Guten Morgen {{vorname}}
Aus rein anekdotischer Evidenz heraus kann ich bestätigen, dass die Meldung stimmt (denn warum sonst sind in meinem Gym alle Geräte IMMER besetzt, help): Die Schweizer:innen sind laut einer neuen Studie im Fitness-Fieber. Jede sechste Person ist in einem Fitnesscenter angemeldet. 💪

Ausserdem: Ich hab mich sehr über eure Teilnahme an der gestrigen Umfrage zur WM gefreut: 823 Leute haben abgestimmt. 333 davon schauen sich den Viertelfinal an, 278 stimmten für Nein. Die Rückmeldungen sind gemischt: Viele von euch boykottieren die WM bewusst, finden Männerfussball langweilig oder würden den Match gerne schauen, verzichten aber wegen der ungünstigen Uhrzeit (drei Uhr morgens) darauf.

Schweiz · Politik

Pflegeinitiative: Berufsverband kämpft mit Problemen

Der Verband der Pflegenden kämpft mit finanziellen Problemen. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Dres Hubacher)

Fast fünf Jahre, nachdem das Volk im November 2021 der Pflegeinitiative mit über 60 Prozent zustimmte, warten Pflegende immer noch auf bessere Arbeitsbedingungen. Doch wie der Tages-Anzeiger berichtet, kämpft der Berufsverband der Pflegefachleute SBK mit finanziellen Problemen. An einer kürzlichen Versammlung der SBK-Sektion Bern sei sogar die Rede von «Inkompetenz und Intransparenz» gewesen, von einem «Scherbenhaufen» und einer «Riesentragödie».

Tatsächlich muss der auf Anfang Jahr gegründete Dachverband der Pflegeberufe Alliance Care ein Fünftel des Personals entlassen. Ende Juni 2026 erhielten 17 von 91 Angestellten die Kündigung, wie Direktorin Yvonne Ribi bestätigt.

Grund für die finanzielle Krise: Die Mitgliederzahl wurde zunächst zu hoch eingeschätzt. Dadurch waren die Personalkosten im Verhältnis zu den Einnahmen deutlich zu hoch. Innerhalb eines halben Jahres sei so ein strukturelles Defizit entstanden – und seit die Situation Anfang Juni bekannt wurde, sei die Unruhe in Pflegekreisen gross.

Dies zeigte sich laut Tagi besonders bei der SBK-Sektion Bern: Ende Juni sollten die Mitglieder über die Fusion mit dem SBK Schweiz befinden. Die Berner Sektion lehnte die Fusion vorerst ab. Zunächst sollen offene Fragen zur finanziellen Situation und den künftigen Leistungen des Dachverbands geklärt werden. Einige Mitglieder hoffen nun, dass diese internen Probleme beim Verband die Arbeit für die Umsetzung der Pflegeinitiative nicht erschweren.

Schweiz · Klima

Bei Solaranlagen kann es wegen Hitze zum Brand kommen

Bei Solaranlagen kann es wegen Hitze zum Brand kommen.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Kantonspolizei Graubünden)

Von Graubünden bis in den Kanton Zürich: In der Schweiz brannten Ende Juni mehrere Dächer von Häusern, auf denen Solaranlagen installiert waren. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, können diese bei grosser Hitze Feuer fangen. Die Zunahme von Bränden, bei denen Solaranlagen eine Rolle spielten, lasse sich mit der stark gestiegenen Zahl installierter Anlagen erklären: Zwischen 2017 und 2025 verfünffachte sich die Zahl der Anlagen laut dem Dachverband Swissolar auf über 350’000.

Der Anstieg sei kein Hinweis darauf, dass die Anlagen unsicher seien, sagt Rolf Meier, Sprecher der Vereinigung der 19 Kantonalen Gebäudeversicherungen (VKG). Brände, die durch Solaranlagen verursacht würden, werden nicht separat erfasst und laufen unter der Ursache «Elektrizität», wo sowohl die Zahl der Brandfälle als auch die Schadenkosten rückläufig seien. Gemäss einer Studie des deutschen Fraunhofer-Instituts verursachen 0,006 Prozent der Solaranlagen einen Brand mit grösserem Schaden.

So gehen Brände nur selten von den Solarmodulen selbst aus, sondern entstehen an den Gebäuden, auf denen die Anlagen installiert sind. Die Ursachen liegen dabei oft bei fehlerhaften Kabelverbindungen oder «Defekten an Komponenten, die aufgrund der ständig wechselnden Belastung versagen».

Wichtig ist darum, um das Brandrisiko massgeblich zu minimieren: eine fachgerechte Installation und ein regelmässiger Unterhalt.

Schweiz · Sport

Schweizer:innen trainieren viel

Schweiz als Sport-Vorbild: Jede sechste Person geht ins Gym. (Foto: Unsplash / Victor Freitas)

Da darf sich die Schweizer Bevölkerung auf die trainierte Schulter klopfen: Wir trainieren überdurchschnittlich viel, berichtet die Tagesschau. 16 Prozent der Schweizer:innen, also jede sechste Person, sind laut der jährlich erscheinenden Studie «Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026» in Fitness- oder Gesundheitscentern angemeldet (wobei: ein Gym-Abo zu besitzen, heisst nicht immer, dass man auch wirklich hingeht 😬😬😬).

Das ist mehr als in Deutschland (14,8 Prozent) und Österreich (14,6 Prozent). «Die Schweiz nimmt eine Vorbildrolle für die Region ein», heisst es in der Studie.

