Guten Morgen {{vorname}}
Hey, was machst du heute um 8.35 Uhr? Vielleicht trinkst du dann deinen siebten Kafi, bringst dein Kind in die Kita oder hockst in einem langweiligen Meeting. Falls nicht, könntest du dir mit dem Teleskop deines Vertrauens anschauen, wie eine SpaceX-Rakete auf den Mond kracht. Geplant war der Aufschlag der zwölf Meter langen Rakete, die ungebremst auf die Mondoberfläche knallt, zwar nicht, aber immerhin kann man das Ereignis von der Erde aus beobachten... 🌝

Schweiz · Migration

Bundesrat Beat Jans
nimmt Stellung zu Ceuta

Beat Jans sagt, das Schengen-System funktioniere: Der Bundesrat äussert sich zu Ceuta. (Foto: Unsplash) (Screenshot: Watson / Keystone)

Nachdem rund 60’000 Menschen von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta gelangten und 72 Personen starben, äussert sich nun Bundesrat Beat Jans. Der Justizminister nahm an einem virtuellen Treffen von EU-Innenminister:innen teil, bei dem die Ereignisse in Ceuta diskutiert wurden, um Lehren für künftige Krisen zu ziehen.

Jans sei über die Bilder aus Ceuta «schockiert» gewesen, sagt er zu SRF. «Menschen, die unnötig starben, weil Falschinformationen vielleicht sogar bewusst verbreitet wurden und falsche Erwartungen schürten. Das darf nie mehr passieren.» Spanien habe aber sofort reagiert und die Situation unter Kontrolle gebracht.

Der Bundesrat sagt: «Die Situation war ein Test für den EU-Migrations- und Asylpakt. Und diesen Test hat der Schengenraum bestanden. Schengen ist die bestmögliche Lösung für solche Herausforderungen und nicht das Problem.»

Spanien habe sichergestellt, dass niemand von Ceuta aus nach Europa weiterreisen konnte, sagt Jans zu den Zeitungen von CH Media. Auf den Einwand, dass es zunächst Anschuldigungen gegen Spanien gab, erklärt er: «Spanien und die EU haben gehandelt. Und das hat funktioniert. Nur deshalb konnte man die Kontrolle zurückgewinnen und weiteres Leid vermeiden.»

Es brauche nun eine saubere Aufarbeitung, gemeinsam mit den anderen Schengenstaaten. Eine solche Krise könne kein Land allein bewältigen.

Schweiz · Klima

Wegen Hitze und Futtermangel:
Bauern müssen Tausende Kühe schlachten

Die Schlachtzahlen haben wegen der Dürre und des Futtermangels ein ungewöhnliches Niveau erreicht.
(Screenshot: Nau / Keystone)

Die extreme Hitze und die Trockenheit haben einschneidende Folgen. Wegen Hitze und Futtermangel müssen Bauern mehr Kühe als geplant schlachten, wie Nau schreibt. So haben die Schlachtzahlen ein ungewöhnlich hohes Niveau erreicht.

Laut der Fleischbranchenorganisation Proviande wurden in den Kalenderwochen 23 bis 30 im Jahr 2026 rund 23’900 Kühe geschlachtet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum rund 18’740. «In dieser Ausprägung ist das ein neues Phänomen», sagt Peter Bosshard, Geschäftsleiter des Schweizerischen Viehhändler-Verbands, zu SRF.

Zwar kämen im August und September saisonal immer mehr Tiere in die Schlachthöfe, doch die aktuellen Zahlen seien extrem. Die Viehhändler rufen gemeinsam mit dem Bauernverband zu gestaffelten Schlachtungen auf, um ein kurzfristiges Überangebot zu verhindern. Während ein Preiszerfall beim Rindfleisch bisher nicht droht, kämpfen einzelne Betriebe mit der Lage.

Wie der Tages-Anzeiger berichtet, haben der Zürcher und der Schaffhauser Bauernverband wegen der Trockenheit Massnahmen ergriffen und lancieren eine Onlinebörse für Tierfutter. Auf diesem Weg sollen sich Milchbäuer:innen und Tierfutterproduzent:innen zusammenschliessen.

Schweiz · Wohnkrise

Immer mehr Schweizer:innen
wandern wegen Wohnkosten aus

Schweizer:innen wandern zunehmend ins benachbarte Ausland aus, weil sie sich das Wohnen in der Schweiz nicht leisten können.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Steeve Iuncker Gomez)

Dass die Wohnkosten in der Schweiz hoch sind, ist keine News – dass immer mehr Schweizer:innen deshalb ins benachbarte Ausland ziehen allerdings schon. Gemäss Tages-Anzeiger (noch nicht online) wandern zunehmend Personen aus der Schweiz ins grenznahe Ausland, besonders extrem ist diese Entwicklung in Genf und Basel.

154’700 Schweizer Bürger:innen wohnen in Grenznähe. Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt, dass die Zahl allein in den letzten sieben Jahren um 14 Prozent zugenommen hat. Die Statistik erfasst auch Doppelbürger:innen, die teils seit Generationen im Ausland leben und erst kürzlich den Schweizer Pass beantragt haben. Über 80 Prozent der Auslandschweizer:innen in Frankreich sind Doppelbürger.

