Guten Morgen {{vorname}}
Heute ist ein besonderer Tag. Es beginnt nämlich der astronomische Frühling. Aber das ist längst nicht alles. Heute ist auch der inoffizielle Alien Abduction Day, der Tag der Entführung durch Ausserirdische. Und ebenfalls heute feiern wir den Ravioli-Tag.

«Recht sonnig» wird es, verrät mir ein Blick auf den Wetterbericht. Das passt zum Weltglückstag. Gehe darum, wenn du kannst, ins Freie. Und freu dich über die Piepmätze, die dich dabei begleiten. Heute ist nämlich auch Weltspatzentag. 🍀

Schweiz · Zuwanderung

7 Mitte-Vorstösse gegen 10-Millionen-Schweiz-Initiative

Blochers Alptraum: Panorama aus Hong Kong. (Foto: Unsplash/Uneed Needu)

Die Mitte-Partei lanciert im Tages-Anzeiger eine politische Offensive gegen die Zuwanderungsinitiative der SVP. Nachdem ein Gegenvorschlag im Parlament am Widerstand anderer Parteien scheiterte, kündigt Fraktionschefin Yvonne Bürgin nun ein umfassendes Vorstosspaket an. Damit wolle man die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen und konkrete, umsetzbare Lösungen bieten, anstatt nur auf eine Ablehnung der 10-Millionen-Schweiz-Initiative zu hoffen.

Das siebenteilige Paket zielt auf die Brennpunkte der Zuwanderungsdebatte. Die Mitte fordert Massnahmen gegen die Wohnungsnot, Engpässe bei Strasse und Schiene sowie gegen ein unbegrenztes Bevölkerungswachstum. Zu den konkreten Vorschlägen gehören dichteres Bauen, Mobility-Pricing und mehr Arbeitsplätze in ländlichen Regionen.

Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist der Fokus auf qualitatives Wachstum durch höhere Produktivität. Bürgin: «Wir möchten pro Kopf mehr Wertschöpfung generieren, damit wir in der Summe weniger Köpfe brauchen – und auch weniger Platz in unserem Land.»

Schweiz · Gondelunglück

Wie sicher sind unsere Rekord-Bahnen?

Vertrauen erschüttert: Titlis-Bergbahn. (Screenshot: NZZ/Urs Flüeler)

Das tragische Unglück am Titlis, bei dem eine 61-jährige Frau ums Leben kam, erschüttert gemäss NZZ das Vertrauen in die Schweizer Bergbahnen.

Die Branche stehe unter Druck. Spekulationen deuteten auf technisches Versagen hin: Laut Norbert Patt, Geschäftsführer der Titlisbahnen, könnte «das Versagen einer Seilbahnklemme den Absturz der Gondel ausgelöst haben».

Brisant: Der Unfall geschah laut Verwaltungsratspräsident Hans Wicki genau dann, als das Team die Bahn wegen starken Windes stoppen wollte. Im Blick sagte er: «Die Mitarbeitenden sind nach aktuellem Kenntnisstand richtig vorgegangen.»

Arno Inauen, der Chef des Gondelherstellers Garaventa, vermutet gemäss Tages-Anzeiger eine heftige Windböe als Ursache für das Unglück. Die Gondel sei dadurch stark ausgelenkt worden und mit einer Stütze kollidiert, was zum Absturz führte.

Der Vorfall trifft eine Branche, die zuletzt ein «alpines S-Bahn-System» mit immer extremeren Rekorden schuf, schreibt die NZZ. Von der steilsten Standseilbahn der Welt am Stoos bis zur neuen Schilthornbahn mit 159,4 Prozent Steigung.

Seilbahnen gelten statistisch als sicherstes Verkehrsmittel der Schweiz. Und doch werfe das Unglück am Titlis die Frage auf, ob das Streben nach immer mehr Kapazität in kürzerer Zeit die Systeme an ihre Grenzen bringe.

Schweiz · Roadpricing

Durchreisende sollen mehr bezahlen

Könnte künftig kosten: Durchfahrt. (Foto: Unsplash/Florian Steciuk)

Ich war schon als Kind ein grosser Fan von Roadpricing. Denn nach gefühlten dreihundert «Alt Stazione» gingen jeweils die Sommerferien los. 🏖️

Nun sollen Durchreisende auch hierzulande stärker zur Kasse gebeten werden. Wer mit dem Auto die Schweiz lediglich durchquert, soll künftig eine Durchfahrtsabgabe leisten. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat einen entsprechenden Vorstoss mit 173 zu 13 Stimmen angenommen. So sollen die belasteten Alpenregionen vom ausländischen Freizeitverkehr entlastet werden.

Aktuell mache der reine Transit – meist von Deutschland nach Italien – etwa ein Drittel des gesamten Alpenverkehrs aus, schreibt SRF. Das Problem habe sich in den vergangenen zehn Jahren massiv verschärft, sagt der Urner Nationalrat Simon Stadler (Mitte): «Wir haben praktisch jedes Wochenende eine Verkehrsüberlastung.»

