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Guten Morgen {{vorname}}
Es gibt Bilder, die hauen dich um. Mich haben die Fotos der gestrigen Mahnwache in Untersiggenthal AG sehr berührt, als ich sie heute Morgen anschaute: Hunderte standen an der Seite von Iwona und Paula L. und bekundeten ihre Solidarität mit den beiden mutigen Frauen, die Opfern sexualisierter Gewalt ein Gesicht geben und anderen Betroffenen Mut machen wollen.
Schweiz · Solidarität
Hunderte machen sich an Mahnwache
für Opfer stark

An der gestrigen Mahnwache hielt auch Iwona L. eine kurze Rede.
(Screenshot: 20 Minuten / Lisa Arnold)
400 Menschen versammelten sich gestern laut SRF in Untersiggenthal AG, um ihre Solidarität mit Iwona und Paula L. zu bekunden. Die Betroffenen im Fall Patrick Frei, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, mehrfach zwei Frauen und eine Minderjährige mit K.-o.-Tropfen betäubt und missbraucht zu haben, waren ebenfalls vor Ort.
Politiker:innen, Betroffene und Vereine fordern laut 20 Minuten mehr Opferschutz. «Wir sind hier, um unsere Solidarität zu zeigen. Die Scham muss die Seite wechseln», sagte Damaris von Arx der SP Frauen Aargau in einer Rede. «Wir stehen an der Seite jeder Frau, die missbraucht und der nicht geglaubt wurde.» Neben einer nationalen Durchsetzung des Opferschutzes fordert die SP, dass Betroffene als Betroffene behandelt werden und nicht als Verwaltungsfälle.
Aargauer SP-Grossrätin Mia Jenni sagte: «Die Unfassbarkeit geht durch Mark und Bein, sie ist für uns als Gesellschaft nicht fassbar. Die Scham muss die Seite wechseln.» Auch Iwona L. wandte sich an die Menschen auf dem Dorfplatz. «Ich will Frauen in ähnlichen Situationen helfen, indem ich meine eigene Erfahrung nutze.»
Iwona L., Freis ehemalige Lebensgefährtin, und ihre Tochter Paula L. hatten ihre Geschichte vergangene Woche in der Öffentlichkeit erzählt, um Betroffenen sexualisierter Gewalt Mut zu machen. Für Frei gilt die Unschuldsvermutung.
Falls du Unterstützung brauchst, findest du diese bei der Opferhilfe.
Schweiz · Gewalt
Nach CSD-Anschlag warnen LGBTIQ+-Verbände vor mehr Hassverbrechen

Der Anschlag auf den CSD in Berlin erschütterte auch die LGBTIQ+-Community in der Schweiz.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / AFP)
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD am Samstag warnen in der Schweiz LGBTIQ+-Verbände vor zunehmenden Hassverbrechen – und fordern vom Bundesrat stärkere Prävention und Massnahmen gegen Hassgruppen.
Die Betroffenheit nach dem mutmasslich islamistischen Terroranschlag ist in der Schweizer LGBTIQ+-Community gross. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, sprachen die LGBTIQ+-Dachverbände LOS, Pink Cross, Transgender Network Switzerland und InterAction sowie die Organisationskomitees der Schweizer Pride-Veranstaltungen den Opfern in Berlin ihr Mitgefühl aus.
«Wir sind zutiefst betroffen: Der CSD Berlin ist das Gesprächsthema Nummer eins», sagt etwa Alessandra Widmer, Co-Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation Schweiz. «LGBTIQ-Personen erleben in der Schweiz vermehrt Gewalt. Das merken wir auch, wenn wir auf die Prides blicken und sehen, dass auch dort die Sicherheitskonzepte detaillierter werden und dass wir uns mehr Gedanken zu diesen Themen machen müssen», sagt Widmer zu SRF. Die Verantwortung für den Schutz dürfe nicht allein bei der Community liegen. Die Gesellschaft und die Politik müssten jetzt Haltung zeigen.
2025 hat der Bundesrat die Finanzhilfe zur Sicherheit von Minderheiten erhöht und damit das besondere Schutzbedürfnis von LGBTIQ+-Communitys anerkannt. Die Dachverbände fordern darüber hinaus aber eine stärkere Prävention und Fürsorge, denn: «Auch in relativer Sicherheit steigen hierzulande die Hassverbrechen», sagt Adrian Knecht von Pink Cross.
International · Feuer
Schweiz schickt Verstärkung
im Kampf gegen Waldbrände

Bereits jetzt sind Westschweizer Feuerwehrleute in Frankreich im Einsatz.
(Screenshot: NZZ / zvg / Incendie Secours Genève)
Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Frankreich schickt die Schweiz mehr Verstärkung in Form von Helikoptern und Einsatzkräften, wie die NZZ berichtet. Am Dienstag fliegen ab Locarno TI drei Super-Puma-Helikopter sowie 20 Einsatzkräfte nach Korsika. Zusätzlich reisen zwei Personen der Humanitären Hilfe des Bundes mit. Die Einsatzkräfte bringen eigene Sanitäter:innen und Material mit, um die französischen Behörden nicht zu belasten.
Der französische Zivilschutz bat die Schweiz bei der Bekämpfung der Waldbrände, die derzeit in mehreren Teilen Frankreichs wüten, um Verstärkung. Neben der Unterstützung aus der EU beteiligen sich zehn weitere Länder an den Lösch- und Rettungsaktionen.
Bereits seit Samstag kämpfen 23 Feuerwehrleute aus der Westschweiz in Frankreich gegen die Flammen: Sie sollen zunächst verhindern, dass das Feuer auf eine grosse Solaranlage übergreift.
Die Regierung hat Tourist:innen dazu aufgerufen, nicht anzureisen – der Tourismus in der von Waldbränden betroffenen Region um Bordeaux ist komplett zum Erliegen gekommen, wie Nau berichtet. Der Innenminister Laurent Nuñez hat erklärt, dass der Brand «stabilisiert» aber «noch nicht unter Kontrolle» sei. Rund 2’500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1’500 Soldaten sind im Kampf gegen die Brände im Einsatz.
Zahl des Tages
21 Stunden

