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Das kann man sich kaum vorstellen: Fabrizio Grande schaute dem Schützen in Aarau in die Augen und wurde von einer Kugel in die Hüfte getroffen. In einem TV-Interview erzählt der Aargauer davon, was er am Wochenende im Schachen erlebte.

Ausserdem beschäftigen uns heute mangelnde Grundkompetenzen bei Lernenden und ein neues Krebs-Medikament, das wegen Donald Trumps Preis-Politik nicht auf den Schweizer Markt kommt.

Schweiz · Gewalt

Opfer berichtet von Schüssen in Aarau und Begegnung mit dem Schützen

Fabrizio Grande wurde nach dem Rave in Aarau von einer Kugel getroffen.(Screenshot: Tele M1)

Der mutmassliche Schütze, den die Polizei unter dringendem Tatverdacht nach den Schüssen in Aarau festgenommen hat, soll sich selbst gestellt haben. Dies berichtet laut Watson der «Corriere della Sera». Heute um 14 Uhr informiert die Kantonspolizei in Schafisheim AG und teilt hoffentlich weitere Erkenntnisse zum Hintergrund der Tat: Bislang ist nur bekannt, dass es sich um einen 43-jährigen Mann handelt und dass man von einem Einzeltäter ausgeht.

Nach einem Techno-Rave auf der Pferderennbahn im Schachen wurde in der Nacht auf Sonntag in die Menschenmenge geschossen, eine 22-jährige Frau starb. Zwei der fünf Verletzten konnten das Spital wieder verlassen, berichtet Blick.

Der 31-jährige Aargauer Fabrizio Grande wurde durch einen Schuss an der Hüfte getroffen und schildert seine Begegnung mit dem Schützen, dem er in die Augen geschaut habe: «Ich habe immer das Gleiche im Kopf», sagt er zu Tele M1. «Wie er sich zu mir gedreht hat, weil ich ja nicht in der Menschenmenge gewesen bin. Mich hat er offensichtlich gejagt.»

Grande vermutet, dass der Schütze militärisch ausgebildet sei. «Er hat gewusst, wie man ein Gewehr hält. Er hat gewusst, wie man sich mit einem Gewehr bewegt und zielt», sagt er. «Er hat wirklich gewartet, bis die Musik aus war und die Menschenmenge aus dem Ausgang kam. Und dann hat er angefangen zu schiessen.»

Schweiz · Bildung

Wegen Defiziten in Mathe und Schreiben: Firmen wollen weniger Lehrlinge einstellen

Besonders die Schreibkompetenzen und mathematischen Fähigkeiten leiden bei Schüler:innen in der Schweiz. (Foto: Unsplash / Taylor Flowe)

Lernende haben mehr Mühe im Schreiben und Rechnen: Firmen beobachten bei Lehrlingen gemäss einer neuen Umfrage von economiesuisse, dem Gewerbeverband und dem Arbeitgeberverband mit 2900 Ausbildungsverantwortlichen Defizite bei Grundkompetenzen. Die grosse Mehrheit der Unternehmen beobachtete in den letzten fünf bis zehn Jahren eine Verschlechterung, schreibt SRF. Betroffen sind laut der nicht repräsentativen Umfrage besonders die Schreibkompetenzen und mathematischen Fähigkeiten.

Die schlechteren Grundkompetenzen wirken sich konkret auf die Unternehmen aus: Rund 20 Prozent der Firmen geben an, künftig weniger Lehrlinge rekrutieren zu wollen. Die Verbände fordern, dass die Volksschule sich wieder vermehrt auf die Vermittlung von Grundkompetenzen konzentriert.

«Die Politik muss dafür sorgen, dass die Schule sich auf den Kernauftrag beschränken kann», sagt Rudolf Minsch, Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse. «Dort dürfen sie keine Kompromisse machen.»

Sowohl Pisa-Studien als auch nationale Erhebungen weisen darauf hin, dass die Grundkompetenzen bei Schüler:innen in der Schweiz unter Druck sind und sich die Schere zwischen Kindern aus privilegierten und Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Haushalten öffnet.

