Guten Morgen {{vorname}}
Ich weiss nicht, wie du das siehst, aber manche Abschiede schmerzen doch einfach mehr als andere. So ist das WM-Aus der Schweiz für viele Fussballfans vor allem mit Frust und Enttäuschung verbunden. Aber auch mit einem grossen Stolz auf die Leistung der Nati. So resümiert Murat Yakin nach der verlorenen Partie gegen Argentinien: «Es braucht noch ein bisschen Zeit, um das zu verdauen.» 🥲
Heute ausserdem im News-Angebot: neue Hitzerekorde und die Frage, welche Rolle KI bei der hohen Arbeitslosenquote spielt.
Schweiz · Sport
Nati-Trainer Murat Yakin zieht nach Schweizer WM-Aus Bilanz

Frust, Stolz, Wut: All the Feelings an der Abschlussmedienkonferenz. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Peter Klaunzer / Keystone)
Wer hätte da keine Augenringe? Die kurze Nacht war Murat Yakin nach dem Ausscheiden der Schweiz im WM-Viertelfinal gegen Argentinien anzusehen. In der Abschlussmedienkonferenz trat der Nationaltrainer gemeinsam mit SFV-Präsident Peter Knäbel und Nati-Direktor Pierluigi Tami vor die Presse.
In der Konferenz zog Yakin Bilanz und sprach unter anderem über seine Stimmungslage, wie der Tages-Anzeiger berichtet: «Die Mannschaft hat es nicht verdient, auf diese Art und Weise auszuscheiden. Wir spielten gegen 70’000 Fans, gegen den Schiedsrichter und gegen den VAR (Video Assistant Referee, Anm. d. Red.). Das war zu viel, und das tut immer noch weh.» Das Aus muss man nun erst mal sacken lassen. «Es wird eine Zeit dauern, bis wir dieses Ausscheiden verdaut haben. Denn wir hätten es nach unserer Leistung verdient gehabt, weiterzukommen.»
«Wir nahmen uns vor, die beste WM in der Schweizer Geschichte zu spielen. Das ist uns gelungen.»
Seinen Spielern habe er gleich nach dem Match gesagt, dass sie «enorm stolz auf sich sein können». Und im Nachgang co-existierten gleich mehrere Emotionen: «Natürlich überwog die Enttäuschung, aber da waren auch Freude und Stolz über das, was wir geleistet haben. Wir nahmen uns vor, die beste WM in der Schweizer Geschichte zu spielen. Das ist uns gelungen.»
Ah, einen Karrierewechsel nach Hollywood schliesst Yakin übrigens aus: Nachdem der Nati-Trainer viral ging und ihn Fussballfans aus aller Welt als Crush für sich entdeckten, verglich ihn der britische Talkmaster James Corden mit einem James-Bond-Bösewicht. Yakin reagierte mit einem Video (hier bei Watson). Zukunft als Bond-Fiesling? Ausgeschlossen. «Ich strebe keine Karriere als Schauspieler an», sagte er. «Ich bin extrem stolz, Nationaltrainer zu sein.»
Schweiz · Arbeitslosigkeit
Wie viel Schuld trägt KI am schwierigen Stellenmarkt?

Ist KI schuld an der Erwerbslosenquote von über 5 Prozent?
(Screenshot: NZZ am Sonntag / Dario Veréb)
Für die hohe Arbeitslosenquote wird oft KI verantwortlich gemacht. Aber stimmt das überhaupt? Wie die NZZ am Sonntag berichtet, haben in der Schweiz derzeit 5,2 Prozent der Personen, die gerne arbeiten würden, keinen Job. Dabei dürfte KI allerdings nicht die grösste Ursache für die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt sein, wie Michael Siegenthaler, Professor für Arbeitsmarktökonomie an der ETH, sagt.
Laut dem Ökonomen gehe maximal ein Fünftel des Anstiegs bei der Arbeitslosigkeit zwischen 2023 und 2025 auf das Konto der KI. Der Rest habe «andere Gründe». So dürfte vielmehr die schleppende Konjunktur ins Gewicht fallen. Die Kriege in der Ukraine und im Iran sowie die Zollpolitik von Donald Trump schwächen die Konjunktur – und machen Unternehmen vorsichtig.
«Maximal ein Fünftel des Anstiegs bei der Arbeitslosigkeit zwischen 2023 und 2025 geht auf das Konto der KI»
Eine Erwerbslosenquote von über 5 Prozent sei für die Schweiz «recht hoch». «In gewissen KI-exponierten Berufen sehen wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit», sagt Siegenthaler. Besonders betroffen sind IT-Berufe sowie Marketing- und Kommunikationsfachleute, Journalist:innen, Übersetzer:innen oder Korrektor:innen. In diesen Bereichen lägen die Arbeitslosenzahlen deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünfzehn Jahre. Der Experte sagt: «Dass KI eine gewisse Rolle spielt, ist in diesen Bereichen sehr wahrscheinlich.»
Schweiz · 🥵
Hitzewarnung bis Donnerstag ausgeweitet

