Guten Morgen {{vorname}}
Im Unterengadin kam es zu einem schweren Unfall eines niederländischen Reisecars, bei dem mehrere Menschen starben. Mehr zu diesem tragischen Unglück liest du weiter unten.
Heute ist ausserdem wichtig: Die Baubewilligung für die Terrasse der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana wurde mutmasslich gefälscht und ein KI-Entwickler warnt vor sich selbst verbessernder KI.
Wir lesen uns in ein paar Tagen wieder – in meinen Ferien übernimmt für mich meine Kollegin Sofie David.
Schweiz · Unfall
Mehrere Tote und Verletzte nach Unfall von Reisecar in Graubünden

Ein niederländischer Reisecar kollidierte mit einer Leitplanke: Mehrere Menschen starben beim Unfall. (Screenshot: Blick)
Im Unterengadin ist gestern Nachmittag ein niederländischer Reisecar verunfallt. Wie die Kantonspolizei Graubünden auf X mitteilt, gab es beim schweren Unfall zwischen Susch und Zernez mehrere Tote und Verletzte. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt. Die Bergung der Leichen dauerte nach Angaben der Polizei bis in die späten Abendstunden, schreibt 20 Minuten. Wie die NZZ berichtet, sei der Bus laut ersten Erkenntnissen gegen eine Leitplanke gefahren und von der Strasse abgekommen. Dabei kippte er auf die Seite.
Die Kantonspolizei Graubünden geht derzeit von einem Selbstunfall ohne Beteiligung eines zweiten Fahrzeugs aus, berichtet Blick. Nach Angaben des niederländischen Reisebranchenverbands ANVR befanden sich insgesamt 49 niederländische Staatsangehörige im Car, der Fahrer und 48 Reisende. Die Reisegruppe war am Montag zu einer mehrtägigen Reise aufgebrochen, gestern stand ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm. Nach Angaben des Reiseveranstalters befand sich die Gruppe eigentlich auf einer Reise in Österreich.
Verletzte wurden von den Rettungsdiensten in umliegende Spitäler gebracht. Ein Care-Team-Point betreut Überlebende des Unglücks sowie Angehörige. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.
Bundespräsident Guy Parmelin sprach sein Beileid aus und äusserte sich auf der Plattform X: «Die zuständigen Schweizer Behörden werden dafür sorgen, dass eine umfassende und gründliche Untersuchung durchgeführt wird, um alle Umstände dieses Unfalls aufzuklären.»
Schweiz · Brandkatastrophe
Anzeige wegen Urkundenfälschung: Falsche Angaben für Baugesuch in Crans-Montana

Der Bauingenieur, dessen Name in der Baubewilligung für die «Le Constellation»-Terrasse stand, wusste nichts davon. (Screenshot: Watson / Keystone)
Ein Bauingenieur wurde am Dienstag laut RTS von der Polizei zum Fall Crans-Montana befragt. Nun gibt es weitere Unstimmigkeiten zur Bar «Le Constellation», wo in der Nacht auf den 1. Januar 2026 41 Menschen bei der Brandkatastrophe starben.
Der Name des Bauingenieurs steht laut Watson in den Dokumenten, die nur zwei Wochen vor dem Brand für den Ausbau der Terrasse vor der Bar eingereicht worden waren. Dafür war eine Baubewilligung nötig. Allerdings wusste der Bauingenieur nichts davon, dass sein Name mutmasslich missbräuchlich in den Dokumenten auftauchte – er habe laut SRF erst im Januar von einem RTS-Journalisten davon erfahren und daraufhin einen Mitarbeiter des Bauamts kontaktiert.
Laut der Gesetzgebung im Wallis muss die Person, die Pläne für ein Baugesuch unterzeichnet, zwingend ein entsprechendes Diplom besitzen. Da der zuständige Hochbauzeichner in dem Fall kein solches hatte, habe man mit ihm vereinbart, dass man stattdessen den Namen des Bauingenieurs in die Dokumente schreibe. Der Bauingenieur hat nun wegen Urkundenfälschung Anzeige erstattet.
Die Anwält:innen der Angehörigen der Opfer sprechen von «Hinterzimmerabsprachen». Wie viel die Betreiber der Bar, das Ehepaar Moretti, wussten und ob sie bewusst Kosten gespart haben, indem sie keinen diplomierten Ingenieur engagierten, ist unklar.
International · KI
Einordnung: KI-Forscher warnt vor Bedrohung für Menschheit