Was sagst du zu der Entscheidung von Firmen, aufgrund schlechter Grundkompetenzen weniger Lehrlinge einstellen zu wollen?

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Schweiz · Pharmaindustrie

Neues Krebs-Medikament kommt wegen Trumps Preispolitik nicht auf den Schweizer Markt

Onkologin Viviane Hess behandelt Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, die sich häufig nach dem neuen US-Medikament erkundigen. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Urs Jaudas)

In den USA kommt ein neues Medikament auf den Markt, das die Überlebenszeit bei metastasierendem Bauch­speichel­drüsen­krebs verdoppelt. Doch Schweizer Patient:innen werden ausgeschlossen: Wegen der Medikamentenpreis-Politik von US-Präsident Donald Trump dürfte das Medikament mit dem Wirkstoff Daraxonrasib hierzulande in den nächsten zwei Jahren nicht auf den Markt kommen, berichtet der Tages-Anzeiger.

Trump verpflichtet immer mehr Pharmafirmen mit Einzelverträgen auf eine Bestpreisgarantie für die USA. Sie sichern zu, ihre neuen Medikamente in der Schweiz nicht billiger als in den USA anzubieten, wo die Preise wegen der mangelnden staatlichen Preisdeckelung am höchsten liegen.

Heisst: Wenn die Firmen ihre hohen Einnahmen im US-Markt beibehalten wollen, müssen sie ihre Preise in der Schweiz höher als bislang ansetzen, was wegen der staatlichen Reglementierung hier nicht möglich ist. Finanziell macht es für Firmen also am meisten Sinn, die neuen Medikamente gar nicht erst in der Schweiz zu lancieren – auch im Fall von Daraxonrasib.

Dabei ist die Nachfrage hoch, erklärt Viviane Hess, Leitende Ärztin der Onkologie am Bauchtumorzentrum des Universitätsspitals Basel. «Seit dem Bekanntwerden dieser Studienergebnisse fragen Betroffene, wieso sie diese Medikamente nicht verschrieben bekommen», sagt sie. Unter Umständen ist das Medikament wegen des Artikels 71c der Krankenversicherungsverordnung erhältlich, der den Import von in der Schweiz nicht zugelassenen Medikamenten erlaubt.

Aufgeschnappt

Hässiger Bergführer gibt nach Eklat und viralem Video Lizenz ab

Nach seinem Ausraster auf dem Grossglockner hängt der Bergführer seinen Beruf an den Nagel. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Repubblica)

Vielleicht hattest du das virale Video des Bergführers, der auf dem Grossglockner in Österreich seine Nerven verlor und auf einen Wanderer losging, auch in deinem Social-Media-Feed: Vor einer Woche kam es auf dem Berg knapp 3000 Meter über Meer zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, die richtig übel hätte enden können.

«Halt dein Maul, sonst geb ich dir eine!»

Anonymer Bergführer

Der steirische Bergführer, der im Video zu sehen ist, wollte mit seiner Gruppe die Frau überholen. Ihr Begleiter ergriff Einspruch, woraufhin der Mann drohte: «Ich bin Bergführer. Halt dein Maul, sonst komm ich rauf und geb dir eine!» Es folgte ein gestreckter Mittelfinger der Gegenseite, was den Bergführer dazu bewegte, die Fassung zu verlieren. Er wurde gegenüber dem Begleiter handgreiflich und brachte die Person damit angesichts der Höhe in Gefahr. Die Aufnahme wurde im Netz stark diskutiert.

Wie der Tages-Anzeiger berichtet, gibt der Bergführer nun seinen Beruf auf. Der steirische Bergsportführerverband bestätigte am Montag gegenüber dem ORF, dass der Mann seine Lizenz aus freien Stücken zurückgegeben hat und kein Verbandsmitglied mehr ist. Er sei tief betroffen von seinem eigenen Verhalten, teilt der Verband mit.

