Guten Morgen {{vorname}}
Es hört nicht auf zu schneien. Ganze Täler sind von der Aussenwelt abgeschnitten, der Zugverkehr mancherorts eingestellt. Vom Freeriden wird dringend abgeraten.

Was soll man an solchen Tagen tun? Am besten nicht allzu viel. Wie die Chinesinnen und Chinesen, die heute Neujahr feiern. Schon gar nicht putzen oder Haare waschen. Denn das könnte den Wohlstand wegspülen.

Geld also, das wir gemäss einer neuen Studie lieber für teure und zentrale Wohnungen ausgeben, um gar nicht erst mit dem Zug zur Arbeit fahren zu müssen.

🚨 Schweiz · Wetter

Lawinengefahr spitzt sich zu

Kein Weiterkommen: Entgleister Zug in Goppenstein. (Screenshot: Tages-Anzeiger/Kantonspolizei/Keystone)

Es ist immer noch Winter in der Schweiz. Seit gestern Abend ist das Saastal im Kanton Wallis von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Kantonsstrasse zwischen Saas-Balen und Stalden bleibe bis auf Weiteres gesperrt, heisst es in einer Mitteilung. Heute Mittag soll ein Update zur Lage veröffentlicht werden.

Einschränkungen gibt es auch auf der anderen Seite des Lötschbergtunnels. Auf der Strecke Frutigen–Brig ist der Bahnverkehr zwischen Kandersteg und Brig voraussichtlich bis Samstag eingestellt, teilt die BLS mit. Der Autoverlad zwischen Kandersteg und Goppenstein ist voraussichtlich noch bis heute Mittag unterbrochen.

«Im Moment ist die Sicht in den Bergen nahezu null.»

Jürg Trachsel, Schneeforscher

Im Tages-Anzeiger warnt Jürg Trachsel vom Lawinenforschungsinstitut SLF vor einer weiteren Zuspitzung: «Die Lawinengefahr wird durch die anhaltenden Schneefälle weiter ansteigen.» Innerhalb von sieben Tagen fielen im Wallis rund 1,7 Meter Neuschnee. Ein Ereignis, das nur etwa alle acht Jahre vorkommt.

Laut Trachsel ist «die Sicht in den Bergen nahezu null». Da der Schnee gemäss dem Forscher auf ein «teilweise sehr schlechtes Fundament» fiel, sind spontane Lawinen wahrscheinlich. Stufe 5 sei in manchen Regionen nicht ausgeschlossen. «Dann ist nicht nur mit sehr grossen, sondern vermehrt auch mit extrem grossen Lawinen zu rechnen.»

Erst ab morgen wird mit einer leichten Entschärfung der Lage gerechnet. Skitour im Hochgebirge geplant? Besser absagen.

Schweiz · Nachruf

Sein Name ist Zäch und er war es auch

Guido A. Zäch ist 90-jährig gestorben. (Foto: Schweizer Paraplegiker-Gruppe)

Guido A. Zäch, der Gründer der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, ist im Alter von 90 Jahren friedlich im Kreise seiner Familie eingeschlafen. Als Arzt, CVP-Nationalrat und Pionier widmete er sein Leben unermüdlich dem Ziel, querschnittgelähmten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Durch die Gründung des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil und der dazugehörigen Gönner:innen-Vereinigung schuf Zäch ein weltweit einzigartiges Netzwerk der Solidarität, schreibt SRF. Er erkannte früh die Lücken im damaligen System und füllte sie. Unter seiner Leitung erhielten Betroffene Perspektiven, die zuvor undenkbar schienen. «Mein Name ist Zäch, und ich bin es auch», lautet eines seiner berühmtesten Zitate.

Anfang der 2000er-Jahre kam Zäch mit dem Gesetz in Konflikt. Wegen mehrfacher Veruntreuung wurde er vom Basler Appellationsgericht zu 16 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Zäch trat daraufhin aus dem Stiftungsrat zurück und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Guido A. Zäch hinterlässt eine Ehefrau und sieben Kinder sowie ein Land, das er durch seine Menschlichkeit und seinen Kampfgeist nachhaltig geprägt hat. Die Stiftung würdigt ihn in einem Text als Visionär, dessen Einsatz das Leben vieler Menschen für immer verändert hat.

