Guten Morgen {{vorname}}
Ich hoffe, dein Tag hat besser angefangen als meiner: Ich bin mit Migräne und der Nachricht aufgewacht, dass Dolly Parton gestorben ist.
Oh wie ich diese Frau bewundere. «Dream more, learn more, care more, and be more», war ihr Lebensmotto. Sie war ein Regenbogen auf zwei Beinen, Sonnenschein in Menschenform. Eine Welt ohne sie scheint einfach nur falsch. Rest easy, Dolly 🤍
Schweiz · Sexismus
Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen SRF-Übersetzer

Die Philosophin Kate Manne schreibt über die Erfahrung, die sie beim Dreh von «Sternstunde Philosophie» machte. (Foto: SRG SSR)
Pardon, aber WTF: Die australische Philosophin Kate Manne war im Juli in der SRF-Sendung «Sternstunde Philosophie» zu Gast, um zum Thema Fettfeindlichkeit zu sprechen. Wie die Professorin für Philosophie an der Sage School der renommierten Cornell University nun in einem Essay schreibt, fühlte sie sich von einem Dolmetscher vor Ort bedrängt. Mit dem Essay wolle sie «eine Grundlage für Solidarität mit all den anderen Frauen» finden, «die etwas Ähnliches erlebt haben».
Der Mann soll der feministischen Autorin und Akademikerin während des Soundchecks sexuell explizite Obszönitäten ins Ohr gesprochen haben, wie Nau berichtet. Vor Beginn der Sendung traf sie Moderatorin Barbara Bleisch und den Simultanübersetzer. Dieser sollte Bleischs Fragen über einen Knopf in Mannes Ohr übersetzen.
Während des Soundchecks begann der Mann, sexualisierte Sätze wie «Deine Hüften, deine grenzenlosen Brüste …» zu sagen, beschreibt sie. «Der Inhalt war schockierend explizit, sodass ich total aus der Bahn geworfen wurde.»
Als sie den Übersetzer fragte, was er ihr ins Ohr spreche, erklärte dieser, dass es sich um das Gedicht «Ode to Fat» der US-Poetin Ellen Bass handle. «Vielleicht war es sein plumper Versuch, seine Unterstützung zu zeigen», so Manne. SRF untersucht den Vorfall. Gegenüber Watson heisst es: «Bei sexueller Belästigung und sexistischem Verhalten gilt bei SRF Nulltoleranz.»
Schweiz · Asylstrategie
Massnahmen gegen kriminelle Asylsuchende vom Bund geplant

Laut Staatssekretär Vincenzo Mascioli wolle man dem Bundesrat noch dieses Jahr ein Gesetzespaket im Sicherheitsbereich vorlegen.
(Screenshot: SRF / Keystone / Christian Beutler)
Der Bund will ein neues Gesetzespaket zu Delikten von Asylsuchenden ausarbeiten, wie das Echo der Zeit berichtet. Staatssekretär Vincenzo Mascioli vom Staatssekretariat für Migration (SEM) bestätigt einen vor kurzem erschienenen Bericht des Blicks. Gemäss dem Artikel, der sich auf unveröffentlichten Zahlen stützt, werden über 80 Prozent der nordafrikanischen Asylsuchenden in der Schweiz während ihres Verfahrens oder nach dem negativen Entscheid einer Straftat beschuldigt.
Mascioli erklärte gegenüber SRF, dass diese Personen einen doppelten Schaden anrichten würden: «Einerseits durch ihr Verhalten, durch ihre Straffälligkeit. Und zweitens schaden sie auch allen Personen im Asylbereich, die sich korrekt verhalten. Und das sind 96 Prozent der Schweizer Asylbevölkerung.»
Der Bund und die Kantone suchen nun im Rahmen der Asylstrategie 2027 in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe nach Lösungen. Die zuständigen Behörden müssten sich besser gegenseitig informieren und koordinieren. «Wir arbeiten an ganz gezielten Massnahmen, weil es eben auch ein sehr spezifisches Problem ist. Wir wollen dem Bundesrat noch in diesem Jahr ein Gesetzespaket im Sicherheitsbereich vorlegen», sagt Mascioli.
Das SEM plant neben dem Sicherheitspaket ein zweites Massnahmenpaket mit vorgelagerten Verfahren, die das sogenannte 24-Stunden-Verfahren ablösen könnten. So sollen Menschen ohne realistische Aussicht auf Asyl gar nicht erst in ein reguläres Asylverfahren eintreten.
Schweiz · Digitalisierung
Social-Media-Konsum bei Primarschulkindern hat sich halbiert