Bereits vor der Entscheidung, seine Lizenz abzugeben, hatten seine mangelnden Konfliktmanagement-Skills Konsequenzen: Laut ORF sei eine Anzeige gegen den Mann eingegangen und die Polizei habe Ermittlungen «wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit» aufgenommen.

Kurz-News

Novartis stoppt mehrere Studien nach Todesfällen · Drei Studienteilnehmer:innen sind in der Schweiz bei einer experimentellen Zelltherapie gestorben, offenbar an einer bekannten, seltenen Komplikation. Wie der Spiegel berichtet, hat der Pharmakonzern Novartis nun mehrere klinische Studien ausgesetzt. Bei diesen handelte es sich um experimentelle Behandlungen von neurologischen und Autoimmunerkrankungen.

13 Verletzte bei Unfall mit zwei Reisebussen im Wallis · Gestern Morgen kam es auf der Kantonsstrasse von Stalden VS zu einer Streifkollision von zwei Reisebussen. 13 Personen wurden beim Unfall verletzt. Ein Bus geriet laut Blick auf die Gegenfahrbahn, woraufhin ein entgegenkommender Bus ausweichen musste. Im zweiten Bus gab es keine Verletzten. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Zoo Zürich plant Parkhaus und neue Lebensräume · Der Zoo Zürich hat seine Pläne bis ins Jahr 2050 präsentiert: Vorgesehen sind laut SRF ein neues Parkhaus und neue Tieranlagen für die Pinguine und die Orang-Utans. Rund 1200 Parkplätze im Quartier rund um den Zoo sollen verschwinden und in ein eigenes Parkhaus verlegt werden. Der geplante Ndoki-Wald soll bedrohten afrikanischen Arten wie den westlichen Flachlandgorillas einen naturnahen Lebensraum mit echten Bäumen zum Klettern bieten.

International

Deutschland macht Russland für Drohne verantwortlich · Die deutsche Bundesregierung macht Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag mit einer Drohne auf den Flughafen Leipzig vor einem Monat verantwortlich. Gemäss Innenminister Alexander Dobrindt weisen nachrichtendienstliche Erkenntnisse klar auf eine «russische Involvierung» hin, schreibt die NZZ. Als Konsequenz wurde ein Massnahmenpaket gegen Russland verhängt: Unter anderem wird das russische Generalkonsulat geschlossen. Wladimir Putin bezeichnete dies laut Spiegel als «schweren Fehler».

König Haakon VIII. hat Eid abgelegt · Der neue König Norwegens Haakon VIII. hat den Eid auf die Verfassung im Parlament in Oslo abgelegt. Seine Ehefrau Mette-Marit blieb der Vereidigung fern, da sie nach einer Lungentransplantation an Komplikationen leidet, schreibt Watson. Nach dem Tod seines Vaters König Harald V. am Freitag war Haakon VIII. sofort König geworden, der Eid auf die Verfassung gehört zum Thronwechsel.

🔧 Nützliches des Tages

Ein Traum aus Tomaten

Ein schöner Znacht und die Reste kann man gut zum Zmittag mitnehmen: Mathildes Tomaten Tarte. (Foto: Smitten Kitchen)

Für das letzte Aufbäumen des Sommers gilt wieder die Frage: Was soll ich essen, wenns draussen heiss ist? Sehnsüchtig denke ich an Tomaten, die stehen nämlich hier, wo ich gerade bin, traditionell nicht wirklich auf dem Speiseplan.

Darum lege ich dir heute sanft dieses Rezept für Mathildes Tomato Tart auf Smitten Kitchen ans Herz, die wirklich köstlich aussieht. (Notiz am Rande, falls du Tomaten hasst: Auf der Seite findest du richtig viele tolle Rezepte.)

Wer will, macht den Teig selbst, ich würde ihn ehrlicherweise kaufen. Die Tomatentarte mit einem Salat servieren, fertig. En guete 💅

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bis morgen 🌞

Vanja

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