Guten Morgen {{vorname}}
Ach, jetzt ist die Sonnenfinsternis schon wieder vorbei – aber schön war es gestern, wenn man den Bildern glaubt: In der ganzen Schweiz versammelten sich Menschen, um sich das seltene Naturphänomen gemeinsam anzuschauen.
Neben der Sonnenfinsternis beschäftigen uns heute unerlaubte Geschäfte von Arztpraxen, Apotheken und Spitälern mit Medikamenten-Rabatten. Und der diesjährige Sommer, der den Jahrhundertsommer 2003 in den Schatten stellt. 🥵
Schweiz · Naturphänomen
Tausende verfolgten die Sonnenfinsternis

Vom Stanserhorn bis zur Polyterrasse: In der ganzen Schweiz versammelten sich Menschen, um die Sonnenfinsternis zu sehen.
(Screenshot: SRF/ Keystone / Urs Flüeler)
Anders kann man es nicht sagen: Die Schweiz war gestern im Sonnenfinsternis-Fieber. Auf dem Berner Rosengarten kamen Tausende zusammen, um sich das Spektakel am Himmel anzuschauen. Auch auf der Zürcher Polyterrasse oder auf dem Hohen Kasten in der Ostschweiz versammelten sich Hunderte Schaulustige.
Der Höhepunkt der grössten Sonnenfinsternis seit 1999 fand in der Schweiz zwischen 20.17 und 20.20 Uhr statt. Herzig: Vielerorts gab es in diesem Moment Applaus, schreibt SRF.
Falls du es verpasst hast, weil du keine Zeit hattest (oder keine Spezialbrille, die zu Wucherpreisen bei Tutti und Ricardo verkauft wurde), kannst du dir beim Tages-Anzeiger, bei der NZZ, bei Nau oder Watson die spektakulärsten Fotos anschauen. Bei Keystone gibts sogar den Livestream von Chasseral im Berner Jura. Und falls du doch «nur ganz schnell» ohne Brille in die Sonnenfinsternis geschaut hast, findest du bei Watson und 20 Minuten die hottesten Warnsignale für eine Netzhautverletzung. 🫠
Die nächste totale Finsternis über der Schweiz findet erst im Jahr 2081 statt. Trost: Am 28.8. gibt es laut Nau eine Mondfinsternis, die du dir sogar ohne Spezialbrille anschauen kannst. Auch die Perseiden-Sternschnuppen, die gestern quasi als Support Act der Sonnenfinsternis auftraten und beim Eklipsen-Hype etwas untergingen, siehst du noch bis am 24.8. bei klarem Himmel.
Schweiz · Medikamentenpreise
655 Millionen an Medikamenten-Rabatten bleiben bei Apotheken und Spitälern

Arztpraxen, Apotheken und Spitäler erhalten von Pharmafirmen Rabatte, doch die Krankenkassen zahlen den vollen Preis.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Madeleine Schoder)
Pharmafirmen gewähren Leistungserbringern wie Arztpraxen, Apotheken und Spitälern Rabatte für Medikamente. Doch die geben die Vergünstigungen kaum weiter, schreibt der Tages-Anzeiger. Jährlich behalten diese Leistungserbringer nach Schätzungen der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) 655 Millionen Franken an Rabatten ein. Nur 88 Millionen Franken werden an die Versicherer weitergegeben.
Die Preisabschläge machen acht Prozent der gesamten Medikamentenkosten der Krankenkassen aus – und ihre Nichtweitergabe belastet am Ende die Versicherten.
Dabei wäre eine solche Weitergabe gesetzlich vorgeschrieben: 49 Prozent der Rabattvorteile darf man behalten, wenn man eine Vereinbarung mit den Krankenversicherern trifft. 51 Prozent muss man allerdings an die Versicherer abführen. Aber nur 16 Prozent der Arztpraxen, 24 Prozent der Spitäler und keine der rund 1800 Apotheken haben solch eine Vereinbarung getroffen.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle kritisiert, dass das BAG seiner Aufsichtspflicht seit 2020 nicht ausreichend nachgekommen ist. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider hat das BAG aufgefordert, Praxen und Apotheken sowie die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen. Eine Verordnungsänderung ist in Vorbereitung.
Schweiz · Klima
Dieser Sommer setzte neue Masstäbe und löst 2003 ab

