Guten Morgen {{vorname}}
Noch nicht lange im Ausland, erwischt mich schon jetzt manchmal ein leises Vermissen der Sommertage daheim. Am glitzernden Zürichsee, auf Wiesen, in der Natur. 🌱🌞 Oh, wie schön ist die Schweiz!
Auch immer mehr Tourist:innen wollen ihren Sommer hier verbringen: Als Feriendestination in den warmen Monaten ist die Schweiz besonders attraktiv. Eine Rolle spielt dabei auch das Klima.
Schweiz · Finanzen
Höhere Lebenserwartung kann zu Finanzierungslücken führen

Viele vergessen bei der Finanzplanung fürs Alter, Gesundheitskosten zu berücksichtigen. (Foto: Unsplash / Sven Mieke)
Die Schweizer:innen leben länger, aber viele unterschätzen laut einer neuen Studie der Hochschule Luzern die Finanzierungslücken im Alter. Dies berichtet Blick. Laut den Studienautor:innen wird jede zweite heute 65-jährige Frau ihren 90. Geburtstag erleben, während jeder zweite Mann mindestens 87 Jahre alt wird.
Eigentlich ein Grund zur Freude, aber die steigende Lebenserwartung birgt Risiken: Schon wenige Lebensjahre mehr können zum finanziellen Problem werden. So begehen viele Menschen den Fehler, bei der Pensionierung nur bis zur durchschnittlichen Lebenserwartung zu planen. Damit unterschätzt man laut der Studie das «Risiko» eines sehr langen Ruhestands. «Bereits wenige zusätzliche Lebensjahre können den Bedarf an zusätzlichem Kapital erheblich erhöhen», sagt Studienleiterin Anina Hille.
Anhand eines Musterbeispiels zeigt sich etwa, dass bei einer Person mit mittlerem Einkommen die Finanzierungslücke zwischen Renten und Ausgaben um rund einen Viertel wächst, wenn sie statt 85 90 Jahre alt wird.
Auch die mit dem zunehmenden Alter überproportional steigenden Kosten für Gesundheit, Pflege oder betreutes Wohnen sollten bei der Finanzplanung rechtzeitig berücksichtigt werden, heisst es in der Studie. Dies sei ein Kostenfaktor, der ebenfalls oft vergessen werde.
Schweiz · Gewalt
Zahl der gemeldeten Kindesmisshandlungen steigt

Am häufigsten dokumentierten Fachleute im vergangenen Jahr körperliche Gewalt. (Screenshot: SRF / imago images / Thomas Trutschel)
Seit wenigen Tagen gilt das ausdrücklich im Zivilgesetzbuch verankerte Recht auf gewaltfreie Erziehung. Neue Zahlen zeigen ein trauriges Bild: In Schweizer Kinderkliniken zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung. Noch nie seit dem Start der landesweiten Erhebung 2009 mussten so viele Kinder und Jugendliche wegen mutmasslicher oder nachgewiesener Misshandlungen medizinisch behandelt werden wie 2025.
Damit steigt die Zahl der Kindesmisshandlungen auf einen neuen Höchststand, wie SRF berichtet. Verzeichnet wurden 14,2 Prozent mehr Fälle gegenüber dem Vorjahr. Dabei dominiert körperliche Misshandlung, doch auch psychische Gewalt nimmt – mit einem Plus von über 33 Prozent – zu. Insgesamt registrierten die 19 Schweizer Kinderkliniken 2380 Fälle von Kindesmisshandlungen, wie die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie mitteilte.
2024 hatte sich die Zahl der vermuteten oder bestätigten Kindesmisshandlungen im Vergleich zu 2023 auf hohem Niveau stabilisiert.
Schweiz · Tourismus
Die Schweiz ist ein Sommerferien-Hotspot

Schön kühl: Die Schweiz ist ein beliebtes Ziel für Sommerferien. (Foto: Unsplash / Sam Diener)
Hast du schon mal von einer Coolcation gehört? Ich bis jetzt auch nicht, aber der Begriff wird im Tourismus verwendet, um kühle Gegenden als Ferienziel zu vermarkten. In Zeiten von belastenden Hitzewellen ein Verkaufsargument, das zieht. Geprägt haben den Begriff nordische Länder wie Schweden – angekommen ist die Coolcation inzwischen auch bei uns. Wie SRF berichtet, werben auch Schweizer Regionen wie Arosa oder Aletsch mit ihrer Kühle.
Die Schweiz ist als Sommerdestination angesagt, auch bei Schweizer:innen selbst. Ein neuer Rekord: Im vergangenen Jahr wurden fast 44 Millionen Übernachtungen gezählt, 22,8 Millionen davon wurden von ausländischen Gästen gebucht. Spannend: Im Sommerhalbjahr liegt die Anzahl der Übernachtungen höher als im Winter, der beliebteste Monat war der Juli. Im vergangenen Jahr erwiesen sich vor allem Grossveranstaltungen wie der Eurovision Song Contest in Basel oder auch die Fussball-EM der Frauen als Publikumsmagnete. Aber auch die günstigen Wetterbedingungen trugen zum Wachstum bei.
Die Tourismusgebiete verändern sich durch die Hitze: So verschwindet mit der Klimaveränderung die klare Trennung von Sommer- und Wintertourismus und die sogenannten Zwischensaisons werden wichtiger.
Zitat des Tages
«Ich wusste nicht, was zur Hölle eine rote Karte ist»