Am stärksten betroffen ist die Grenzregion Genf: Über 50’000 Schweizer:innen leben im Departement Haute-Savoie südlich des Genfersees. Rund 18’000 im Departement Ain westlich von Genf. Seit 2014 sind rund 16’000 Genfer nach Frankreich gezogen.

Es habe nie einen grossen sprunghaften Anstieg gegeben, sagt Stéphanie Périllard, die als Schweizer Generalkonsulin in Lyon auch für die Grenzregionen bei Genf zuständig ist. «Die Entwicklung verläuft langsam und stetig», so Périllard. «Die Miet- und Immobilienpreise in der Schweiz haben eine erhebliche Auswirkung.»

Good News

Lottoschein landet im Abfall und wird in Suchaktion gerettet

In Italien hatte eine Lottogewinnerin doppelt Glück.
(Foto: Unsplash / Waldemar Brandt)

Stell dir vor, du gewinnst im Lotto und der Schein landet aus Versehen im Abfall. Horror! So geschehen in Italien. Doch, unglaublich aber wahr: Der Lottoschein wurde in einer Suchaktion wiedergefunden. Eine Lottospielerin aus der italienischen Gemeinde Bitonto hatte nach einem Missverständnis ihren Gewinnschein weggeworfen und erst zu Hause gemerkt, dass er eine Million Euro wert war.

Wie SRF schreibt, meldete dies die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Offenbar liess die Gewinnerin den Spielschein in einer Annahmestelle zurück, weil dort «nicht auszahlbar» stand. Erst später realisierte sie: Der Gewinn war zu hoch, um vor Ort ausgezahlt zu werden. Da war das Glücksticket schon im Chübel.

In diesem Moment erwies sich das Team der Müllabfuhr als wahre Held:innen: Sie rekonstruierten den Weg des Abfalls aus der Annahmestelle und suchten den Inhalt eines Müllfahrzeugs in einer Sortieranlage stundenlang durch. Bis dann gegen 5.30 Uhr morgens ein Mitarbeiter den Millionenschein schliesslich in einem aufgerissenen Müllsack entdeckte. Die Frau bezahlte die gelungene Suchaktion natürlich.

So viel Glück muss man erst mal haben.

Kurz-News

Tote Person im Walensee · Bei der Suche nach zwei vermissten Stand-up-Paddlern am Walensee hat die Polizei eine leblose Person in 100 Metern Wassertiefe gefunden und geborgen. Die Identität ist gemäss SRF nicht geklärt. Ob es sich um eine der vermissten Personen handelt, ist noch unklar.

Häufige Blitzschäden im Tessin · Das Tessin war im letzten Jahrzehnt am häufigsten von Hagel und Blitzen betroffen, schreibt Nau. Dies zeigt eine Auswertung der AXA Versicherung, die im ersten Halbjahr 2026 rund 11’000 Unwetterschäden verzeichnete. Ein Hagelsturm im Tessin am 9. Juni war für einen Grossteil der Kosten verantwortlich.

Fischsterben wegen Störung in Kraftwerk · Hunderte bis Tausende Fische sind in der Aare bei Rupperswil vom 30. auf den 31. Juli verendet, wie SRF berichtet. Grund dafür: Der Wasserpegel des SBB-Kraftwerks wurde aufgrund einer technischen Störung um 2,5 Meter abgesenkt und so der Fischaufstieg trockengelegt. Der lokale Fischereiverband hat Anzeige erstattet.

International

Neuer Angriff auf Kiew · Die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung wurden in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen, wie Nau berichtet. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Im Bezirk Obolon brach infolge eines Treffers ein Brand in einem 20-stöckigen Wohnhaus aus.

SpaceX-Rakete kracht auf Mond · Heute um 8.35 Uhr schlägt eine zurückgelassene Falcon-9-Rakete von SpaceX auf dem Mond ein, wie NZZ berichtet. Dass die Rakete auf den Mond abstürzen würde, hatte SpaceX nicht geplant. Auf dem Mond wird vom Einschlag ein Krater von 20 bis 30 Metern Durchmesser zurückbleiben.

🔧 Nützliches des Tages

No Dip, no Fun

Ein Sommerrezept, das deinen Gästen munden wird: Labneh Dip mit Frühlingszwiebeln und Chili.
(Foto: Alison Roman)

Heute möchte ich dir ein Rezept mitgeben. Dieser Dip geht immer und man will sich reinlegen, so gut ist er: Wenn du mal keine Lust hast, ausgiebig zu kochen, zu einem sponti Sommer-Apéro eingeladen wirst und am nächsten Tag die Reste zum Zmittag mitnehmen willst (zum Beispiel mit Couscous!), solltest du The Dip der New Yorker Köchin Alison Roman ausprobieren.

Gemüsesticks, Cracker oder frisches Baguette lassen sich im Aufstrich aus Labneh mit angebratenen Frühlingszwiebeln und Chili gleichermassen herrlich versenken. Falls du kein Labneh findest, kannst du auch griechischen Joghurt mit saurem Halbrahm oder Crème fraîche mischen.

Easy gemacht und sehr fein - enjoy🧚🏽

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bis morgen, hab einen schönen Tag 🌞

Vanja

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