Guten Morgen {{vorname}}
Ich hoffe, du gehst heute nicht crashout – denn es wird wieder richtig heiss. Die Hitze ist at this point nur noch peak ragebait. Alles andere als gute Käse, wenn du mich fragst. Und falls du gerade nur jedes zweite Wort verstanden hast: Die Favoriten für das Jugendwort des Jahres wurden verkündet 🤠 Mehr dazu erfährst du weiter unten.
Heute ausserdem wichtig: Der Leiter der Westschweizer Feuerwehr spricht über die Waldbrände in Frankreich und eine Expertin stuft die Terrorgefahr für die Schweiz als moderat ein.
Schweiz · Klima
Die nächste Hitzewelle ist da

Die Trockenheit hat die Schweiz fest im Griff. (Screenshot: SRF / Keystone / Anthony Anex)
Die Schweiz erwartet diese Woche eine neue Hitzewelle. Ab heute wird es verbreitet heiss mit Temperaturen um 35 Grad, wie SRF-Meteorologe Luzian Schmassmann sagt. Derzeit sehe es so aus, als würde die Hitzewelle bis zur ersten Augustwoche andauern – ob danach eine nachhaltige Abkühlung folgt, ist allerdings noch offen.
Am heissesten dürfte es voraussichtlich am Donnerstag mit 34 bis lokal 39 Grad werden. Wie bereits Ende Juni werden die höchsten Temperaturen in der Nordwestschweiz erwartet. Ausserdem ist in Städten und an den grösseren Seen mit Tropennächten zu rechnen, gemäss Nau ab morgen. Laut Luzian Schmassmann wird es ähnlich heiss wie zum Höhepunkt der Hitzewelle Ende Juni. Lokal könnte es auch wieder so heiss werden wie noch nie seit Messbeginn.
Und es bleibt eine Weile heiss: Zurzeit deuten die Wettermodelle darauf hin, dass die Höchstwerte erst ab der zweiten Augustwoche wieder unter 30 Grad sinken. Regengüsse oder Gewitter gibt es in den nächsten Tagen nur stellenweise, damit bleibt auch die Trockenheit weiter bestehen.
Für die Schweiz ist es die vierte Hitzewelle dieses Jahres. «Spätestens jetzt ist das Sommerhalbjahr 2026 in einigen Regionen in einer ganz neuen Liga angekommen», sagt Daniel Köbele, Meteorologe bei Meteo Schweiz, zum Tages-Anzeiger.
International · Feuer
Kommandant der Genfer Feuerwehr spricht über Waldbrände

Nicolas Schumacher ist als Leiter der Westschweizer Feuerwehrleute mit seinem Team in Frankreich im Einsatz. (Screenshot: SRF / RTS)
Die verheerenden Waldbrände im französischen Départment Gironde halten an. Auch 34 Westschweizer Einsatzkräfte versuchen seit Samstag die lokalen Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten zu unterstützen.
Die Flammen in der Region im Westen Frankreichs zerstörten bereits 42'000 Hektaren Land. «Dieser Brand sprengt alle bekannten Dimensionen», sagt Nicolas Schumacher, Kommandant der Genfer Feuerwehr, dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS). «Die Herausforderungen sind enorm.»
«Wir müssen uns vorbereiten, denn ein aussergewöhnlicher Wald- oder Vegetationsbrand in der Schweiz ist leider nur eine Frage der Zeit»
Für die Westschweizer Feuerwehrleute hat der Einsatz auch einen Ausbildungswert, denn diese Erfahrungen könnten künftig auch in der Schweiz wichtig werden. «Wir müssen uns vorbereiten, denn ein aussergewöhnlicher Wald- oder Vegetationsbrand in der Schweiz ist leider nur eine Frage der Zeit», sagt Schumacher. Die zunehmende Trockenheit und die steigenden Temperaturen seien deutliche Warnsignale.
Nachdem sich der Brand in der Gironde am Dienstag stabilisiert hatte, wurden neue Brandherde gemeldet. Ausserdem wird eine neue Hitzewelle erwartet, die die Löscharbeiten erschweren könnte. Im Département Gironde müssen sich laut der Zeit fast 4’000 Menschen aus Touristengebieten in Sicherheit bringen.
Schweiz · Anschlag
Terrorgefahr in der Schweiz ist laut Expertin gering

Die Terrorgefahr für die Schweiz sei gering – auch wegen der Architektur der Städte. (Screenshot: NZZ / Clemens Bilan / EPA)
Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem ein 21-jähriger Anhänger des Islamischen Staates mutmasslich eine Frau tötete und 31 Personen verletzte (Zeit berichtete), sorgte auch in der Schweiz für Entsetzen. Wäre so ein Anschlag auch hier möglich? Wie die NZZ berichtet, sei die Terrorgefahr in der Schweiz vergleichsweise gering.
Christina Schori Liang leitet den Bereich Terrorismusbekämpfung und Prävention von gewalttätigem Extremismus am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Sie verglich die Terrorgefahr europäischer Länder miteinander: Während in Irland, Portugal oder Kroatien eine niedrige Gefahr herrscht, werden Frankreich und Belgien am höchsten eingestuft. Die Schweiz wird als «moderat» eingeteilt.
Dafür gibt es mehrere Gründe: Das Vertrauen in die Institutionen sei gross, die wirtschaftlichen Chancen und das Sicherheitsgefühl hoch. Spannend: Auch die Architektur spiele eine Rolle. «Die Schweiz hat kleine städtische Zentren und damit weniger grosse Ballungsräume, in denen terroristische Gruppen in der Vergangenheit ihre Rekrutierung und die Anschlagspläne gemacht haben», sagt die Expertin.
Trotz moderatem Risiko: Die Schweiz sei «keine Insel der Glückseligen», wie Hans-Jakob Schindler sagt, Direktor beim Counter Extremism Project, einer NGO in Berlin und New York. Wie Schindler sagt, richte sich Islamismus nicht gegen ausgewählte Länder, sondern gegen westliche Werte, «und die werden auch in der Schweiz gelebt».
Aufgeschnappt
Süper Abstimmung

tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner trug wieder fachgerecht die Favoriten für das Jugendwort des Jahres vor. (Screenshot: Das Erste)
Weisst du, was «Du bist gut genug», «crashout», «67» und «Gute Käse» bedeutet? Die Begriffe gehören laut SRF zu den Favoriten in der Abstimmung über das Jugendwort des Jahres, zu der der deutsche Langenscheidt-Verlag jährlich aufruft. Einmal im Jahr dürfen Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren ihre liebsten Wortschöpfungen oder Begriffe einreichen, ehe abgestimmt und am 10. Oktober der Gewinner verkündet wird.
Natürlich hat die deutsche tagesschau-Moderatorin Susanne Daubner die Jugendwort-Favoriten in alter Tradition professionell vorgelesen bzw. gesungen (und damit wohl für frisches Meme-Material gesorgt).
Diese Jugendwörter haben es in die Top 10 geschafft:
67 (Wird «six seven» ausgesprochen, hat keine konkrete Bedeutung und passt bei fast jeder Gelegenheit)
Crashout (Man verliert die Fassung, ernsthaft oder ironisch)
Digga (Persönliche Anrede wie Bruder, Bro oder Kumpel)
Du bist gut genug (Formulierung stammt aus dem Song «Gut genug» von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David)
Gute Käse (Begriff für Lob und Zustimmung)
Macker (Ein Kumpel, Kollege oder fester Freund)
Peak (Höhepunkt von etwas ist erreicht oder etwas kann nicht übertroffen werden)
Ragebait (Inhalte in sozialen Medien, die provozieren)
Schere (Begriff aus der Gaming-Szene, um sich für einen Fehler zu entschuldigen)
Süper (stammt aus dem Türkischen und entspricht dem Wort super)
Jugendwort des Jahres: Was sagst du zur Abstimmung?
Kurz-News
Grossbrand in Langenthal · Auf dem Gelände der Chemie-Firma Motorex in Langenthal BE kam es am Dienstagabend zu einem Grossbrand mit starker Rauchentwicklung, wie Blick und SRF berichten. Der Brand ist mittlerweile gelöscht und es bestehe keine Gefahr mehr, so die Kantonspolizei Bern. Verletzt wurde niemand.
Zahl der Wespennester verfünffacht · Gemeldete Wespennester haben sich in der Schweiz laut der Mobiliar Versicherung seit 2021 verfünffacht, schreibt 20 Minuten. Milde Winter und trockene Frühlinge begünstigen die Ausbreitung der Insekten. Im Kanton Jura haben sich die Meldungen in fünf Jahren gar mehr als verachtfacht. Am stärksten betroffen ist schweizweit die Romandie.
Junge wollen politisch mitreden · Junge Erwachsene sind politisch interessiert und wollen mitreden, wünschen sich aber klare Orientierung und sichtbare Quellen. Dies zeigt laut Watson eine Umfrage der Demokratieplattform Vox Natio Schweiz. Demnach wollen die befragten 16- bis 24-Jährigen sehen, dass ihre Stimme angekommen ist und ob daraus ein politischer Anschluss entsteht.
International
Tote nach Erdbeben in Japan · Nach einem Erdbeben der Stärke 6,8 auf Japans Insel Kyushu wird in einem eingestürzten Einkaufszentrum weiter nach Verschütteten gesucht. Mindestens 13 Menschen kamen laut BBC ums Leben, mehrere gelten als vermisst. Auch in einer Papierfabrik werden vermisste Personen gesucht.
Fifa will WM verkaufen · Gianni Infantino bestätigt Pläne, dass die FIFA Anteile der WM an private Investoren verkaufen will. Laut Blick spricht die FIFA von einer «Ausweitung der Fördermittel für den Fussball». Die Europäische Fussball-Union (UEFA) kritisiert das Vorhaben scharf und warnt vor fehlender Transparenz.
🔧 Nützliches des Tages
Unaufdringliche Admin-Hilfe

Whenever, wherever: Mit Wheneri vergisst du nix mehr. (Foto: Wheneri)
Mein Admin-Organisationssystem erstreckt sich über meine Note-App, unzählige Post-it-Zettel, eine Papier-Agenda und diverse Notizbücher. Manch strikter geordneter Mensch würde das vielleicht als ✨chaotisch✨bezeichnen, für mich funktioniert das gut. Immer mal wieder entdecke ich aber eine App oder eine Plattform, die noch ein bisschen mehr Struktur verspricht.
Interessant finde ich, nicht zuletzt aufgrund des minimalistischen Designs, die App Wheneri. Der Aufgaben-Tracker hält Tasks ohne festes Fälligkeitsdatum fest und checkt mit dir ein, wann du die Aufgabe zuletzt erledigt hast. Dazu gehören Dinge, die man easy vergisst, aber die nicht unbedingt an einem bestimmten Wochentag erledigt werden müssen. Pflanzen giessen zum Beispiel, Fenster putzen, so was.
Die App zeigt dir auch, wann eine Aufgabe wieder ansteht und gibt dir eine History, damit du einen Überblick über deine Routinen hast und trotzdem flexibel bleibst. Ganz nach meinem Gusto.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Bis morn, stay cool (und geh nicht crashout)☀️
Vanja
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