Schweiz · Studie

Lieber teure Miete als langes Pendeln

Kann Dichtestress verursachen: Feierabend in der Beamtenstadt. (Foto: Unsplash/Sebastian Meier)

Für die meisten Menschen in der Schweiz ist Zeit wertvoller als Geld: Trotz steigender Mietpreise lehnt es eine deutliche Mehrheit von 77 Prozent ab, für eine günstigere Wohnung einen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.

Die psychologische Belastungsgrenze liegt für 38 Prozent der Befragten bei einer halben Stunde. Längere Wege werden oft als Einbusse an Lebensqualität wahrgenommen. Besonders sesshaft zeigen sich Frauen und Personen über 56 Jahre, während Männer und Jüngere etwas eher zu Kompromissen bereit sind.

«Die Schweiz ist ein Land der kurzen Wege – und will das auch bleiben.»

Harry Büsser, Immobilienexperte

«Die Schweiz ist ein Land der kurzen Wege – und will das auch bleiben», sagt Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser bei Watson. «Viele zahlen lieber eine hohe Miete, als jeden Tag Zeit, Energie und Nerven im Pendelverkehr zu verlieren.»

Auch bei der Wahl der Verkehrsmittel gibt es klare Tendenzen: Das Auto bleibt mit 50 Prozent das wichtigste Mittel, insbesondere bei Distanzen über 80 Kilometern. Der öffentliche Verkehr wird insgesamt von etwa einem Drittel genutzt.

Die Studienergebnisse interpretiert Immobilienexperte Büsser so: «Die Zahlen zeigen, dass der Wunsch nach kurzen Wegen derzeit noch stärker ist als der Preisdruck auf dem Wohnungsmarkt.»

Zahl des Tages

16’492’000 Dollar

Teurer als ein Penthouse in New York: Pokémon-Karte. (Screenshot: Japan Times/X)

Für diesen Betrag wurde gestern eine extrem seltene «Pikachu Illustrator»-Pokémon-Karte verkauft. Zuvor gehörte die nun teuerste Sammelkarte aller Zeiten dem Gatten des dänischen Models Nina Agdal.

Das Besondere an diesem Exemplar sei sein Zustand, berichtet die Japan Times. Laut dem Bewertungsdienst PSA handelt es sich um die weltweit einzige Karte dieser Art mit der Bestbewertung «GEM MT 10».

Von der 1998 erschienenen Karte wurden ursprünglich nur 41 Stück produziert. Neuer Besitzer ist der Investor A.J. Scaramucci, Sohn des ehemaligen Trump-Sprechers Anthony Scaramucci.

Die Auktion bei Goldin Auctions startete bei 500’000 Dollar. Kurz vor Auktionsende kam es zu einem Bietergefecht, das den Preis von sechs Millionen auf das finale Gebot von 13,3 Millionen Dollar (plus Gebühren) katapultierte.

Na dann: Viel Spass damit! 🤑

Kurz-News

Chirurg verurteilt · Ein renommierter Chirurg wurde zu 17 Monaten bedingt verurteilt. Das Gericht sah es gemäss Tages-Anzeiger als erwiesen an, dass er fehlerhafte Bandscheibenprothesen einsetzte, obwohl er von Mängeln wusste. Er habe seine Interessen über die Sicherheit der Menschen gestellt und ihr Vertrauen missbraucht. «Seine persönlichen Interessen waren ihm wichtiger als die Sicherheit der Patienten», hielt der Richter fest.

Hitler-Figuren verkauft · Ein 43-jähriger deutscher Neonazi betrieb vom Bezirk Muri aus einen Onlineshop für Hitler-Figuren und Hakenkreuz-Merchandise. Bei einer Razzia wurde auch die Wohnung im Aargau durchsucht. Nach seiner Festnahme in Deutschland ist der Mann inzwischen wieder auf freiem Fuss, muss sich aber gemäss Blick täglich bei der Polizei melden. SP-Chef Cédric Wermuth warnt: «Die Schweiz ist ein relativ sicherer Rückzugsort für Neonazis aus ganz Europa.» Die Behörden liessen zu viel laufen.