Der KI-Entwickler Jacob Coxon warnt vor sich selbst verbessernde KI: Der Leiter der SRF Digital-Redaktion ordnet ein. (Screenshot: SRF / Keystone / Martial Trezzini)
Die Aussagen des KI-Entwicklers Jacob Coxon sind beunruhigend. Der Tech-Forscher hat beim KI-Unternehmen Anthropic gekündigt und wandte sich mit einer Warnung an die Öffentlichkeit. In einem Post auf der Plattform X schrieb Coxon laut FAZ über seinen ehemaligen Arbeitgeber und dessen Konkurrenten OpenAI: «Sie rasen auf eine sich selbst verbessernde Superintelligenz zu und spielen mit unserem Leben.» Und: «Die Menschen, die KI entwickeln, sind fest davon überzeugt, dass sie uns alle bis zum Ende dieses Jahrzehnts auslöschen könnte.»
Gemäss SRF-Digitalredaktor Guido Berger begründet Coxon die Aussagen damit, dass die Fähigkeiten von KI sehr schnell zunehmen. Das Ziel sei, dass KI sich selber verbessern kann.
Aber wird ein Verlust der Kontrolle über KI Tatsache? «Es gab in letzter Zeit einige Beispiele von neuen Modellen, die selbstständig Systeme gehackt haben, um Schranken einer Testumgebung zu umgehen. Wie man solche mehr oder weniger autonomen KI-Agenten sicher baut, ist noch unklar», so Berger.
Die Kombination aus Zunahme von KI-Fähigkeiten und Unwissen über KI-Kontrolle macht Leuten wie Coxon Sorgen. Berger hat Zweifel. Für ihn bleibe die «Kernfrage, ob es überhaupt möglich ist, eine sich selbst verbessernde KI zu bauen», sagt er. Auch weil dafür viel Rechenleistung und Energie benötigt werde. «Das verleitet mich dazu, trotz lautstarker Panik aus KI-Kreisen deren Prognosen etwas anzuzweifeln.»
Zahl des Tages
2’977 Lichter

