Guten Morgen {{vorname}}
Hoch die Hände Wochenende: Aber Achtung, bevor es für dich ins wohlverdiente Weekend geht, droht es heute richtig stürmisch zu werden. Gewitter mit Unwetterpotenzial sind laut MeteoNews angesagt, Hagel und Sturmböen inklusive.

Naja, immerhin ist es bei deinem morgigen 1.-August-Brunch nicht mehr so heiss – a win is a win.

Schweiz · Klima

Neue Hitzerekorde gemessen

In Basel wurden gestern fast 40 Grad gemessen. (Screenshot: Watson)

Du dürftest es gespürt haben 🫠: Die vierte Hitzewelle des Jahres erreichte gestern ihren bisherigen Höhepunkt. Gleich mehrere Allzeit-Rekorde wurden erreicht, wie Watson berichtet.

An der Messstation Basel/Binningen wurde mit 39,7 Grad der bisherige Allzeit-Temperaturrekord auf der Alpennordseite gemessen.

An der Station Zürich Fluntern wurde um 14.50 Uhr eine Temperatur von 37,1 Grad gemessen – auch dies ein neuer Rekord: Die bisherige Höchsttemperatur lag bei 36 Grad und wurde Mitte August 2003 festgehalten. Auf dem Berner Oberländer Grimsel-Hospiz wurde auf einer Höhe von 1980 Metern über Meer mit 24 Grad ebenfalls ein neuer Höchstwert verzeichnet. Der bisherige Rekord lag bei 23,8 Grad und wurde im Jahr 2023 gemessen.

Mit 39,7 Grad wurde gestern auch die bisherige Allzeit-Höchsttemperatur der Alpennordseite von Genève/Cointrin vom 7. Juli 2025 wieder erreicht. Mit 39,2 Grad lag auch die Station Biasca im Tessin über dem bisherigen Jahreshöchstwert, während mehrere Stationen im Aargauer und Solothurner Mittelland Maximaltemperaturen von über 38 Grad verzeichneten.

Es wird aber besser. Pünktlich zum Nationalfeiertag gehen die Maximaltemperaturen deutlich zurück, verbreitet wird es um die 30 Grad warm – dafür aber schwüler.

Schweiz · Debatte

Kontroverse um «Sexarbeit»-Ausstellung im Landesmuseum

Die Ausstellung «Sexarbeit» steht in der Kritik.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Dominique Meienberg)

Sexarbeit oder Prostitution? Schon allein der korrekte Begriff sorgt für Diskussionen. In der Ausstellung «Sexarbeit» zeigt das Landesmuseum in Zürich unter anderem eine Videoinstallation, in der elf Personen von ihren Erfahrungen in der Branche erzählen. Um das Werk mit dem Titel «Sexarbeit – Erfahrungen Schweiz» ist eine Kontroverse entbrannt. 15 Organisationen, darunter die Frauenzentralen von Zürich, Zug und Glarus, kritisieren in einem offenen Brief, dass wichtige Faktoren wie Ausbeutung ausgeblendet werden.

Wie der Tages-Anzeiger berichtet, wird im Schreiben der Begriff «Sexarbeit» kritisiert. Dieser sei «keine rein sprachliche Entscheidung, sondern eine inhaltliche Stellungnahme», heisst es im Brief. Der Begriff setze damit voraus, dass Prostitution als Arbeit verstanden wird, «vergleichbar mit anderen Arbeitsverhältnissen». «Genau diese Einordnung ist jedoch Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte.»

Es sei «problematisch», dass die Installation «gut dokumentierte Aspekte der Prostitution» ausblende, so die Kritiker:innen weiter. Viele Frauen, die aus der Prostitution ausgestiegen seien, würden den Begriff «Sexarbeit» ablehnen. «Sie sprechen nicht von Arbeit, sondern von sexueller Ausbeutung, Gewalt, Zwang, ökonomischer Not.» Man wünsche sich, dass die Ausstellung um Themen wie Missbrauch und Menschenhandel ergänzt wird.

Alexander Rechsteiner, Sprecher des Landesmuseums, erklärt, dass die Installation nicht das ganze Spektrum abbilde, sondern Einblick in persönliche Erfahrungen bieten soll.

Schweiz · Landwirtschaft

Wegen Klimawandel: Bauern und Bäuer:innen kritisieren Verband

1600 Personen kritisieren den Bauernverband in einem offenen Brief. (Screenshot: SRF / Keystone / Urs Flueeler)

Und gleich noch ein offener Brief, der für Aufregung sorgt: In einem Schreiben werfen über 1600 Bauern und Bäuer:innen ihrem Verband vor, zu wenig gegen den Klimawandel zu unternehmen. Darin heisst es laut SRF, der Schweizerische Bauernverband habe sich «wider besseren Wissens in der Vergangenheit immer wieder gegen Klimaschutzmassnahmen ausgesprochen und die Dringlichkeit der Klimakrise ignoriert». Und: «Es drängt sich uns immer mehr der Verdacht auf: unser Berufsverband vertritt uns nicht mehr.» Die Unterzeichnenden fordern vom Verband, sich für einen «wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz» zu engagieren.

«Wir wissen nicht, wie wir durch den Winter kommen, ob wir Tiere schlachten müssen.»