Mein persönlicher Albtraum: Kannst du dir vorstellen, 21 Stunden lang in einem Flugzeug zu sitzen? So lange dauert es nämlich, die direkte Strecke von London nach Sydney zu fliegen, die Qantas laut SRF ab Herbst 2027 anbieten will. Die australische Fluggesellschaft will mit dem «Project Sunrise» Luftfahrtgeschichte schreiben: Denn der Flug ist mit einer Distanz von rund 17’000 Kilometern der längste kommerzielle Nonstop-Flug der Welt.
Gerade flog die Airline in 19 Stunden für einen Testflug erfolgreich eine ähnlich lange Strecke von Toulouse nach Melbourne. Dabei wurden an Bord die realen Bedingungen simuliert. Statt echter Passagiere besetzten Dummys die Sitze, die Gewicht und Temperatur von Menschen simulierten.
«Bislang war kein Flugzeugmodell in der Lage, einen so langen Flug zu absolvieren», sagt Luftfahrtexpertin Laura Frommberg. Mit dem Airbus A350-1000 ULR wurde eigens eine spezielle Passagiermaschine dafür entwickelt, die mit Zusatztanks und einer speziellen Kabine ausgestattet ist. Nun sollen weitere Tests und Probeflüge durchgeführt werden.
Kurz-News
Swiss-Flugzeug muss notlanden · Eine Swiss-Maschine auf dem Weg von Zürich nach New York musste in Bangor im US-Bundesstaat Maine notlanden. Grund dafür sei eine Rauchentwicklung im vorderen Teil der Business-Class gewesen, wie Watson berichtet. Die Feuerwehr konnte aber nach der Landung keine Feuer- oder Hitzeentwicklung feststellen. Alle Reisenden und die Crew blieben unverletzt.
Verstösse gegen Feuerverbot · Obwohl wegen der Trockenheit vielerorts in der Schweiz Feuerverbot gilt, kam es zu mehreren Verstössen dagegen. Der Kanton St. Gallen meldete laut Blick 40 Verstösse in zehn Tagen. Wiederholt wurden Feuer im Freien entfacht sowie Holzkohlegrills oder Feuerschalen benutzt. In Niederwil SG verursachte eine Frau einen Waldbrand. Auch in Winterthur ZH musste die Stadtpolizei am Wochenende wegen Feuerwerkskörpern und Grillierens mehrfach ausrücken.
Ferienprogramme gegen Schulangst · Mit speziellen Programmen während der Sommerferien wollen mehrere psychiatrische Kliniken Jugendliche mit Schulangst beim Wiedereinstieg unterstützen. Die Aufenthalte schulabstinenter Kinder während der Ferien sind laut Tagi intensive Therapiearbeit. Im stationären Sommerferienprogramm bauen Betroffene unter anderem eine Schlaf- und Tagesstruktur auf.
International
«Körperwelten»-Erfinder ist tot · Leichenpräparator und Erfinder der «Körperwelten»-Ausstellungen Gunther von Hagens ist mit 81 Jahren gestorben. Er litt seit Jahren an Parkinson, wie ZDFheute berichtet. Für seine anatomischen Präparate, die er weltweit ausstellte, wurde er teilweise scharf kritisiert.
Kohberger will Idaho-Morde neu verhandeln · Bryan Kohberger, der für die Morde im Jahr 2022 an vier Student:innen im US-Bundesstaat Idaho zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, zieht sein Geständnis zurück. Dieses habe auf «falschen Versprechen und eklatanten Falschinformationen» beruht. Wie der Spiegel berichtet, reichte er nun ein Jahr nach seiner Verurteilung den Antrag für ein neues Verfahren ein.
🔧 Nützliches des Tages
Tacos! 🌶️

Mexiko-Vibes an der Meinrad-Lienert-Strasse:
Santaco gastieren noch einige Tage im Freddy. (Foto: Instagram / Santaco)
Heute wird es heiss, aber weisch, was auch heiss ist? Die Tacos von Santaco, die noch bis 31. Juli ab 18 Uhr im «Freddy» in Zürich serviert werden (okay sorry, der war ein bisschen flach).
Manche nennen sie gar die besten Tacos der Stadt, die dich geschmacklich direkt nach Mexiko-Stadt katapultieren. Santaco ist das Projekt von Sabina Bürge und Santiago Schoch. Sie vermissten nach einem Aufenthalt in Mexiko in der Schweiz einfach die guten Tacos so sehr, dass sie mit ihren Tacos Al Pastor oder Tacos de Suadero selbst die Street-Food-Szene der Stadt bereichern wollen.
Ihre Gerichte bieten die beiden immer wieder an wechselnden Orten an, nun also noch für ein paar Tage am Lochergut. Die Tacos gibts ohne Reservation und nur für Walk-ins.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Bis morgen ✨
Vanja
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