Guten Morgen {{vorname}}
Okay, sorry. Keine Chance, das jetzt schön zu verpacken: Heute wirds wirklich arschheiss. Mit bis zu 37 Grad erreicht die Hitzewelle vorerst ihren Höhepunkt. 🫠

Pass auf dich auf und trink viel Wasser.

Ausserdem im heutigen News-Angebot: In der Schweiz entsteht wieder mehr zusätzlicher Wohnraum (aber nicht zu früh freuen, ein Ende der Wohnungsnot ist aktuell nicht in Sicht). Und im Fall von Iwona und Paula L. reagiert der Kanton Aargau mit einer Kehrtwende.

Schweiz · Wohnungsnot

In der Schweiz entsteht wieder mehr zusätzlicher Wohnraum

Besonders in Bern und in der Innerschweiz stiegen die Baugesuche stark an. (Screenshot: Blick / Gaetan Bally)

Gibt es einen Hoffnungsschimmer am bewölkten Horizont der Wohnungsnot in der Schweiz? Wie Blick berichtet, entsteht wieder mehr zusätzlicher Wohnraum. Die Schweiz bewilligte 32’900 neue Mietwohnungen in den letzten zwölf Monaten, wie ein Bericht der Immobilien-Beratungsfirma Wüest Partner zeigt. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr und 50 Prozent mehr als am Tiefpunkt der Bautätigkeit vor zweieinhalb Jahren. Aber: Mitgezählt werden dabei auch Ersatzneubauten.

«Etwa 15 Prozent der Wohnungen werden also bestehende ersetzen», sagt der Studienautor Robert Weinert. Von einer Entspannung auf dem Markt könne aktuell noch keine Rede sein, sagt er. «Wir gehen aber davon aus, dass bei der Zahl der Leerwohnungen im Sommer der Tiefstand erreicht wird», so Weinert.

Die Bewilligungen neuer Mietliegenschaften steigen zwar stark an, allerdings nicht in allen Kantonen gleichermassen. So stiegen die Baugesuche in Bern um 44,2 Prozent, in der Innerschweiz um 25,8 Prozent. In den Regionen Zürich, Genfersee und Nordwestschweiz liegt die Zahl der Gesuche nach wie vor auf einem tiefen Niveau.

Schweiz · Waldbrandgefahr

Ausnahmen von Feuerwerksverboten sorgen für Unmut

Private Feuerwerke sind verboten, einige Kantone erlauben aber Ausnahmen für offizielle Feuerwerke. Das sorgt für Ärger.
(Screenshot: SRF / Keystone / Peter Klaunzer)

Du dürftest es mitbekommen haben: Die Trockenheit hat die Schweiz seit Wochen fest im Griff und die Waldbrandgefahr ist gross. Wegen der zunehmenden Gefahr bauen derzeit laut Nau gar mehrere Westschweizer Kantone eine gemeinsame Spezialtruppe für Vegetations- und Waldbrände auf. In fast allen Kantonen gilt ein Feuerverbot – dazu gehört auch das Abbrennen von Feuerwerk.

Am 1. August ist das private Zünden von Feuerwerk also fast überall verboten. Wie SRF berichtet, erlauben einige Kantone aber Ausnahmen für offizielle 1.-August-Feuerwerke. Im Kanton Bern etwa auf dem Thunersee und in Basel-Stadt für die Feuerwerke auf dem Rhein und dem Bruderholz. Auch einige Gemeinden am Zürichsee dürfen Feuerwerke durchführen.

Fragt sich: Muss das angesichts der angespannten Lage wirklich sein?

«Die Vegetation ist derart ausgetrocknet, dass ein kleiner Funke genügt, um ein Feuer zu entfachen», sagt Bruno Röösli, Präsident der Konferenz der Kantonsförster. Die Feuerwerksausnahmen sorgen für Diskussionen. Thomas Widmer, Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbands, vertraut derweil auf die Kantone: «Da arbeiten Feuerwehrspezialisten, und die wissen, was sie tun.»

Hingegen «unverständlich» findet diese Ausnahmen die GLP Basel-Stadt und fordert die Kantonsregierung auf, die Bewilligungen zu widerrufen. Eine LDP-Grossrätin bezeichnet die Ungleichbehandlung von Privaten und öffentlicher Hand als «arrogant». Und eine SP-Grossrätin schreibt, der Kanton müsse mit gutem Beispiel vorangehen.