Ein Licht für jedes Todesopfer von 9/11: Drohnen bildeten in New York City die Zwillingstürme des World Trade Centers ab. (Screenshot: BBC)
25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gedenkt New York City den Opfern. In einer eindrücklichen Gedenkaktion erhellten 2’977 Drohnen den Nachthimmel über der Metropole, ein Licht für jedes Opfer – und zeichneten die Umrisse der Twin Towers nach. Die Installation «2,977 Lights Over New York Harbor» entstand in Zusammenarbeit von Künstler:innen und Angehörigen der Opfer, Überlebenden und Einsatzkräften, berichtet BBC.
Auch 25 Jahre nach 9/11 sind mehr als 1’000 Menschen laut der New Yorker Gerichtsmedizin nicht identifiziert worden, wie SWI swissinfo schreibt. Erst im August konnten Ermittelnde mit Hilfe neuer Technologie sterbliche Überreste einer Frau zuordnen.
«Ein Vierteljahrhundert nach dem Tag, der unsere Welt für immer verändert hat, halten wir an unserem Versprechen fest, die Menschen zu identifizieren, die 2001 im World Trade Center ums Leben kamen, und sie ihren Angehörigen zurückzugeben», wurde der leitende Gerichtsmediziner Jason Graham in einer Mitteilung der Stadt zitiert.
Falls du mehr zum 11. September 2001 lesen willst: Der Tages-Anzeiger hat eine Übersicht zu den wichtigsten Fragen und Antworten zu 9/11.
Kurz-News
Fast 13 Jahre Haft für Hacker · Das Bezirksgericht Zürich verurteilte laut 20 Minuten einen 52-jährigen ukrainischen Hacker aus dem Kanton Baselland zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten, zum Landesverweis und einer Geldstrafe. Der Software-Entwickler hatte mit einer Hackergruppe von Firmen 4,5 Millionen Franken Lösegeld erpresst. Auftraggeber war ein Ukrainer in Moskau, der unter einer Tarnidentität des russischen Geheimdienstes FSB agierte. Auf dem Computer des Verurteilten wurde zudem kinderpornografisches Material gefunden.
Flugzeug blockiert Piste in Basel · Eine Boeing 737 sollte gestern am frühen Abend am Euro-Airport Basel-Mulhouse nach Pristina abheben. Auf dem Weg zum Start blieb das Flugzeug aufgrund eines technischen Defekts stecken und blockierte laut Blick die Piste 15. Die Passagiere konnten die Maschine verlassen und wurden zum Terminal zurückgebracht. Flüge wurden umgeleitet und Reisende müssen mit Verspätungen oder Annullierungen rechnen. Die Boeing 737 sei mittlerweile laut BaZ abgeschleppt worden.
Zivilstand «geschieden» soll abgeschafft werden · Der Zivilstand «geschieden» könnte Geschichte sein: Der Bundesrat unterstützt eine Motion aus der FDP-Fraktion, die die dafür nötigen Gesetzesanpassungen verlangt, schreibt Watson. Das Parlament entscheidet nun über den Vorstoss. Die Scheidung bleibe in den Registern eingetragen. Der Bundesrat ist laut seiner gestern veröffentlichten Stellungnahme bereit, die Motion umzusetzen.
International
Weltweit wärmster August seit Messbeginn · Der August 2026 war der weltweit wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem war er, gleichauf mit dem Juli 2023, der weltweit wärmste je gemessene Monat, wie ZDFheute berichtet. Dies gemäss EU-Klimadienst Copernicus mit einer globalen durchschnittlichen Lufttemperatur von 16,96 Grad Celsius. Auch die Weltmeere erreichten Rekordtemperaturen: Die Meeresoberflächentemperatur lag im Monatsschnitt bei 21,07 Grad. Der bisherige Höchstwert für August lag 2023 bei 20,98 Grad.
Franzose wegen Drohung gegen Lehrerin verurteilt · Im französischen Le Fauga, unweit von Toulouse, wurde ein Mann zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er der Lehrerin seines Sohnes mit dem Tod gedroht hatte, berichtet BBC. Die Drohung erfolgte, nachdem der Mann zu einem Gespräch mit der Schule vorgeladen worden war. Der Sohn hatte nicht aufgehört, den Unterricht zu stören, woraufhin die Lehrerin dem Kind sagte, es solle aufhören, sich «wie ein Mobber» zu benehmen. Der Vater wartete danach vor der Schule auf sie und drohte ihr.
🔧 Nützliches des Tages
Kürbisse, Kürbisse, Kürbisse

Zeit für Kürbisse à gogo – zumindest auf dem Bächlihof. (Foto: Juckerfarm)
Vom Brunch auf dem Bächlihof Jona träume ich noch heute. Meine beste Freundin und ich schauten uns die Hasen und Säuli auf dem Gelände an, schlugen uns die Bäuche voll und blinzelten glücklich in die Sonne. So ein friedlicher Ort – im Herbst war ich aber noch nie dort, das muss bestimmt auch schön sein.
Du könntest es herausfinden: Morgen startet die Kürbisausstellung unter dem Motto «Gute Reise» auf dem Bächlihof, eine Woche später jene auf dem Juckerhof in Seegräben. Dort kannst du dir Kunstwerke aus Kürbissen anschauen und natürlich sehr viel feine Kürbissachen kosten, zum Beispiel Kürbis-Fries oder Kürbis-Berliner.
Shoppe im Hofladen Kürbissnacks für zu Hause oder amüsiere dich an der Kürbisschnitzstation. Sehr wholesome – und vielleicht schön für einen Ausflug mit deinen Friends, Göttikindern oder deinen Eltern. Infos zu Programm und Tickets findest du hier.
🔧 Witziges zum Schluss
Witziges der Woche*
*Präsentiert von Petarde – der unabhängigen Schweizer Satiremarke

Abonniere den unsinnigsten Newsletter der Schweiz von der Petarde.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Bis bald, heb der Sorg! 💫
Vanja
|


