Guten Morgen {{vorname}}
Hier in Bangkok stürmte es gestern Abend dermassen übel, dass ich kurz dachte, die Welt geht eventuell unter. Ging sie glücklicherweise nicht, ha! Von so viel Niederschlag können die Schweiz und viele andere Gebiete Europas aktuell nur träumen.

Speaking of Traum: Die Schweiz ist nach dem Spiel gegen Kolumbien noch immer hart im Fussball-Honeymoon. Und die Vorfreude auf die Partie gegen Argentinien im Viertelfinal verständlicherweise massiv.

Schweiz · WM

So verfolgt die Schweiz das WM-Viertelfinalspiel

Lokale dürfen das WM-Spiel zeigen: Mehrere Städte und Kantone erklärten die Sonntagnacht zur Freinacht. (Screenshot: SRF / Keystone / Claudio Thoma)

Der Sieg im WM-Spiel gegen Kolumbien ist noch nicht verdaut, da laufen schon die Vorbereitungen für das Viertelfinalspiel der Nati gegen Argentinien. Anpfiff für die Partie ist am Sonntagmorgen um drei Uhr Schweizer Zeit in Kansas City. Gleich mehrere Städte und Kantone erklärten die Nacht auf Sonntag laut SRF zur Freinacht, womit die Sperrstunde für Gastro-Betriebe wegfällt. In Zürich dürfen alle Restaurants bis drei Uhr geöffnet sein und den Match drinnen übertragen, wie die Stadt mitteilte. Draussen dürfen «Public Viewings, Gartenwirtschaftsbetriebe auf privatem Grund und Boulevard-Cafés auf öffentlichem Grund» das Spiel übertragen.

Im Kanton Bern dürfen Restaurants ebenfalls die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag ihre Türen öffnen. Eine Freinacht gibt es auch in Basel-Stadt sowie in den Kantonen Jura und Genf. Im Kanton Luzern dürfen Gastro-Betriebe das WM-Spiel drinnen und draussen übertragen. Ein grosses Public Viewing gibt es auf der Piazza Grande in Locarno.

In Argentinien blickt man im Vorfeld des Viertelfinals übrigens mit Respekt auf die Nati, wie 20 Minuten berichtet. Der Tenor der argentinischen Medien sei demnach, dass die Schweizer Nationalmannschaft «ein extrem unbequemer Gegner» mit starker taktischer Disziplin sei.

Noch ein herziger Fussball-Fun-Fact zum Schluss: Während des WM-Spiels zwischen der Schweiz und Kolumbien kam bei einer Thurgauer Bauernfamilie ein Kalb zur Welt. Es heisst laut SRF Rubén - benannt nach Nati-Held Rubén Vargas, der den entscheidenden Elfmeter schoss.

Schaust du dir das Spiel gegen Argentinien an?

Login or Subscribe to participate

Schweiz·🫠

Anhaltende Trockenheit setzt der Schweiz zu

Moderater Regen, bitte: Die Schweiz kämpft mit Trockenheit. (Screenshot: Blick / Georgios Kefalas)

… und täglich grüsst das Murmeltier: neuer Tag, neue Schlagzeilen zu Rekordtemperaturen. Gemäss neuen Vorhersagen stehen die Chancen auf einen «katastrophalen» Sommer gut, wie Watson berichtet. Denn die Schweiz leidet wie viele andere Teile Europas unter der anhaltenden Trockenheit. Und das dürfte auch im Juli und August so bleiben: Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) zeigt, dass in diesen beiden Monaten in Zentraleuropa mit vergleichsweise wenig Niederschlag zu rechnen ist.

«Ein paar verregnete Tage mit moderatem Regen würden guttun»

Klaus Marquardt

Für beide Monate prognostizieren die Modelle unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, insbesondere für den Juli. «Die neuen Monatsvorhersagen des ECMWF sehen ziemlich katastrophal aus», schrieb der Schweizer Meteorologe Jörg Kachelmann auf der Plattform X. Auch Klaus Marquardt, Meteorologe bei MeteoNews, sagt gegenüber Blick: «Die Trockenheit ist auf einem nie dagewesenen Niveau.» Das Ausmass sei «aussergewöhnlich». Dabei sei die erste Sommerhälfte noch nicht einmal vorbei. Was es nun brauche: «Ein paar verregnete Tage mit moderatem Regen.»

Die Trockenheit führte in Kombination mit der erneuten Hitzewelle in weiten Teilen der Schweiz zu grosser Waldbrandgefahr. Wegen der Hitze rief der Bund am Mittwoch erneut für einige Regionen eine Warnung aus, denn es wird auch in den nächsten Tagen bis kommenden Montag wieder heiss: Der Kanton Bern etwa warnt laut SRF vor einer neuen Hitzewelle und bittet die Bevölkerung, Spitäler und Notfallstationen zu entlasten sowie Nachbar:innen zu unterstützen.

Trinkt viel Wasser und passt auf euch auf! 💧💧💧

Schweiz · Ferien

Warum Paare in den Ferien streiten

Ferien sind für Paare selten entspannt. (Foto: Unsplash / Elena Rabkina)

Stress unter Palmen, Streit am Pool: Für Paare sind Ferien oft konfliktgeladen. Aber warum eigentlich? Die Psychologin und Familienbegleiterin Stephanie Karrer hat im Interview mit SRF erklärt, was hinter dem Stressfaktor Ferien steckt. So gerät man im Urlaub häufiger aneinander, weil man plötzlich viel Zeit miteinander verbringt. «Im Alltag wird vieles einfach bewältigt. In den Ferien merkt man dann vielleicht: Eigentlich haben wir gar nicht mehr so viel zu reden. Oder gewisse Dinge nerven mich mehr, als ich dachte», sagt Karrer.