«Die Schweiz nimmt eine Vorbildrolle für die Region ein»

Studie «Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026»

Dass viele Krankenkassen eine Mitgliedschaft mit Bonusprogrammen unterstützen, trage zur Schweizer Spitzenposition bei. In Deutschland oder Österreich gibt es so ein Modell nicht flächendeckend.

Weitere spannende Punkte aus der Studie:

  • Besonders junge Personen gehen gerne ins Gym: Von den unter 30-Jährigen trainieren fast 19 Prozent. Hingegen bei Personen über 50 Jahre nur 9,4 Prozent.

  • Es eröffnen immer neue Fitnesscenter. Ende 2025 gab es in der Schweiz 1441 Anlagen – 46 mehr als noch im Jahr zuvor.

  • Besonders beliebt sind sogenannte «Special Interest Center»: Diese konzentrieren sich auf eine bestimmte Kund:innengruppe oder auf ein spezifisches Angebot, setzen oft auf Luxus und haben etwa exklusive Wellnessanlagen.

Aufgeschnappt

Fussballfans schwärmen für Murat Yakin

User:innen aus aller Welt feiern Nati-Coach Murat Yakin im Netz.
(Screenshot: TikTok / @jakeera27)

«Ich kann nicht anders, als ihn anzuschauen: Der Dude hat einfach Aura», sagt ein User in seinem TikTok-Video. Es geht um Nati-Coach Murat Yakin. Der wird auf Social Media gerade von WM-Fans aus aller Welt als hot gefeiert.

«Er sieht verdammt gut aus», kommentiert ihn zum Beispiel eine andere Userin in ihrem TikTok. «Nimm mich mit dir in die Schweiz.» Andere vergleichen Yakin mit dem dänischen Schauspieler – und Schwarm sehr vieler Menschen – Mads Mikkelsen. Manche Fans steigen gar direkt ins digitale Archiv und bejubeln alte Fotos von Yakin, wie SRF schreibt.

Laut Blick schwärmten bereits an der Europameisterschaft 2024 Fans für Yakin. Allerdings mehr wegen seines Stils: Besonders seine Brille wurde damals zum Kultobjekt.

Kurz-News

Armeeaufrüstung · Eine neue Umfrage von GFS Bern im Auftrag des Industrieverbandes Swissmem zeigt gemäss SRF: Eine Mehrheit lehnt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Armeeaufrüstung ab. Stattdessen bevorzugen die Befragten massive Einsparungen beim Bund. Ob dies ausreicht, ist politisch umstritten.

Feuerwerk unwahrscheinlich · Die Chancen auf ein 1.-August-Feuerwerk stehen schlecht: Zahlreiche Kantone haben Feuer- und Feuerwerksverbote wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit erlassen, schreibt Watson. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Erst ab Mitte nächster Woche könnte sich die Lage aufgrund lokaler Schauer und Gewitter etwas entspannen.

Raser im Gotthardtunnel · Ein 22-jähriger Autofahrer raste laut SRF mit durchschnittlich 172 statt erlaubten 80 km/h durch den Gotthard-Strassentunnel und überholte trotz Sicherheitslinie 21 Fahrzeuge. Die Polizei stoppte den Mann, verhängte ein Fahrverbot und stellte einen positiven Drogentest fest.

International

Weitere Angriffe auf Iran · Die USA führten neue Luftangriffe auf den Iran durch, nachdem Donald Trump mit einer Eskalation gedroht hatte. Dies berichtet The Guardian. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Ziele in den US-verbündeten Staaten Kuwait und Katar. Im Iran wurde gestern zudem der frühere Oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, bestattet.

Bonnie Tyler ist tot · Die walisische Pop- und Rocksängerin Bonnie Tyler ist mit 75 Jahren gestorben, wie SRF berichtet. Dies, nachdem sie wegen einer Notoperation wochenlang ins künstliche Koma versetzt wurde. Tyler war für ihre raue Stimme und Hits wie «It's a Heartache» und «Total Eclipse of the Heart» bekannt.

🔧 Nützliches des Tages

Den Blick öffnen

Shirana Shahbazis Werke sind bis Oktober im Kunstmuseum Luzern zu sehen. (Foto: Anne Morgenstern)

Ich habe gestern einen analogen Fotokurs gemacht. Das war richtig inspirierend (falls ihr mal hier seid: das tolle Patani Studio ist einen Besuch wert). Solche Erfahrungen öffnen den Blick immer so schön, und ich kriege jedes Mal Lust, nicht nur selbst wieder mehr zu fotografieren, sondern mir neue Fotokunst anzuschauen.

Wäre ich in der Schweiz, wäre das gerade die neue Ausstellung der Schweizer Fotografin Shirana Shahbazi im Kunstmuseum Luzern. Shahbazi behandelt oft politische Themen und hat ihre Arbeiten bereits im MoMA oder der Tate Modern ausgestellt.

In ihrer Kunst experimentiert sie gerne mit Formaten, Farbe, Raum und Licht und für ihre aktuelle Ausstellung «All at Once» schuf sie raumgreifende Installationen. Ihre Werke kannst du dir bis Oktober in Luzern anschauen.

🔧 Witziges zum Schluss

Witziges der Woche*

*Präsentiert von Petarde – der unabhängigen Schweizer Satiremarke

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🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Happy Weekend! Und bis Montag.

Vanja

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