Widerstand kommt vom Bundesrat und der GLP. Sie warnen vor hohen Kosten für die Überwachung aller Grenzübergänge und rechtlichen Hürden im Verhältnis zur EU. GLP-Nationalrätin Barbara Schaffner sagt: «In einer Zeit, in der die Schweiz ihre Beziehungen zu der EU zu stabilisieren versucht, ist das kein zielführender Weg.»

Der Bundesrat muss nun eine konkrete Vorlage ausarbeiten. Da für die Umsetzung voraussichtlich eine Verfassungsänderung nötig ist, hat das Volk am Ende wohl das letzte Wort.

🧸 Kurioses

Unter Plüschtieren

Bislang dachte ich, es gebe an Flughäfen nur einen Ort, an dem es sich lohnt zu warten. In der Ankunftshalle nämlich. Aber man lernt nie aus. Offenbar sind emotionale Begegnungen auch in Souvenir-Shops möglich.

Zum Beispiel am Hobart-Flughafen in Tasmanien. Dort versteckte sich am Mittwochmorgen in einem Spielzeugladen ein lustiges Beuteltierchen.

Nach der Entdeckung habe man den Kleinen sicher aus dem Terminal eskortieren können, berichtet Filialleiter Liam Bloomfield im Guardian. Seine Belegschaft plane nun ein Andenken an den besonderen Gast: «Wir werden dem Possum einen kleinen Schrein widmen.»

Kurz-News

Hecht ist der Hecht · Die Band Hecht räumte gestern ab bei den Swiss Music Awards. Im Zürcher Hallenstadion holten die Luzerner gleich vier Preise, darunter die Auszeichnungen als beste Gruppe, bester Live-Act und für den besten Hit («Mon Amour»). Nachzulesen ist das alles bei Watson. Und wenn du wissen möchtest, wer eigentlich hätte gewinnen sollen, klicke hier.

Burkini-Verbot · Der Genfer Grosse Rat hat ein Gesetz verabschiedet, das Burkinis in öffentlichen Schwimmbädern faktisch verbietet. Die Neuregelung schreibt vor, dass Badeanzüge maximal knielang sein dürfen und die Arme frei lassen müssen. Die bürgerliche Mehrheit begründete den Entscheid mit hygienischen Aspekten. Linke Parteien kritisieren das Gesetz hingegen als fremdenfeindlich und diskriminierend gegenüber Musliminnen, berichtet SRF.

Weniger Verkehrstote · Die Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz ist 2025 auf 214 gesunken – der tiefste Stand bei PW-Insassen seit 1992. Laut Bundesamt für Strassen stieg jedoch die Zahl der Schwerverletzten auf 3935 an. Besonders gefährdet bleiben Motorrad- und Velofahrende. Hauptursache für schwere Unfälle ist oft Unaufmerksamkeit, schreibt Nau.

International

Lega-Mitbegründer verstorben · Umberto Bossi, Mitbegründer der italienischen Regierungspartei Lega, ist im Alter von 84 Jahren in Varese verstorben. Der Rechtspopulist prägte gemäss Watson die italienische Politik über Jahrzehnte als Minister und Verfechter der norditalienischen Autonomie. Trotz Verurteilungen wegen Veruntreuung von Parteigeldern würdigte ihn Präsident Sergio Mattarella als «aufrichtigen Demokraten».

BTS is back, alright · Die K-Pop-Giganten BTS feiern morgen in Seoul ihr langersehntes Comeback. Erstmals seit 2022 tritt die Band wieder gemeinsam auf. Rund 260’000 Fans werden erwartet, berichtet die BBC; die Stadt steht unter massiven Sicherheitsvorkehrungen inklusive Anti-Drohnen-Systemen. Parallel erscheint das neue Album «Arirang». Das Konzert wird live auf Netflix übertragen und markiert den Start einer Welttournee durch über 30 Städte.

🥫 Nützliches des Tages

Ravioli

Ravioli für Fortgeschrittene. (Foto: Unsplash/Yoav Aziz)

Häufige Leser:innen des 6iBriefs wissen, dass kluge Rekrut:innen ihren Sold in Schnüre und Glöckchen investieren. Bleibt was übrig, kommen Delikatessen ins Spiel. Ravioli zum Beispiel.

Ich mochte diese kleinen Teigtaschen schon immer. Sei es in der Büchse oder auch in der versnobten Variante beim Italiener deiner Wahl, wo du dich stets fragst, wie viele Minuten die Dinger nun ins Wasser müssen – und meistens zu lange wartest.

Auf jeden Fall ist heute, am 20. März, auch internationaler Ravioli-Tag. Die Zeit, die du in der WG-Küche sparst, kannst du in ein meditatives Vergnügen investieren. Warum nicht bis Montag durchzoomen?

🫟 Witziges zum Schluss

Frage der Woche*

*Präsentiert von Petarde – der unabhängigen Schweizer Satiremarke

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🎲 Rätsel

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Danke fürs Lesen – und ein feines Wochenende!

Peter

PS: Maximal 3 Minuten! 🍝

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