Guten Morgen {{vorname}}
Zuerst die guten News, bevor wir schwerer weitermachen: Heute erwartet dich ein wenig Abkühlung – es regnet nämlich fast in der ganzen Schweiz. Und die Temperaturen sinken auf 24 bis 31 Grad. Hallelujah! 🌧️
Was heute ausserdem wichtig ist: Im Engadin kam es zu einem schweren Unfall mit Kutschen und das Gletscherwasser geht zurück.
Schweiz · Unfall
Schweres Kutschenunglück im Engadin

Eine 73-jährige Frau starb bei einem schweren Kutschenunfall im Engadin, nachdem eines der Gespanne in einen Baum prallte. (Screenshot: SRF / Kantonspolizei Graubünden)
Am Wochenende kam es zu einem schweren Kutschenunfall im Val Roseg bei Pontresina GR, der ein Todesopfer und zwölf Verletzte forderte. Eine 40-köpfige Reisegruppe wollte am Samstagnachmittag nach einem Ausflug mit zwei Pferdekutschen-Gespannen zurück zum Ausgangspunkt nach Pontresina fahren. Dies berichtet SRF.
Doch dann merkte der Kutscher des einen Gespanns auf einem Streckenabschnitt mit Gefälle, dass er nicht gut genug bremsen konnte. Er versuchte, auf einen flacheren Ausstellplatz auszuweichen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren – doch eines der Pferde stürzte und die Kutsche konnte nicht mehr gelenkt werden.
Es kam zum Unfall: Die anführende Pferdekutsche kollidierte heftig mit einem Baum am Wegrand und die Fahrgäste wurden aus der Kutsche geschleudert. Eine 73-jährige Frau starb noch vor Ort an ihren schweren Verletzungen.
Die verletzten Personen, darunter zwei Schwerverletzte, wurden mit drei Helikoptern und vier Ambulanzen in umliegende Spitäler im Kanton Graubünden gebracht. Bei dem Unfall handle es sich um «das schwerste Kutschenunglück der letzten Jahre im Kanton Graubünden», so die Bündner Kantonspolizei gegenüber der NZZ.
Schweiz · Klima
«Peak ist erreicht»: Das Gletscherwasser geht zurück

Wir dürften den Höchststand des Schmelzwasserabflusses in den Bergen erreicht haben. (Screenshot: NZZ am Sonntag / Michelangelo Oprandi / Imago)
Bis jetzt profitierten die Gewässer im Sommer vom Abfluss aus den Gletschern – doch jetzt geht auch das Gletscherwasser zurück, wie die NZZ am Sonntag berichtet.
«Sämtliche Gewässer führen extrem wenig Wasser, ausser jene, die noch von Gletschern gespeist werden», erklärt Bettina Schaefli, Professorin für Hydrologie an der Universität Bern. Noch einigermassen genug Wasser haben vor allem die Flüsse im Wallis oder im Engadin, die von den letzten Eisreserven in den Alpen leben.
Allein in den letzten fünf Jahren haben die Gletscher rund 20 Prozent ihres Eises verloren. Weil sie immer schneller schmolzen, nahm die Abflussmenge aus dem Eis Jahr für Jahr zu. In vielen Gewässern kommt im Hochsommer noch über die Hälfte des Wassers aus dieser Gletscherschmelze. Inzwischen ist die Eismasse jedoch so stark geschrumpft, dass das System nun kippt.
«Der Peak ist erreicht», sagt Matthias Huss, Glaziologe an der ETH Zürich und Leiter des Schweizer Gletschermessnetzes. «Alle Szenarien sagen, dass wir jetzt auf dem Höchststand des Schmelzwasserabflusses in den Bergen sind.» Ab jetzt werde die Menge des Gletscherwassers zurückgehen. «Für die kommenden Hitzesommer können wir nicht mehr mit so viel Schmelzwasser rechnen wie dieses Jahr», sagt Huss. In den Alpen wird es um das Jahr 2100 nur noch Reste oder gar keine Gletscher mehr geben.
Schweiz · Gesundheitssystem
Diskussionen wegen Arbeitszeiten für Ärzt:innen

Der Arbeitszeiten-Deckel für Ärzt:innen sorgt für Diskussionen.
(SRF: Keystone / Christian Beutler)
Ärzt:innen sollen ab Januar nur noch durchschnittlich zwölf Stunden pro Tag zulasten der Grundversicherung abrechnen können. Nach Protesten diskutiert die Ständeratskommission die Obergrenze erneut, wie die Tagesschau berichtet. Der Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann sagt: «Wir haben den Hilfeschrei der Ärzteschaft gehört, das muss unbedingt noch einmal angeschaut werden.»
Germann hat das Anliegen für die nächste Sitzung der Gesundheitskommission traktandiert. Auch die zuständige Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider werde kommen. Germann fürchtet, dass einige Ärzt:innen mit einem Arbeitszeit-Deckel weniger Patient:innen behandeln oder ihre Praxis schliessen könnten. Denn einige Fachärzt:innen würden schon am Mittag auf zwölf Stunden Arbeitszeit kommen.
Wie ist das möglich? Beim Ärztetarif Tardoc ist nicht nur ein Preis, sondern auch eine Zeit hinterlegt: Auch wenn eine bestimmte Untersuchung, die 30 Minuten in Anspruch nimmt, nur halb so lange dauert, darf so viel abgerechnet werden. Dadurch könnte die neue Obergrenze von zwölf Stunden im Monatsdurchschnitt also zum Beispiel schon bis am Mittag erreicht sein.
«Das bedeutet, wir als Patienten zahlen diesen Ärzten zwölf Stunden für effektiv fünf oder sechs Stunden», erklärt der Neuenburger SP-Ständerat Baptiste Hurni. Er wird sich in der Kommission dafür einsetzen, den Deckel im Januar einzuführen. «Das Problem sind die zu hohen Tarife, nicht der Deckel.»
Zahl des Tages
32’386 Menschen