Isidor Steinemann

Einer der Unterzeichnenden ist Isidor Steinemann. Der Betriebsleiter eines Bio-Hofs in Baselland kritisiert, dass der Bauernverband weiterhin die Art von Landwirtschaft vertrete, die den Klimawandel weiter anheize. Er verweist auf den komplett ausgetrockneten Boden: «Wir haben kein Futter für das Vieh, wir verfüttern jetzt die Winterreserven. Wir wissen nicht, wie wir durch den Winter kommen, ob wir Tiere schlachten müssen.»

Der Bauernverband selbst weist diese Vorwürfe zurück. «Gerade weil wir ja die grosse Betroffenheit der Landwirtschaft sehen und auch ihre Verantwortung, engagieren wir uns im Bereich Klimaschutz. So haben wir zum Beispiel das CO₂-Gesetz unterstützt, das dann vom Volk abgelehnt worden ist», sagt Mediensprecherin Sandra Helfenstein.

Kurioses

Spott für US-Aussenministerium wegen falscher Afrika-Karte

Freestyle: Das US-Aussenministerium beschriftete eine Afrika-Karte nach Lust und Laune, nur nicht korrekt. (Screenshot: Reuters)

Ganz im Stil von «Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien»: Die verantwortliche Person der US-Regierung, die diese Präsi vorbereitete, braucht Geografie-Nachhilfe (und sollte nicht blind ChatGPT vertrauen🌝). Am Sonntag fand in Brasilien eine weltweite Aids-Konferenz statt, bei der sich das US-Aussenministerium mit einer Afrika-Karte in die Nesseln setzte. Alle Länder auf der Karte waren falsch beschriftet.

Unter den Teilnehmer:innen sorgte dies laut der Nachrichtenagentur Reuters natürlich für Belustigung, wie Watson berichtet – Fotos des Karten-Fails landeten schnell im Netz. Noch besser: Wie eine Analyse von Reuters ergab, enthielt das in der Präsentation gezeigte Kartenbild ein KI-Wasserzeichen. Man darf also davon ausgehen, dass die falsche Karte mit OpenAI-Tools erstellt wurde.

Das US-Aussenministerium teilte mit, die «volle Verantwortung» für die entstandene Verwirrung zu übernehmen, berichtet Reuters. Die Karte sei von einem Teammitglied erstellt worden, das die Folien kurz vor der Konferenz noch schnell angepasst habe. Ein Sprecher des Aussenministers Marco Rubio spricht von einem «bedauerlichen Fehler».

Kurz-News

Menschenhandel in der Schweiz · 2025 wurden in der Schweiz 532 Opfer von Menschenhandel betreut, wie SRF berichtet. Verurteilungen sind selten, da viele Betroffene aus Angst keine Anzeige erstatten und die Beweislage schwierig ist. Ausbeutung der Arbeitskraft macht rund die Hälfte der Delikte aus. Fachstellen fordern bessere Schulungen der Behörden.

Feuerwerksverbot in Zürich · Die Kantonspolizei Zürich hat die Sonderbewilligungen für die geplanten 1.-August-Feuerwerke auf dem Zürichsee wegen erhöhter Waldbrandgefahr widerrufen. Damit gilt das Feuerwerksverbot laut Tagi nun auch für die vier betroffenen Seegemeinden Rüschlikon, Meilen, Horgen und Stäfa.

Schweizer:innen fahren so viel Zug wie nie · Mit 6,3 Milliarden Personenkilometern, die Bahnreisende zurücklegten, erreichte der Schweizer Schienenpersonenverkehr im zweiten Quartal einen Rekordwert. Wie Nau berichtet, sind das 5,2 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Damit wurde der bisherige Rekord von 6,11 Milliarden Personenkilometern (2025) gebrochen.

International

UEFA droht mit FIFA-Boykott · Im Streit mit der FIFA kündigen die 55 Mitglieder der Europäischen Fussball-Union UEFA einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe an, dazu zählt auch die WM. Auslöser ist der umstrittene Investoren-Deal, den die UEFA als «unverantwortlich» bezeichnet. Dies berichtet SRF.

Ansturm an Grenze in Ceuta · Die spanische Regierung entsendet zusätzliche Truppen und Polizeikräfte in ihre nordafrikanische Enklave Ceuta, nachdem innerhalb weniger Stunden Tausende von Menschen aus dem benachbarten Marokko in das Gebiet geschwommen sind. Wie The Guardian berichtet, seien es laut TVE rund 2’000 bis 3’000 Personen. Die Lage sei chaotisch und die Aufnahmezentren für Migrant:innen überlastet.

🔧 Nützliches des Tages

Sommersongs zum Jubiläum

Ich habe eine Playlist gemacht und die gibts jetzt auf Spotify. (Foto: Privat)

Die Schweiz feiert Geburtstag und ich mein einmonatiges 6iBrief-Jubiläum. Es führt darum kein Weg daran vorbei: Eine Playlist für euch musste her. Auf meinem Spotify-Mixtape erwarten dich sommerliche tropicana Tracks, die dir die Hitze vielleicht ein bisschen erträglicher machen.

Die Songs kannst du dir wahlweise in den Ferien am Pool, in der Badi oder auch in der Zigipause auf dem hässlichen Parkplatz hinter deinem Büro einverleiben, es spielt eigentlich keine Rolle. Hauptsache Sommer und so.

Hier kannst du dir die Playlist anhören. Enjoy. 🐬🌴🍹

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Happy weekendo und einen schönen 1. August

Vanja

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