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Man kann sich wohl kaum vorstellen, wie verheerend die Situation in Venezuela nach dem Doppel-Erdbeben ist. Das Schweizer Rettungsteam ist nach seinem zehntägigen Einsatz gestern Nachmittag am Flughafen Zürich gelandet – mit einer traurigen Bilanz, wie der Einsatzleiter erzählt.
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Schweiz · Katastrophenhilfe
Schweizer Rettungsteam kehrt aus Venezuela zurück

Der Einsatzleiter Sebastian Eugster ist mit seinem 80-köpfigen Rettungsteam zurück aus Venezuela. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Keystone)
Zehn Tage lang versuchte ein Team aus 80 Spezialist:innen nach dem Doppel-Erdbeben in Venezuela inmitten von Trümmern und bei Hitze Menschenleben zu retten. Jetzt ist die erste Schweizer Rettungskette wieder zu Hause angekommen. Die Bilanz ist traurig: Das Rettungsteam konnte keine lebende Person bergen. «Auch wenn wir zu den ersten Rettungskräften gehörten, die vor Ort waren», sagt Einsatzleiter Sebastian Eugster. Das berichtet der Tages-Anzeiger.
In La Guaira, einer venezolanischen Küstenstadt unweit des Epizentrums, suchte das Rettungsteam das Katastrophengebiet mit acht spezialisierten Suchhunden ab. Einmal schien es, als könnte eine lebende Person gerettet werden. «Der Hund hatte gebellt, aber leider überlebte auch diese Person nicht», erklärt Eugster.
«Viele Menschen haben uns gedankt und gesagt, dass wir ihnen Hoffnung gäben»
Das Rettungsteam müsse sich nun vom Einsatz erholen und sowohl die körperliche als auch die psychische Last verarbeiten. «Ich bin froh, sind alle gesund zurückgekehrt. Das ist mein Hauptanliegen als Kommandant», so Eugster. Dass das Team keine lebende Person bergen konnte, sei in Debriefings diskutiert worden. Man habe versucht, «den Frust gar nicht aufkommen zu lassen». Eugster sagt: «Wir konnten trotzdem sehr vieles bewirken, indem wir präsent waren und koordinieren konnten. Viele Menschen haben uns gedankt und gesagt, dass wir ihnen Hoffnung gäben.»
Ein weiteres zehnköpfiges Team fliegt diese Woche zur humanitären Hilfe von Überlebenden aus der Schweiz nach Venezuela. Die Lage vor Ort bleibt lebensgefährlich: Die Infrastruktur ist kollabiert und es mangelt an allem, medizinische Fachkräfte warnen vor dem Ausbruch von Epidemien. Noch immer werden Zehntausende Menschen vermisst. Mit weiteren Überlebenden rechnen die internationalen Rettungstruppen nicht mehr. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf fast 2300 gestiegen, mehr als 11’000 Menschen wurden verletzt.
Schweiz · Abkühlung
Badis sollen früher öffnen

Zürcher Badis könnten längere Öffnungszeiten kriegen. (Foto: Elio Donauer / Tsüri)
Ich glaube, wir sind uns einig: Sommer ist einfach das Beste. Dazu gehört es natürlich, pro Saison möglichst viel Bade-Fun rauszuholen – künftig könnte da sogar noch mehr drinliegen. Badis sollen in Zürich in den Sommermonaten früher öffnen und abends länger offen bleiben, wie Watson berichtet. Konkret liesse sich dann bereits ab 7 Uhr morgens sünnele und bis abends um 22 Uhr schwimmen und Glacé schlecken.
Um das zu ermöglichen, haben grüne Gemeinderatsmitglieder ein entsprechendes Postulat eingereicht. Darin heisst es, die Stadt Zürich sei eine Hitzeinsel und werde wegen der Klimakrise immer mehr Hitzetage und Tropennächte erleben. Insbesondere angesichts der zunehmenden Hitzetage sei es wichtig, die Öffnungszeiten der Bäder entsprechend anzupassen. So könne man sich vor und nach der Arbeit abkühlen oder sich trotz der hohen Temperaturen sportlich betätigen. Für die Sicherheit soll weiterhin genügend Aufsichtspersonal eingestellt werden.
Das Zürcher Stadtparlament diskutiert in einer der kommenden Sitzungen über die Öffnungszeiten und entscheidet, ob es den Vorstoss an den Stadtrat überweisen will.
Schweiz · Häusliche Gewalt
Zahlen zeigen Ausmass häuslicher Gewalt

21 Mal täglich rückt die Polizei wegen häuslicher Gewalt und eskalierenden Konflikten in Zürich aus. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Archivfoto von Sophie Stieger)
Eine neue Datensammlung des Kantons zeigt das Ausmass häuslicher Gewalt im Kanton Zürich. Mit der Website «Häusliche Gewalt in Zahlen» hat die Zürcher Justizdirektion erstmals eine Monitoring-Webseite veröffentlicht, die einen umfassenden Überblick zum aktuellen Ausmass bietet. Dies berichtet der Tages-Anzeiger. Neben der polizeilichen Kriminalstatistik bilden weitere Datensätze, etwa aus der Opferhilfe oder der Staatsanwaltschaft, die Basis.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört, dass die Polizei täglich 21 Mal wegen häuslicher Gewalt und eskalierender Konflikte in Familien und Partnerschaften ausrücken muss. In den vergangenen fünf Jahren zeigt sich dabei eine deutliche Zunahme – Grund sei eine erhöhte Sensibilisierung in der Gesellschaft und in den Polizeikorps. Insgesamt verzeichnete die Polizei letztes Jahr 3546 Einsätze wegen häuslicher Gewalt und 4334 Einsätze wegen familiärer Differenzen, die Dunkelziffer dürfte nach wie vor hoch sein.
Ebenfalls interessant: Sechs von zehn Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt werden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. In den Jahren 2016 bis 2025 waren das mehr als 13’700 Fälle. Das Problem liegt darin, dass die Beweise oft nicht reichen, um Anklage zu erheben.
Spannend, besonders für Profis, sind auch die Daten zu Schutzmassnahmen wie Wegweisungen sowie Kontakt- und Rayonverboten. Die Polizei hat letztes Jahr rund 1500 Gewaltschutzmassnahmen ausgesprochen. «Damit können wir erstmals zeigen, dass die Massnahmen vor Gericht Bestand haben und von den Opfern geschätzt werden», sagt Statistikerin Tabea Palmtag.
Kurioses
Anti-Drogen-Clip soll Substanzen aus Versehen verherrlichen