Jason Arday starb nach seinem Rücktritt von der Eliteuniversität Cambridge. Tausende fordern nun eine öffentliche Aufklärung.
(Screenshot: Spiegel / Elliott Franks / ddp)
32’386 Menschen fordern in Grossbritannien mit einer Petition die Untersuchung im Fall des verstorbenen Cambridge-Professors und Soziologen Jason Arday (†41). Das Projekt «Good Law Project» setzt sich laut Spiegel für die öffentliche Aufklärung durch die britische Regierung nach einer rassistischen Kampagne gegen Arday ein. Dem Appell an den britischen Premierminister Andy Burnham schlossen sich auch mehrere Abgeordnete an.
Jason Arday wurde am Freitag leblos in London aufgefunden, nachdem der Soziologe Tage zuvor seinen Rücktritt von der Eliteuniversität bekannt gegeben hatte, wie die BBC schreibt. Die Polizei vermutet einen Suizid oder einen natürlichen Tod. Gegen Arday waren Plagiatsvorwürfe laut geworden. Dazu wurden einige seiner wissenschaftlichen Leistungen und eigene Angaben zu seiner Biografie infrage gestellt – er selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Arday wurde vor drei Jahren zum jüngsten Schwarzen Professor der britischen Eliteuniversität Cambridge. Ardays Familie sieht eine gegen ihn gerichtete mediale Mobbingkampagne als Ursache für seinen Tod. Und auch «Good Law Project» macht Rassismus für seinen Tod verantwortlich. «Es kann keinen Zweifel geben, dass Dr. Ardays tragischer Tod das direkte Ergebnis von Schikane durch die Presse war, dass Rassismus im Mittelpunkt dieser Geschichte stand», heisst es. «Ein bedeutendes Element bei diesem Mobbing war die Farbe seiner Haut.»
Du möchtest mit jemandem sprechen und brauchst Unterstützung? Diese findest du anonym bei 143.
Kurz-News
Lukas Reimann verlässt Nationalrat · SVP-Nationalrat Lukas Reimann verlässt den Nationalrat und zieht in den Stadtrat von Wil SG ein. Er legt damit sein Mandat im Bundeshaus nach fast 20 Jahren nieder. Die Septembersession in Bern mache er noch mit, wie SRF berichtet.
Löhne dürften 2027 steigen · Unternehmen in der Schweiz rechnen laut einer Erhebung des KOF-Instituts 2027 mit Lohnerhöhungen. Die Betriebe werden die Gehälter in der Lohnrunde 2027 durchschnittlich um 1,2 Prozent erhöhen. An der Umfrage nahmen laut Watson rund 3500 Firmen aus dem Privatsektor teil. Gleichzeitig dürfte die Inflation 2027 rund 0,5 Prozent betragen, der Reallohnzuwachs läge bei 0,7 Prozent.
Angriff auf Rettungskräfte in Basel · In Basel wurden in der Nacht auf Sonntag Rettungssanitäter:innen angegriffen, als sie während eines Techno-Events zwei Personen mit Stichverletzungen versorgten. Unbekannte schlugen gegen die Ambulanz, woraufhin sich die Rettungskräfte im Fahrzeug verbarrikadierten, schreibt 20 Minuten.
International
Trump reduziert Militärübungen mit Südkorea · US-Präsident Donald Trump will gemäss der Zeit die gemeinsamen Militärübungen der USA mit Südkorea «wesentlich reduzieren». Er begründet dies mit seinem guten Verhältnis zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Die Manöver sendeten ein feindseliges Signal an ein Land, das sich während seiner Präsidentschaft «nicht bedrohlich» verhalten habe, so Trump.
Hayden Panettiere ist gestorben · Die US-Schauspielerin Hayden Panettiere ist im Alter von 36 Jahren gestorben, wie Rolling Stone berichtet. Sie wurde mit Rollen in «Heroes» oder «Nashville» berühmt und hinterlässt eine Tochter, die sie gemeinsam mit Ex-Partner Wladimir Klitschko hatte. Die Todesursache ist unbekannt. Panettiere kämpfte jahrelang mit Abhängigkeit und hatte im Mai ihre Autobiografie veröffentlicht.
🔧 Nützliches des Tages
Einmal neue Welt, bitte

Mit Little Alchemy 2 erschaffst die Welt neu. (Foto: Little Alchemy 2)
Wir starten spielerisch in die Woche, was meinsch? Ich habe mit «Little Alchemy 2» ein Browser-Spiel entdeckt, bei dem du die Welt quasi von Grund auf neu erschaffst. Klingt abstrakt, ist aber ganz einfach: Du startest mit vier Grundelementen und hast Erde, Wasser, Feuer und Luft zur Verfügung. Wenn du Elemente kombinierst, entsteht dabei etwas Neues – und das kannst du dann wiederum mit anderen Dingen kombinieren.
Aus Wasser und Feuer machst du Dampf. Und spielst so lange weiter, bis aus Dampf komplexere ✨ Mischungen ✨ wie Planeten oder Menschen entstehen. Ich habe mir zum Beispiel vorher schöne Lava aus Erde und Feuer angemischt und aus Versehen einen Obsidianstein erschaffen (und war dann zu faul, um weiterzuspielen).
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Hab einen schönen Tag🌞
Vanja
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