Primarschulkinder konsumieren nur noch halb so oft Social Media wie noch 2022. (Foto: Unsplash / Audrey K)
Eine neue Studie bringt Überraschendes zutage: Primarschulkinder wenden sich von Instagram und TikTok ab und die Digitalisierung an Schweizer Schulen ist seit 2022 leicht rückläufig (Abnahme von 90 auf 88 Prozent), wie der Tages-Anzeiger berichtet. In einigen Bereichen geht die Nutzung des Internets und digitaler Geräte deutlich zurück.
Dies zeigt das «Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler», durchgeführt von der schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung. Daran beteiligten sich fast 6000 Personen zwischen 8 und 18 Jahren.
Eine besonders spannende Erkenntnis: Bei den 8- bis 12-Jährigen hat sich der Social-Media-Konsum seit 2020 halbiert. 2020 und 2022 nutzten jeweils 40 Prozent der Schüler:innen zwischen acht und 12 Jahren privat regelmässig Social-Media-Kanäle. 2024 waren es nur noch 30 Prozent und in diesem Frühling gaben noch 20 Prozent der Eltern von Primarschulkindern an, dass ihre Sprösslinge häufig auf Kanälen wie TikTok oder Instagram seien.
Die Gründe bleiben offen. Laut Studienautor Stefan Wolter liegt es nahe, dass Eltern mittlerweile sensibilisiert sind und den Social-Media-Zugang ihrer Kinder zunehmend einzuschränken: «Eigentlich wäre das der Idealfall. Denn gesetzliche Schranken können umgangen werden, diese Erfahrung macht Australien derzeit. Jugendliche verschaffen sich trotz Verbot Zugang zu den Kanälen.»
Zitat des Tages
«The way I see it, if you want the rainbow, you gotta put up with the rain.»