Schweiz · Gewalt

Iwona und Paula L. sollen Unterstützung erhalten und in der Schweiz bleiben dürfen

Iwona und Paula L. drohte die Wegweisung aus der Schweiz.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Sabina Bobst)

Im Fall von Iwona und Paula L. reagiert der Kanton Aargau mit einer Kehrtwende, wie der Tages-Anzeiger berichtet (noch nicht online): Die beiden Frauen, die mutmasslich von Ex-SVP-Grossrat Patrick Frei missbraucht wurden, hätten mit ihrer gültigen B-Bewilligung Anspruch auf ordentliche Sozialhilfe gehabt. Dies entschied nun das kantonale Departement Gesundheit und Soziales.

Ihre Wohngemeinde Untersiggenthal AG muss die Leistungen nun rückwirkend berechnen, da der Entscheid des Gemeinderats, ihnen nur eine geringe Nothilfe auszuzahlen, rechtswidrig war. Das Argument der Gemeinde, es drohe den Betroffenen ohnehin eine Wegweisung, liess der Kanton nicht gelten. Schliesslich wurde ihnen ihr Aufenthaltstitel nie rechtskräftig entzogen.

Auch das kantonale Migrationsamt reagiert: Die geplante Wegweisung von Iwona und Paula L. soll zurückgenommen werden. Das Amt sei nun bereit, ihnen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, «infolge eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles». Die Abklärungen seien angeblich bereits vor den Medienberichten zu einer Neubeurteilung geführt worden.

Noch können die Frauen nicht final aufatmen: Jetzt müssen noch das Aargauer Verwaltungsgericht und das Staatssekretariat für Migration zustimmen. Neben dem Entsetzen über die mutmassliche Tat des Ex-Politikers Patrick Frei hatten die Vorwürfe der Betroffenen gegen die Behörden für breite Empörung gesorgt. Diese hatten die Polinnen strafrechtlich verfolgt und ihnen mit der Wegweisung aus der Schweiz gedroht.

Meinung der Community

Gestern wollte ich von dir wissen, wie du das Voting zum Jugendwort des Jahres findest – reiner Quatsch oder gute Sache? Das Resultat der Abstimmung: Ihr seid eine funny Leserschaft 🌝

Die Mehrheit der 692 Personen, die mitmachten, stimmte mit 322 Votes für die Antwort «67», lol. 141 von euch finden es eine «Tolle Sache» und 105 finden die Wahl des Jugendworts «Total unnötig».

«Die Anwärter auf das diesjährige Jugendwort sind nicht besonders einfallsreich. Was ist denn los mit euch Kinners?»

Ingo

«Bin Lehrerin an einer Sekundarstufe 1 und höre die meisten dieser Begriffe regelmässig. Bin aber froh, dass 67 langsam schon wieder verschwindet. Ich musste beim Unterrichten wirklich darauf achten, dass ich nicht aus Versehen die Handbewegung mache und die Klasse dann für 5 Minuten nicht mehr zu gebrauchen war.»

Alexandra

«67.»

Milo

Good News

Freude über Gorillababy im Zoo Zürich

Die Freude ist da, aber noch vorsichtig: Im Zoo Zürich ist ein Gorillababy zur Welt gekommen.
(Screenshot: NZZ / Tim Benz / Zoo Zürich)

Grund zur Freude im Zoo Zürich, denn ein Gorillababy ist am Montag ohne Komplikationen zur Welt gekommen. Das Gorillaweibchen Mayumi hat ihr erstes Jungtier geboren, wie die NZZ berichtet. Vater des Gorillamädchens ist der neue Silberrücken der Gruppe, Bwana. Es ist der erste Zuwachs seit der Neuformierung der Gorillagruppe im vergangenen Jahr,

«Natürlich freuen wir uns über die erfolgreiche Geburt. Gleichzeitig bleiben wir vorsichtig optimistisch», sagt der Zoodirektor Severin Dressen. Die ersten Lebenswochen seien immer die heikelsten. Das Jungtier mache einen gesunden Eindruck und die Mutter kümmere sich vorbildlich. Zudem hätten die übrigen Gorillas den Neuzugang akzeptiert. «Wir werden die Situation in den nächsten Tagen weiterhin genau beobachten.»