Scheue Wölfe · Das dürfte hiesige Wolfsgegner:innen interessieren: Wölfe bleiben trotz Nähe zum Menschen scheu. Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt gemäss Watson, dass «Vorstadtwölfe» genauso viel Angst vor menschlichen Stimmen haben wie ihre Artgenossen in der Wildnis: Jeder dritte Wolf flieht sofort bei Stimmkontakt. Zwar gewöhnen sich Tiere in besiedelten Gebieten eher an neue Gegenstände, sie reagieren aber auch vorsichtiger auf Umweltveränderungen.

International

Robert Duvall ist gestorben · Hollywood-Legende Robert Duvall ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Oscar-Preisträger prägte mit Rollen in «Der Pate» und «Apocalypse Now» die Kinogeschichte. Unvergessen bleibt sein Filmzitat «Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen». Regisseur Francis Ford Coppola und Weggefährte Al Pacino würdigten Duvall gemäss Guardian als einen der grössten Schauspieler aller Zeiten.

Happy New Year! · Heute startet das Chinesische Neujahr. Dieses Mal im Zeichen des Feuerpferdes, das für Mut und Tatkraft steht. Um das Glück nicht zu vertreiben, gelten gemäss Spiegel strenge Regeln: Am Neujahrstag darf man weder putzen noch Haare waschen, da man sonst den Wohlstand wegspült. Offene Fenster und rote Kleidung sollen hingegen Erfolg anziehen.

🚜 Nützliches des Tages

Richi

Hätte einen Oscar verdient, bekommt ein Kartenspiel: Richi. (Screenshot: Kartenspielrichi.ch)

Zu den denkwürdigsten TV-Ereignissen des letzten Jahrzehnts gehört ohne Zweifel jene Szene im kanadischen Forst, die mit Tränen beginnt und mit tröstenden Worten endet. Die Rede ist natürlich von Richi und seinem so kauzigen wie liebenswürdigen Papi Hermann Schönbächler.

Wenn du zu jung bist, um dich zu erinnern: Die beiden sitzen in einem Bagger, der Sohnemann will raus, fällt dabei aber unglücklich, worauf dem einigermassen aufgebrachten Vater der legendäre Satz entfährt: «Jaa, Richi! I ha gseit, du söusch di guet häbe!» Aber am besten, du schaust dir den Ausschnitt gleich selbst (wieder einmal) an.

Zwei Studenten, Florens Moor und Leon Schüep, haben dem kultigen Fernsehmoment nun ein Denkmal gesetzt: Sie lancierten Ende 2025 das Kartenspiel Richi. Die erste Auflage von 2000 Sets ist bereits im Verkauf, der Erlös soll direkt in eine Expertenversion fliessen.

Das Spielprinzip ist so simpel wie das Original, berichtet die Berner Zeitung: Die wichtigste Regel lautet, dass Richi nicht vom Bagger fallen darf. Illustriert wurden die Karten mit bekannten Sujets wie Schönbächler mit Fellmütze oder Richi, «iipackt wine Wiehnachtsboum».

Gerne hätten die beiden Spielerfinder Kontakt aufgenommen mit den Schönbächlers. Doch am Rampenlicht ist die Familie nicht mehr interessiert, zuletzt besuchte sie das SRF 2019. Vermutlich, so heisst es im Artikel, steht ihnen der Sinn noch immer mehr nach «fischen, jagen und Pilzli sammeln».

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

Barrierefreies Update: Wir haben die Farben leicht angepasst, damit das Rätsel auch bei einer Farbfehlsichtigkeit problemlos spielbar ist. Danke an die Community für das Feedback!

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Orange: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Danke fürs Lesen.

Trage heute etwas Rotes, wenn du durch den Schnee stapfst.

Peter

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