Country-Legende Dolly Parton ist mit 80 Jahren gestorben.
(Screenshot: Page Six / AP Photo / Andres Kudacki)
Sie war für ihr Talent bekannt, für ihre Schlagfertigkeit, ihr Charisma und ihr grosses Herz: Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren an Krebs gestorben, wie TMZ berichtet. Die amerikanische Country-Sängerin und popkulturelle Ikone wurde fünf Tage vor ihrem Tod wegen Nieren- und Autoimmun-Beschwerden in ein Spital in Nashville gebracht und verstarb dort im Kreise ihrer Familie am Dienstagmorgen, berichtet Page Six.
In ihrem letzten Interview, das am Freitag in «People» erschien, sprach die «Jolene»-Sängerin über ihre gesundheitlichen Probleme. Um diese hatte sie sich nicht gekümmert, als sie ihren Ehemann Carl pflegte, der im vergangenen Jahr mit 82 Jahren starb. Anfang des Monats musste Parton einen Auftritt in ihrem Freizeitpark «Dollywood» aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Zuletzt zeigte sich Dolly Parton am 19. August bei den «Academy of Country Music Honors» öffentlich, zumindest virtuell. Sie sagte: «Ich hatte in meinem Leben die Möglichkeit, viele Dinge zu tun, aber Songwriting war schon immer der wichtigste Teil meiner kreativen Identität.»
Fans weltweit trauern um den Country-Star. Das Empire State Building leuchtete zu ihren Ehren in Pink, in den USA wehen die Fahnen eine Woche lang auf halbmast. Partons Neffe Bryan Seaver verkündete ihren Tod im Namen ihrer Familie bei Instagram in einem Video. Die Sängerin hätte ihn bereits vor Jahren darum gebeten. Und ihm gesagt, dass sie, wenn es denn soweit sei, «in einem wunderschönen Bett aus weicher Baumwolle ruhen möchte». Seaver: «Denn nach einem Leben in schweren Strasskostümen hat sie es endlich verdient, es bequem zu haben und sich etwas auszuruhen.» 💔
Kurz-News
72-Jähriger nach Überfall gestorben · Drei Wochen nach einer Auseinandersetzung mit mehreren Jugendlichen in Sainte-Croix VD ist ein 72-jähriger Mann am Sonntag im Lausanner Universitätsspital CHUV gestorben. Wie die Kantonspolizei Waadt am Dienstag mitteilte, werde nun wegen Mordes ermittelt, berichtet Watson. Ein 14-jähriger Franzose befindet sich in Untersuchungshaft.
Swiss-Flug macht Ausweichlandung auf den Azoren · Wegen eines stechenden chemischen Geruchs setzte der Swiss-Flug LX9 von Chicago nach Zürich am Dienstagmorgen einen Notruf ab. Die Maschine musste auf der Azoreninsel Terceira landen, wie Blick berichtet. Fünf Passagiere und ein Crewmitglied mit Symptomen wie gereizten Augen und Übelkeit wurden medizinisch untersucht. Ein Ersatzflug brachte Passagiere und Crew nach Zürich.
Feuerverbote teilweise gelockert · Nach strengen Feuerverboten, die wochenlang in weiten Teilen der Schweiz galten, kommt es nun durch die Niederschläge der vergangenen Tage in einzelnen Regionen zu ersten Lockerungen. Eine Übersicht bietet die Karte von SRF. Die Waldbrandgefahr bleibt vielerorts hoch. Ab Donnerstag zieht zudem Saharastaub auf und kann laut Watson bis Freitag die Sicht in der ganzen Schweiz trüben.
International
Kanada kündigt Vergeltungszölle gegen USA an · Im Zollstreit mit den USA reagiert Kanada mit Aufschlägen auf bestimmte Importe aus den Vereinigten Staaten wie Stahl und Milchprodukte. Die Regierung in Ottawa verhängt mit Wirkung vom 8. September Zölle von bis zu 50 Prozent, schreibt der Spiegel. Vergangene Woche scheiterten die Verhandlungen zwischen den beiden Staaten und die USA verhängten Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren.
Weltmeere so warm wie noch nie · Mit einer Temperatur von 21,1 Grad sind die Weltmeere so warm wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1979. Dies teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus mit, schreibt ZDFheute. Die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur habe am 22. August ihren bisher höchsten Wert erreicht, womit der bisherige Rekord von 21,09 Grad vom März 2024 übertroffen wurde. Neben dem Klimawandel verstärke auch das Wetterphänomen El Niño die Erwärmung.
🔧 Nützliches des Tages
Hoppla Schorsch! Diese App warnt vor Gefahren für deinen Hund

Mega gäbig für Hündeler: Die Schorsch App. (Foto: Schorsch App)
Falls du einen Hund hast oder ab und zu auf den Vierbeiner deiner Nachbar:in aufpasst, könnte diese App interessant für dich sein. Ansonsten könntest du sie den Hundebesitzer:innen in deinem Umfeld empfehlen: Die App «Schorsch: Gefahrenradar Hund» – benannt nach Schorsch, dem Border Collie des App-Entwicklers – weist auf Hindernisse in der ganzen Schweiz hin.
Von Schiesslärm über Giftköder zu Blaualgen oder Herdenschutzhunden weist dich die App in Echtzeit auf Gefahren hin, die sich auf deiner Gassi-Runde befinden. Etwa bei Schiesslärm, so erklärt mir die Beschreibung der App, sei «Schorsch» praktisch: Der Dienst zeigt dir auf der Karte die offiziellen Schiesszeiten, bevor der Lärm losgeht und dein Hund in Panik gerät. Auch für weitere Gefahren wie Glasscherben, Gewitter, Fallen, Wespennester oder gesperrte Wege bist du damit gewappnet. Sogar vermisste Hunde werden gemeldet. Sehr praktisch!
SRF hat mit Sebastian Waldburger, dem Entwickler der App, gesprochen, falls du mehr darüber erfahren willst.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Hab einen schönen Tag (und hör bizli Dolly). ✨
Vanja
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