Trump sprach im Weissen Haus über sein Telefonat mit Infantino. (Screenshot: X / MargoMartin47)
Dafür, dass Donald Trump nicht mal die Basics des Fussballs kennt, hat der selbsternannte Sportexperte für ganz schön viel Aufruhr in der Fussballwelt gesorgt. Der US-Präsident bestätigte Medienberichte und gab zu, dass er seinen Kumpel, Fifa-Präsident Gianni Infantino, wegen der Spielsperre des US-Stürmers Folarin Balogun anrief.
«Ja, ich habe mit Gianni geredet», sagte Trump am Montag im Oval Office des Weissen Hauses, wie der Tages-Anzeiger schreibt. «Ich habe ihn darum gebeten, diese Entscheidung noch einmal zu überprüfen.» Die Entscheidung heisst in diesem Fall, Folarin Baloguns Sperre nach einer Roten Karte für das heutige Spiel gegen Belgien aufzuheben, was die Fifa tatsächlich tat. (Belgien schlug die USA übrigens mit 4:1, SRF berichtete.)
Trump erklärte, dass er sehr viel Sport schaue und sehr viel Ahnung davon habe – und gab gleichzeitig zu, nicht gewusst zu haben, was eine rote Karte ist. Dass ein Spieler damit für die nächste Partie gesperrt sei, habe er erst später herausgefunden. Den Schiedsrichter, der Balogun vom Platz stellte, fand er «ein bisschen verdächtig». Trump freute sich, dass ein «unabhängiges Komitee» der Fifa die aus seiner Sicht einzig richtige Entscheidung getroffen hatte, denn: «Es war kein Foul!»
Infantino betonte am Montag in einem schriftlichen Statement, dass die juristischen Gremien der Fifa «unabhängig» seien. Das sehen viele anders: Dass die Fifa Baloguns Sperre in eine Bewährungsstrafe umwandelte, wurde nun auch von der UEFA kritisiert. Der europäische Kontinentalverband wirft der Fifa vor, mit dem Rückzug der Roten Karte «eine rote Linie» überschritten zu haben.
Kurz-News
Arbeitslosenquote sinkt leicht · Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Juni leicht gesunken. 137’751 Personen waren Ende Juni bei den RAV registriert, 2524 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote fiel von 3,0 auf 2,9 Prozent. Für den Rückgang waren in erster Linie saisonale Faktoren verantwortlich, berichtet der Tages-Anzeiger.
Lombardei ist Zivilklägerin · Die italienische Region Lombardei tritt im Verfahren zur Brandkatastrophe von Crans-Montana als Zivilklägerin auf, wie Watson berichtet. Der Brand habe den Tod und die schweren Verletzungen mehrerer Bürger:innen der Lombardei zur Folge gehabt und habe der Region einen direkten und konkreten Schaden zugefügt, heisst es in einer Mitteilung.
Gelockerte Regeln für AKWs · Schweizer Kernkraftwerke dürfen auch bei hohen Flusstemperaturen erwärmtes Kühlwasser einleiten. Eine gelockerte Regel erlaubt dies auch bei über 25 Grad Wassertemperatur, schreibt der Tagi. Naturschützer:innen sehen Risiken für Fischbestände. AKW-Betreiber verweisen derweil auf eine geringe Erwärmung.
International
Angriff auf Kiew · Bei dem zweiten gross angelegten russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt innerhalb einer Woche kamen in und um Kiew kurz vor dem morgigen Nato-Gipfel in Ankara 22 Menschen ums Leben, wie die Welt berichtet. Allein in der Hauptstadt starben 15 Menschen. Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die Nato zu mehr Hilfe bei der Flugabwehr auf.
Ebola-Erkrankungen im Kongo · Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai sind in der Demokratischen Republik Kongo bereits mehr als 500 Menschen an Ebola gestorben. Laut Spiegel ist der aktuelle Ausbruch der Krankheit wegen Konflikten, Misstrauen in die Gesundheitsversorgung und einem fehlenden Impfstoff schwer einzudämmen.
🔧 Nützliches des Tages
Verschlafene Insel-Idylle mit Twist

Bürgermeister Tom Loftis (Matthew Rhys) will seine Gemeinde «Widow’s Bay» gross machen. (Foto: Apple TV)
Eine unheimliche Insel mit schrägen, abergläubischen Figuren als Bewohner:innen? Ganz nach meinem Gusto. In der Serie «Widow's Bay» versucht der latent genervte Bürgermeister Tom Loftis, das Örtchen Widow’s Bay in New England als nächste grosse Tourist:innen-Destination zu verkaufen. Ungünstig ist nur, dass auf der Insel ein Fluch lasten soll. Und verfluchte Inseln gelten leider selten als Ferienparadies.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Einen schönen Tag dir und hoffentli bis morgen,
Vanja ☀️
|