Das kontroverse Präventionsvideo des Hongkonger Strafvollzugs ging viral. (Foto: Courtesy Correctional Services Department Hong Kong)
Hui, das ging nach hinten los: Eine Präventionskampagne des Hongkonger Strafvollzugs sollte junge Menschen eigentlich vor dem Drogenkonsum warnen – stattdessen wird sie dafür kritisiert, Drogen zu verherrlichen. KI-generierte Popstars, die die Drogen Kokain, Methamphetamin, Cannabis und Etomidat darstellen, singen in zuckersüssem Ton über die vermeintlich erhellenden Effekte jeder Droge. Die Auflösung des inzwischen viralen Clips – nämlich dass Drogen die Gruppe in ältere Männer hinter Gittern verwandeln – ist im Video, wie Watson berichtet, erst viel zu spät zu sehen, weshalb der Song wie eine Verherrlichung von Substanzen wirkt.
Nachdem das Video zurückgezogen wurde, veröffentlichten die Behörden ein zweites Video. In diesem sagte die Stimme aus dem Off inkorrekterweise, dass Besitz und Handel mit Drogen nicht zu einer Gefängnisstrafe führen. Dumm gelaufen, auch dieses Video wurde laut BBC wieder zurückgezogen.
Kurz-News
Finanzieller Druck für IV · Der Bund warnt vor einer kritischen Finanzlage der Invalidenversicherung: Bis 2030 droht gemäss SRF ein Defizit von rund 800 Mio. Franken, vor allem wegen des Anstiegs neuer IV-Renten. Ohne Reformen wäre das Vermögen 2031 aufgebraucht.
Anstieg von Krankheitsfällen · Mehr Menschen erkranken in der Schweiz durch Lebensmittel, schreibt Watson. 2025 wurden 72 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet, 2024 waren es 43. Mindestens 660 Menschen erkrankten, 21 wurden hospitalisiert, zwei starben. Die häufigsten Infektionen: Campylobacter und Salmonellen. Der Anstieg sei Folge einer verbesserten Meldepraxis.
Unfall in Ferienlager · Bei einem schweren Unfall während Vorbereitungen für das Sommerlager einer Jugendorganisation ist in Eich LU eine 19-jährige Frau verstorben. Dies berichtet Blick. Ein 25-Jähriger wurde zudem schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Sursee untersucht den Vorfall.
International
Grossangriff auf Ukraine · Russland griff Kiew und weitere Teile der Ukraine mit rund 500 Drohnen und über 70 Raketen an. Mindestens 27 Menschen starben laut The Guardian, Dutzende wurden verletzt und rund 70 Personen ins Spital gebracht. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden.
Rekordhitze in USA · Eine extreme Hitzewelle mit teils über 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit belastet den Osten der USA rund um das 4.-Juli-Wochenende, schreiben SRF und BBC. Auch WM-Spiele finden unter grosser Hitze statt. In Städten wie New York, Boston und Philadelphia wurden Veranstaltungen abgesagt oder verkürzt.
🔧 Nützliches des Tages
Raye, live oder auch nicht

Jedes Mal Gänsehaut: Rayes Album «Live at Montreux Jazz Festival» lohnt sich. (Foto: montreuxjazzshop.ch)
Die Tickets waren innert Minuten weg: Heute beginnt das Montreux Jazz Festival und die diesjährige 60. Ausgabe wird von der unfassbar talentierten britischen Jazzsängerin Raye eröffnet. Boah, wäre ich da gerne dabei – tolles Festival, unglaubliche Künstlerin. Ich durfte sie schon zwei Mal live erleben und es war beide Male grossartig.
Wer ein Ticket für die heutige Show hat: Hey ja, enjoy, bin gar nicht neidisch, neinei. Wer keins hat und/oder Raye (noch) nicht (gut) kennt: Hier mein nützlicher Tipp an dieser Stelle. Unbedingt ihr aktuelles Album «This Music May Contain Hope» hören und sich danach direkt noch ihr Livealbum «Live at Montreux Jazz Festival» reinpfeifen. Das ist die Aufnahme ihres Festivalauftritts von vor zwei Jahren – und auf dem Cover ist sie mit ihrem Schweizer Grossvater, dem Appenzeller Hans zu sehen, dem sie den Auftritt widmete. 💔 Ein Leben ohne Raye ist möglich, aber sinnlos!
🔧 Witziges zum Schluss
Witziges der Woche*
*Präsentiert von Petarde – der unabhängigen Schweizer Satiremarke

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🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Happy Weekend! Und merci fürs Lesen ✨
Vanja
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