraining verletzt abbrechen musste, schoss für die Schweiz den entscheidenden Elfmeter. «Ich glaube, ich realisiere es noch nicht ganz. Ich wusste heute nicht einmal, ob ich spielen kann und wir haben alles probiert. Im Nachhinein bin ich einfach nur dankbar und glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte», so Vargas zu SRF. «Ich habe mich so sicher gefühlt vor dem Elfmeter. Ich habe ihn einfach mit Überzeugung geschossen und bin einfach nur dankbar, dass er drin war.» Auch Goalie Gregor Kobel, der den Versuch von Cucho Hernández hielt, wird als Held des Spiels gefeiert.

Das Duell gegen Argentinien findet in der Nacht auf Sonntag um 3 Uhr Schweizer Zeit in Kansas City statt. Du weisst, was zu tun ist: Wecker stellen und Daumen drücken. ☘️🇨🇭

Aufgeschnappt

Der Traumjob von Schweizer:innen überrascht

Viele Schweizer:innen träumen von einer akademischen Karriere. (Foto: Unsplash / Dom Fou)

Was fällt dir zum Begriff Traumjob ein? Wie dieser auszusehen hat, ist wohl sehr individuell. Welche Berufe in der Schweiz besonders begehrt sind, zeigt Watson anhand einer Auswertung des Finanzdienstleisters Remitly, der Google-Suchanfragen analysierte. Ich finde die Nummer eins ziemlich überraschend: Der meistgesuchte Job in der Schweiz ist Professor:in. 🎓
Hier die restliche Top 5 der Schweizer:innen:

  1. Professor:in

  2. Pilot:in

  3. Schauspieler:in

  4. Diplomat:in

  5. Astronaut:in

Die internationale Hit-Liste sieht ein bisschen anders aus. Die Auswertung umfasst 145 Länder. Auf Platz eins steht eine Karriere im Rampenlicht:

  1. Schauspieler:in

  2. Pilot:in

  3. Feuerwehrkraft

  4. Anwalt/Anwältin

  5. YouTuber:in

Kurz-News

Verurteilung nach Messerangriff · Der Zürcher Jugendliche, der 2024 in Zürich Selnau einen orthodox-jüdischen Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzte, erhält laut SRF die höchstmögliche Strafe von einem Jahr Freiheitsstrafe. Er wurde wegen mehrfachen Mordversuchs, Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, Diskriminierung und weiterer Delikte verurteilt.

Tödlicher Polizeieinsatz · Nachdem ein Mann im Dezember 2024 nach einem Polizeieinsatz in Muri (AG) starb, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen Polizisten. Laut Gutachten war die Todesursache «lagebedingtes Ersticken», wie Blick berichtet. Ein zweites Gutachten ist geplant.

Unfallleistungen für Opfer · Der Bundesrat will, dass künftig alle Opfer sexueller Gewalt Anspruch auf Unfallleistungen haben, wie der Tagi berichtet. Damit würden auch Übergriffe an bewusstlosen Personen erfasst. Die Vorlage wird mehrheitlich unterstützt, die SVP lehnt sie wegen befürchteter Mehrkosten ab.

International

Le Pen kandidiert 2027 · Marine Le Pen, Fraktionschefin der rechtsextremen Partei Rassemblement National, will 2027 bei der Präsidentschaftswahl antreten. Dies gab sie bekannt, nachdem das Pariser Berufungsgericht sie wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu drei Jahren Haft, zwei davon zur Bewährung, verurteilte. Sie wurde zu einem Jahr Fussfessel angeordnet. Le Pen geht in Berufung. Das berichtet BBC.

Neue US-Angriffe auf Iran · Trotz der Waffenruhe griffen die USA Ziele im Iran an und begründeten dies mit mutmasslichen iranischen Angriffen auf Tanker in der Strasse von Hormus. Iranische Medien berichteten über Explosionen im Süden des Landes, schreibt die Zeit. Die USA verschärften zudem Ölsanktionen. Mit den Angriffen der USA wächst die Gefahr einer erneuten Eskalation.

🔧 Nützliches des Tages

Das Wetter, aber in artsy

Das Webprojekt Current Rothko spuckt dir das Wetter als abstrakten Expressionismus aus. Hier übrigens Zürich gestern Nachmittag. (Screenshot: Current Rothko)

Weil hier nonstop von Regen, Hitze und Klima die Rede ist, sei an dieser Stelle nun der Moment für einen etwas anderen Zugang zum Thema. Habt ihr das Wetter beispielsweise schon mal als Bild von Mark Rothko interpretiert gesehen? Nein? Dann wird's jetzt höchste Zeit: Die Webseite Current Rothko ist ein künstlerisches Webprojekt des finnischen Produktdesigners Joonas Virtanen.

Nach Abfrage deines Standorts ruft die Webseite die Wetterdaten ab und versucht, die aktuelle Stimmung des Wetters an deinem Ort mit einem Gemälde des amerikanischen Malers zu verbinden. Ganz schön poetisch. 🌝

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Machs gut und bis morgen hoffentlich :)

Ligrü, Vanja

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