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Mit Skifahren habe ich ehrlicherweise etwa so viel am Hut wie mit Flugzeugtechnik oder der Innenpolitik Papua-Neuguineas. Aber für Ski-Fans dürfte die News big sein: Lara Gut-Behrami gab gestern ihren Rücktritt bekannt. Die Skirennfahrerin beendet nach ihrem Kreuzbandriss ihre Karriere.

Heute ausserdem wichtig, damit du in der Kafipause mitreden kannst: Albert Rösti wehrt sich gegen Kritik und die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Legionellenausbruch in Basel.

Schweiz · Sport

Kein Comeback: Lara Gut-Behrami tritt zurück

Ski-Star Lara Gut-Behrami beendet ihre Spitzensport-Karriere.
(Screenshot: NZZ / Marco Trovati / AP)

Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Weltcup-Siegerin: Lara Gut-Behrami blickt auf eine eindrückliche Karriere zurück. Und hat entschieden: Jetzt ist Schluss. Die 35-jährige Tessinerin tritt zurück, wie sie gestern im Tessiner Fernsehen RSI bekannt gab. Nach einem Kreuzbandriss, den sie sich im November zuzog, beendet die Skirennfahrerin nun ihre Karriere und verzichtet auf ein Comeback.

Gut-Behrami blickt in einem Brief, den sie im TV veröffentlichen liess, laut NZZ auf 19 Saisons im Weltcup, die 395 Weltcup-Rennen umfassten und insgesamt 48 Siege, neun WM- und drei Olympiamedaillen zurück. Nach der Verletzung begab sie sich in Rehabilitation und stieg wieder ins Skitraining ein. Und merkte, dass es Zeit ist, zurückzutreten.

Sie schrieb: «Vielleicht erkennt man es daran, wenn die Ziele und das ständige Streben nach Verbesserung Platz machen für Glück, innere Zufriedenheit und die Fähigkeit, den zurückgelegten Weg wertzuschätzen.»

Gut-Behrami sei dankbar, dass sie keine wiederkehrenden Schmerzen habe, und möchte ihre Grenzen nicht mehr um jeden Preis erreichen oder überschreiten. Die Skifahrerin schreibt: «Skifahren ist für mich etwas Magisches und Natürliches; meinen Körper und meinen Kopf dazu zwingen zu wollen, Schmerzen zu ertragen und zu bewältigen, wäre, als würde ich das Bild in mir trüben, das ich von dem habe, was ich mit so viel Leidenschaft getan habe.»

Schweiz · Klima

Albert Rösti wehrt sich gegen Kritik

Umweltminister Albert Rösti (SVP) weist den Vorwurf der Tatenlosigkeit zurück.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Adrian Moser)

Die Entscheidungen von Umweltminister Albert Rösti sorgen für Kritik. Der Bundesrat strich die Mittel, um den Schweizer Wald klimafit zu machen (NZZ am Sonntag berichtete) – die Grünen-Chefin Lisa Mazzone forderte von Rösti gar, das Umweltdepartement abzugeben, weil er «die Schweizer Klimapolitik an die Wand» fahre.

Jetzt reagiert Albert Rösti auf die Kritik. Im Interview mit dem Tages-Anzeiger (noch nicht online) wehrt sich Rösti gegen den Vorwurf, nicht entschlossen zu handeln – dieser Eindruck sei falsch. Und: Es brauche keine Krisensitzung des Bundesrats, um auf die Hitze zu reagieren. «Zwar ist dieser Hitzesommer dramatisch. Aber es ist nicht der erste. Und es wird auch nicht der letzte sein.» Entsprechend habe der Bundesrat Instrumente vorbereitet, etwa Wassertransporte per Armeehelikopter auf die Alpen, die auf Bestellung der Kantone fliegen.

«Eine derart heftige Hitze hätte ich nicht erwartet.»

Albert Rösti

Zur Kritik von Lisa Mazzone, er sei «nicht fähig oder nicht bereit, die Bevölkerung vor der Hitze zu schützen», sagt Rösti: «Offenbar weiss sie nicht, was läuft.» Der Bundesrat habe die Hitze früh als grösstes Risiko für die Schweiz erkannt und entsprechend gehandelt.

Und auf die Frage, ob Rösti den Klimawandel unterschätzt habe, antwortete er: «Eine derart heftige Hitze wie in diesem Sommer hätte ich nicht erwartet. Aber den Klimawandel habe ich nie infrage gestellt.»

Schweiz · Infektionswelle

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Legionellenausbruch

Legionellose-Ausbruch: Die Basler Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung eröffnet.
(Screenshot: SRF / Keystone / Georgios Kefalas)

Nach einem der schwerwiegendsten Legionelloseausbrüche der letzten Jahre in der Schweiz ermittelt nun die Basler Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung. Die Zahl der Infizierten ist laut Tagesschau gestiegen: In Basel-Stadt sind zwei weitere Personen an Legionellen erkrankt, damit sind es bislang insgesamt 28. Ein 69-jähriger Mann ist an den Folgen der Krankheit gestorben. Wie der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sagt, könnten weitere «einzelne Krankheitsfälle dazukommen».

Bereits vor Jahren schlugen die Geschäfts­prüfungs­kommission des Basler Grossen Rates (GPK) und der Kanton Alarm wegen der Legionellengefahr, die von Kühlanlagen ausgeht. 2018 warnte die GPK in einem Bericht, doch der Bund sah gemäss dem damaligen GPK-Bericht keinen Handlungsbedarf. Von 2020 bis 2025 hätten aber drei Bundesämter unter Mitarbeit der Kantone ein Forschungsprojekt zu Legionellen durchgeführt.