Auch die Tiere leiden: Es bleibt heiss. (Screenshot: SRF / Reuters / Javier Barbancho)
Die Hitzewelle dauert an: Der Bund weitet die Hitzewarnung bis mindestens Donnerstag aus, berichtet SRF. Sie gilt ab heute für weite Teile der nördlichen Schweiz sowie für das Tessin und das Wallis. Gestern wurden einmal mehr etliche neue Tagestemperaturrekorde gemessen: In Sitten etwa wurde es 34,5 Grad heiss, in Neuenburg stieg das Thermometer auf 33,8 Grad und in Bern/Zollikofen (BE) auf 32,1 Grad.
«Wenn der Boden die Haut verbrennt, dann verbrennt er auch die Pfotenballen der Hunde»
Tierheime ergreifen nun Massnahmen, um Tiere vor der Hitze zu schützen. Mit Wassersprühern, Schwimmbecken, Kühlmatten, Ventilatoren und angepassten Auslaufzeiten soll den Tieren geholfen werden. Ausserdem werden Spaziergänge verkürzt, ganz ausgesetzt oder auf Tageszeiten verlegt, in denen es kühler ist.
Und auch ein guter Hinweis für Hundebesitzer:innen: Vor dem Gassigehen sollte die Asphalttemperatur von Hand geprüft werden. «Wenn der Boden die Haut verbrennt, dann verbrennt er auch die Pfotenballen der Hunde», sagt Stéphane Crausaz, Sprecher der Waadtländer Tierschutzgesellschaft.
Falls du mithelfen willst (und einen Garten hast): Die Tierheime raten, flache Wasserschalen für Vögel und Wildtiere in Gärten aufzustellen. 🐦
Aufgeschnappt
Ruderwoche für Brustkrebs-Betroffene

Die Ruderwoche «ramer en rose» wird auf vielen Seen in der Schweiz ausgeführt. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Patrick Gutenberg)
Hast du schon mal von «ramer en rose» gehört? Ich kannte das Programm nicht. Die Ruderwoche ist speziell zugeschnitten auf Frauen und Personen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung in Behandlung befinden. Dies berichtet der Tages-Anzeiger. Spannend: Manche Betroffene sind nur drei Tage nach der Operation auf dem Wasser.
Das Ziel des Programms ist es, durch gemeinsames Rudern Körper und Geist zu stärken und damit die Heilung zu unterstützen. Ein aktiver Lebensstil verbessere die Prognose von Krebspatient:innen, sagt Michael Kiessling, leitender Arzt der Onkologie am See-Spital Horgen.
«Ramer en rose» hat seinen Ursprung in Kanada und ist zur weltweiten Bewegung geworden. In der Schweiz wird «ramer en rose» mittlerweile auf verschiedenen Seen durchgeführt, zum Beispiel auf dem Vierwaldstättersee oder auf dem Zürichsee.
Kurz-News
AHV-Renten ins Ausland · AHV und IV zahlten rund 40 Millionen Franken zu viel ins Ausland aus, berichtet die SonntagsZeitung. Rückforderungen sind oft schwierig, langwierig und teuer. Die Eidgenössische Finanzkontrolle kritisiert veraltete Abläufe der Zentralen Ausgleichsstelle, sieht aber erste Verbesserungen.
Studie zu AKW-Bau · Laut einer Studie im Auftrag von Economiesuisse könnte gemäss SRF ein neues Atomkraftwerk der Schweizer Wirtschaft jährlich 1,6 Milliarden Franken einbringen und 3000 Arbeitsplätze schaffen. ETH und das Paul-Scherrer-Institut betonen, dass ein Neubau ohne staatliche Unterstützung kaum wirtschaftlich wäre. Das Bündnis «Nein zu neuen AKW» kritisierte, dass in der neuesten Studie Milliardenkosten verschwiegen würden.
Bewohner:innen verdienen zu viel · In 18,4 Prozent von 7700 Zürcher Stadtwohnungen leben Mietende mit einem zu hohen Einkommen, wie der Tagi berichtet. Wegen einer Toleranzgrenze von 15 Prozent gelten aber nur rund 260 Wohnungen als reglementwidrig. Bewohner:innen von Stadtwohnungen dürfen höchstens das Sechsfache ihres Mietzinses verdienen.
International
Brand in Bangkok · Bei einem Brand in einer Bar im Bangkoker Stadtteil Chatuchak kamen mindestens 27 Menschen ums Leben, wie BBC berichtet. Über 60 wurden verletzt. Das Feuer brach kurz nach Mitternacht aus. Die Brandursache wird noch untersucht, teilte der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul mit.
Regierungsumbau in Ukraine · Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski kündigte einen Regierungsumbau an, wie die Zeit berichtet. Der Grund sei eine Neuausrichtung der ukrainischen Aussenpolitik. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko soll ihr Amt abgeben und künftig die Beziehungen zu einem «Schlüsselpartner» der Ukraine stärken.
🔧 Nützliches des Tages
Znachtpläne: Erledigt ✅

Ein Rezept für heisse Tage: Offene Lasagne.
(Screenshot: TikTok / @lili.yummy)
Das kannst du dir direkt für heute Abend screenshotten: Weil ich weiss, dass du am Montagabend nach der Arbeit sicher keine Lust hast, lange in der Küche zu stehen, kommt hier ein easy Vegi-Sommerrezept für dich. Dieses passt besonders gut, wenn es draussen heiss ist. Eine offene Lasagne mit Zucchetti, Cherrytomaten und Ricotta ist mega fein und schnell gemacht.
Ich befolge kein bestimmtes Rezept, aber an diesem TikTok oder an diesem Food-Blog-Post könnt ihr euch gut orientieren. Zucchetti und Cherrytomaten mit Zwiebeln und Knobli anbraten, würzeln, köcheln lassen. Ricotta (wahlweise Burrata verwenden; Hüttenkäse für extra Proteine geht auch) mit Zitronensaft, Basilikum und Parmesan mischen und würzen. Alles mit Lasagneblättern direkt auf dem Teller schichten. En guete, friends 💅
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Hab einen guten Wochenstart! ✨
Vanja
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