Der vorsichtige Optimismus hat einen Grund: Zwei Todesfälle unter den Gorillas im Zoo Basel sorgten vergangene Woche für Schlagzeilen. Darunter war auch ein vier Tage altes Jungtier, das von seinem Vater tödlich verletzt wurde.

Kurz-News

Rücktritt von Regierungspräsident · Der Tessiner Regierungspräsident Claudio Zali von der Lega dei Ticinesi tritt per Ende September auf Druck sämtlicher politischer Parteien zurück. Zali wurde laut SRF in drei verschiedenen Fällen Fehlverhalten vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Amtsmissbrauchs und Nötigung gegen ihn.

Entschädigung nach Mord an Prostituierter · Der Kanton Aargau zahlt dem Mann, der als 17-Jähriger in einem Aarauer Erotiksalon eine Prostituierte vergewaltigte und tötete, eine Entschädigungs- und Genugtuungszahlung in Höhe von 175’000 Franken. Dies, weil er laut NZZ nach seiner vierjährigen Freiheitsstrafe sieben Jahre unrechtmässig festgehalten wurde.

Handyverbot in Basel-Stadt · Basel-Stadt führt laut Telebasel einheitliche Regeln für den Gebrauch von Handys, Smartwatches und Tablets an allen Volksschulen ein: Das Erziehungsdepartement hat laut SRF eine Weisung erlassen, wonach auf dem Schulareal alle Geräte weder sicht- noch hörbar sein dürfen. Schulen haben bis zu den Herbstferien Zeit für die Umsetzung.

International

Glen Hansard ist tot · Der irische Musiker Glen Hansard ist im Alter von 56 bei einem Motorradunfall in der Nähe von Dublin gestorben, berichtet The Guardian. Der Singer-Songwriter war Frontmann der Band Frames und wurde für seinen musikalischen Beitrag im Film «Once» (2007) mit einem Oscar ausgezeichnet.

Helikopterabsturz in Argentinien · Beim Absturz eines Helikopters in der westargentinischen Provinz San Juan sind am Mittwoch sieben Menschen gestorben. In der Maschine, die für die Bekämpfung von Waldbränden genutzt wurde, befanden sich Angehörige von Zivilschutz, Polizei und Feuerwehr. Der Helikopter hätte laut Watson bei der Überwachung eines Waldbrandes eingesetzt werden sollen.

🔧 Nützliches des Tages

Was ich dich schon immer fragen wollte…

Mit Fragespielen wie We’re Not Really Strangers kommt man einander näher. (Foto: We’re Not Really Strangers)

Zum heutigen Internationalen Tag der Freundschaft möchte ich dir vorschlagen, mit deinen Friends mal eine Fragespielrunde zu machen. Dabei lernt man vielleicht die eine oder andere unbekannte Seite des Gegenübers kennen und erfährt Dinge, die man eventuell noch nicht voneinander wusste. Gute Fragespiele sind zum Beispiel: 

  • We‘re Not Really Strangers (Was würdest du an dir nie ändern? Denkst du, ich verliebe mich schnell? Wann hast du dich zum letzten Mal selbst überrascht? Deepe Fragen, bis eine:r heult.)

  • 100 Fragen von The School of Life (Gesprächsanregende Fragen rund um die Themen Liebe, Leben, Kultur und Familie.)

  • 90 Fragen die verbinden von beherzt (Karten, die Offenheit fördern, Annahmen hinterfragen und für neue Perspektiven sorgen.)

Falls du Spiele doof findest, habe ich dieses spannende Interview mit der Psychologin Rebecca Schild im Tagi gelesen: Sie erklärt, wie du Freundschaften pflegen (oder auch beenden 🫠) kannst und was es für eine authentische Beziehung braucht. Und wer noch mehr Leselust hat, liest oder hört bei der Republik sechs Beiträge zu Freund:innen aus dem Archiv. Happy Freundschaftstag! 🩷

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Machs guet, bis morn! :-)

Vanja

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