Dazu kommt der Druck, möglichst eine gute Zeit zu haben – das investierte Geld und die Ferientage sollen sich schliesslich lohnen. Man denke dann: Jetzt müsse es perfekt werden. «Wenn es das dann nicht ist, entsteht schnell Frust», sagt Karrer. Wer realistische Erwartungen habe, gehe entspannter in die Ferien.

«Man muss nicht nach zwei Wochen Ferien komplett entspannt zurückkommen. Vielleicht streitet man sich auch mal oder hat weniger Lust aufeinander als erwartet. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Beziehung schlecht läuft», sagt die Expertin. Ihr Tipp: Nicht ständig zusammenkleben. «Es kann sehr sinnvoll sein, auch einmal etwas allein zu unternehmen.»

Aufgeschnappt

RIP, Malm

Malm ist Geschichte: IKEA beerdigt einen seiner Möbelklassiker. (Screenshot: IKEA Schweiz)

Ich kaufte mir die Kommoden für mein erstes WG-Zimmer und, da bin ich mir fast sicher, du hast dir bestimmt auch welche gekauft: Die Möbelserie Malm von IKEA ist schliesslich ein Klassiker. Jetzt schmeisst IKEA einen Grossteil der beliebten Kommoden, Nachttische und Bettrahmen aus dem Sortiment – und das nach 24 Jahren, wie Blick berichtet. In den Schweizer IKEA-Filialen läuft bereits der Ausverkauf der Möbelstücke.

Grund für das Malm-Aus ist übrigens, dass IKEA Platz für neue Produkte schaffen will. Zum Beispiel die der neuen Linie mit dem wohlklingenden Namen Storklinta.

Trostpflaster für alle Fans: Ein paar Stücke bleiben im Sortiment verfügbar. Tschüss Malm!

Kurz-News

Schlechtes Zeugnis für IT · Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) kritisiert, dass der Bund bei grossen IT-Projekten frühere Fehler wiederholt. Dies schreibt 20 Minuten. Bemängelt werden etwa die Planung, Koordination und Nutzenmessung. Betroffen sind Schlüsselprojekte wie das Rettungs- und Notfunksystem Polycom. Bei der E-ID warnt die EFK vor einem Vertrauensverlust.

Mehr Sicherheit im ÖV · Bund, Kantone und Transportunternehmen treiben einen nationalen Aktionsplan für mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr voran, wie Watson berichtet. Geplant sind einheitliche Polizeieinsätze, Deeskalationsschulungen für das Personal sowie Anpassungen beim Einsatz von Bodycams und der Echtzeit-Videoüberwachung.

Weg aus Antibiotika-Krise · Wegen zunehmender Antibiotikaresistenzen und fehlender Neuentwicklungen plant der Bund laut SRF neue Anreize für Pharmafirmen. Vorgesehen sind die Förderung der internationalen Antibiotika-Forschung sowie ein Abo-Modell mit fixer Vergütung für neue Antibiotika, unabhängig von der verkauften Menge. Das Parlament berät noch darüber.

International

Ende der Waffenruhe · Donald Trump erklärte am Nato-Gipfel im türkischen Ankara die Waffenruhe im Iran-Krieg für beendet und beschimpfte die Vertreter des Irans als «Abschaum». In der zweiten Nacht in Folge griff das US-Militär nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an, wie NZZ berichtet. Iran kündigte «massive» Gegenschläge an.

Rekordtemperaturen im Mittelmeer · Das Mittelmeer ist derzeit aussergewöhnlich warm: Entlang vieler Küsten liegen die Wassertemperaturen bereits bei 27 bis 29 Grad und teils bis zu 6 Grad über dem langjährigen Mittel, berichtet der Tages-Anzeiger. Fachleute warnen vor Folgen für Ökosysteme und die Auswirkungen auf das Wetter und das Klimasystem der Erde.

🔧 Nützliches des Tages

Nie genug Soul

Früher Model, heute Soul-Sänger: Der Australier Don West. (Screenshot: Instagram / donwestmusic)

Jaja, ich weiss: Ich kam schon vor ein paar Tagen mit einem Musik-Tipp am Montreux Jazz Festival um die Ecke und mache es heute schon wieder, aber hear me out. Seit ich hier in Bangkok den 6iBrief schreibe, höre ich beim Arbeiten eigentlich jeden Tag denselben Artist, den ich neu entdeckt habe. Don West ist aber wirklich so gut, dass ich gar nicht mehr aufhören kann, seine Songs zu hören.

Das ehemalige Model aus Australien macht richtig satten Soul, der sich nicht nur als Soundtrack beim Arbeiten im Homeoffice eignet. Als ich in einem Rabbit Hole seiner Live-Auftritte landete, entdeckte ich zufällig, dass der Sänger am 14. Juli in Montreux spielt. Lucky you!

Es gibt sogar noch Tickets. Meine Empfehlung darum: Billet kaufen, nichts wie hin. Oder, falls ein Konzertausflug an einem Dienstag nach Montreux biz unrealistisch ist, weil zu weit weg und/oder zu teuer und man am nächsten Tag eh arbeiten muss: Einfach mal reinhören. Zum Beispiel bei diesem Live-Auftritt in den Park Orchards Recording Studios.

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bye Bye, merci fürs Lesen! 🌞 Hab einen schönen Tag.

Vanja

Reply

Avatar

or to participate

Keep Reading