In Basel wurde die Infektionswelle mutmasslich von einer verseuchten Kühlanlage ausgelöst. Bei Kühltürmen, die gefährliche Keime weit über die Umgebung verbreiten können, habe man Erfahrungen, sagt Melina Bigler vom Swiss Tropical and Public Health Institute. Sie überwacht die Ausbreitung von Legionellen: «Die Legionellen können sich drei bis sechs Kilometer weit ausbreiten.» Sie sagt aber auch: «Für gesunde Menschen ist das Ansteckungsrisiko sehr gering.»

Meinung der Community

Es müssen ja nicht immer die deepen Fragen des Lebens sein, oder? Gestern wollte ich von dir wissen, ob du Lotto spielst und die Auflösung geht so: 521 Menschen haben abgestimmt. Der grösste Anteil davon (216 Personen) spielt nie Lotto. Gefolgt von 116 Leuten, die «ab und zu» mal einen Schein ausfüllen. 86 Personen machen es wie ich und spielen nur, wenn der Jackpot besonders hoch ist. Ha!

Ich wollte ausserdem wissen, was du mit einer Million Franken anstellen würdest – ein paar Antworten findest du weiter unten.

«Meine beiden Söhne überraschen mit Ferien im hohen Norden. Das ist ein gemeinsamer Wunsch, der aus finanziellen Gründen Wunsch bleibt... Für mich eine tolle Alterswohnung mit Restaurant und Pflegemöglichkeit mieten.»

Stimme aus der Community

«Meine Hypothek abbezahlen, eine schöne Reise machen und eine Weiterbildung.»

Stimme aus der Community

«Ich würde die Million behalten, bis ich mir ganz sicher bin, was ich damit machen will. Ziemlich sicher würde ich aber etwas aufbauen, was der Gesellschaft dient. Zum Beispiel gratis Notunterkünfte oder Community Spaces.»

Stimme aus der Community

Visualisierung

So gross wären die Brände in der Schweiz

Das Ausmass der Brände in Europa kann man sich kaum vorstellen – diese Karte hilft, die Brandflächen besser einzuordnen. (Screenshot: SRF)

Die Waldbrände in Spanien, Frankreich und Griechenland der vergangenen Wochen waren verheerend. Über 160'000 Menschen mussten in Südeuropa aus Brandzonen evakuiert werden.

In der spanischen Provinz Ávila zerstörte der Waldbrand 444 km², der Grossbrand in der französischen Gironde wütete auf 391 km². Aber wie gross sind die Brandflächen im Vergleich zur Schweiz?

Damit du dir die unvorstellbar grossen Ausmasse der von den Bränden betroffenen Flächen vorstellen kannst, hat SRF eine eindrückliche interaktive Karte geschaffen, auf der sich die Grössenverhältnisse auf die Schweiz übertragen lassen. So siehst du, wie viel Fläche die Brände bei uns einnehmen würden.

Kurz-News

Seenachtfest will Feuerwerk zünden · Das Feuerwerk am Seenachtfest Rapperswil-Jona findet wegen einer Ausnahme­regelung trotz kantonalem Feuerverbot statt. Wie der Tagi berichtet, bestätigte die Kantonspolizei St. Gallen die Bewilligung nach erneuter Prüfung.

Taskforce aus Sorge vor Gas-Mangellage · Der Iran-Krieg und die hohe asiatische Nachfrage treiben die Gaspreise in die Höhe, die Speicherstände der Gasspeicher in der EU sind tief: Auch die Schweizer Versorgung für den Winter 2026/2027 gestaltet sich als herausfordernd, wie der Bund mitteilt. Eine Taskforce prüft nun laut SRF Massnahmen.

Todesfall im Luganersee · Ein 25-jähriger Mann ist am frühen Mittwochmorgen in Lugano beim Schwimmen ertrunken, wie Watson berichtet. Der Unfall trug sich bei der Teufelsbrücke zwischen Cassarate und Castagnola zu. Die Leiche konnte geborgen werden.

International

Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig · Am Flughafen Leipzig wurde laut BBC eine Drohne mit einem Sprengsatz gefunden. Das Gerät wurde in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge entdeckt. Ein zweites, nicht identifiziertes Objekt kollidierte mit einem Frachtflugzeug. Die Vorfälle zeigten gemäss Deutschlands Innenminister eine «neue Bedrohungslage».

Schiesserei in North Carolina · In Prospect Hill im US-Bundesstaat North Carolina starben mehrere Menschen bei einer Schiesserei. Dies berichtet Nau. Zudem wurde eine verletzte Person ins Spital gebracht. Weitere Angaben zu den Hintergründen der Tat gibt es aktuell noch nicht.

🔧 Nützliches des Tages

Falls du am Wochenende keine Lust auf Street Parade hast

Biz reaky aber nice: Das Maison Totale. (Foto: Maison Totale)

Jetzt kommt ein Ausflugstipp für dich. Die Werke des Schweizer Künstlers Augustin Rebetez sind ungezähmt und grotesk, gfürchig und auch bizarr. Und ich bin ein grosser Fan davon. Wenn ich jetzt in der Schweiz wäre, würde ich seinem Sommermuseum, dem Maison Totale, einen Besuch abstatten. Ich war letztes Jahr dort und war von diesem Ort und der Ausstellung begeistert.

In der Neuenburger Gemeinde Bôle bespielt Rebetez während der Sommerzeit jeweils ein ganzes Haus mitten im Grünen mit seiner Kunst, inklusive Skulpturengarten.

Kein Stress: Das Maison Totale kannst du noch bis zum 13. September jeweils am Weekend besuchen.

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bis morn :)

Vanja

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