Der Sommer 2026 stellt den Jahrhundertsommer 2003 in den Schatten. (Screenshot: Blick / Meteo Schweiz)
Aus dem Radio dröhnten Sommerhits wie «Aïcha» von Outlandish und Sean Pauls «Get Busy», in der Badi kühlte man sich mit Solero Shots ab (die sollte man wieder zurückbringen tbh) – und es war unfassbar heiss: Der Sommer 2003 ging in der Schweiz als Jahrhundertsommer ein. Doch wie Blick berichtet, löst der diesjährige Rekordsommer ihn nun ab.
So teilte Meteo News mit, dass der diesjährige Sommer denjenigen im Jahr 2003 bezüglich Temperatur in vielen Belangen übertrumpft. «Er spielt in einer eigenen Liga», heisst es. Insgesamt war der Sommer 2026 um 0,7 Grad heisser als derjenige im Jahr 2003, der seit Messbeginn 1864 der heisseste Sommer war.
In Städten wie Zürich und Basel wurden jeweils 36 bzw. 45 Hitzetage gezählt. Insgesamt übertrifft 2026 damit in mehreren Regionen die bislang unerreichte Marke des Jahres 2003. Auch die Zahl der Tage mit extrem hohen Temperaturen von über 35 Grad erreichte in diesem Jahr regional neue Höhen: In Basel etwa stieg das Thermometer an 17 Tagen über diese Marke, 2003 waren es 13 Tage.
Die maximale Anzahl aufeinanderfolgender Hitzetage, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, ist an allen untersuchten Messstationen höher als je zuvor. In diesem Jahr gab es auch mehr Tropennächte als 2003, in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad fiel.
Meinung der Community
Gestern wollte ich wissen, ob du dir die Sonnenfinsternis anschaust. Kleine Bemerkung am Rande: Ich freue mich immer so, dass ihr so zahlreich bei der Umfrage mitmacht! Bei der gestrigen Umfrage stimmten 1042 Personen ab. 615 von euch gaben an, dass ihr die Sonnenfinsternis gerne erleben würdet, aber euch die nötige Spezialbrille fehlt.
201 Menschen stimmten für «Ja klar schau ich sie mir an». Und 81 Personen sollten heute vielleicht ihrer Netzhaut zuliebe einen Termin bei der Augenärztin machen, nachdem sie gestern für «Ich habe keine Brille, aber schaue vielleicht trotzdem heimlich» gestimmt hatten. 👀

«Ich habe diesen Tag seit Monaten geplant. Bin gerade unterwegs Richtung Berggipfel und werde dort die Sonnenfinsternis, den Sonnenuntergang, die Milchstrasse und die Perseiden-Sternschnuppen geniessen.»
«Bin extra nach Spanien gereist, damit ich sie total sehen kann!»
«Ich habe noch eine original verpackte Brille von der letzten grossen Sonnenfinsternis 1999.»
Kurioses
Ab in den Kühlschrank mit dir

Weird aber sinnvoll: Der Menschen-Kühlschrank in Japan. (Screenshot: BBC)
Hast du dir in den vergangenen Wochen manchmal gewünscht, du könntest für einen kurzen Moment der süssen Abkühlung einfach in deinen Kühlschrank kriechen? Well, Japan ist uns hitzegeplagten Europäer:innen diesbezüglich voraus: Dort gibt es jetzt nämlich neu Menschen-Kühlschränke. Statt Burrata, Aufschnitt und Schoggijoghurt wird im XL-Kühlkasten für kurze Zeit ein Mensch gelagert, um bei extremer Hitze möglichst schnell abzukühlen.
Klingt kurios, ist es aber auf den zweiten Blick gar nicht: Die BBC konnte den Kühlschrank testen und verwies auf den sehr nützlichen Zweck. Denn die Geräte sollen vor allem Menschen zugute kommen, die draussen an der Hitze arbeiten müssen – also zum Beispiel Bauarbeitenden oder Fabrikarbeiter:innen. Auch bei Katastrophen soll die kühlende Box schnelle Abhilfe schaffen, damit zum Beispiel Verletzte nach einem Erdbeben nicht an der Hitze ausharren müssen.
Japan hat mit einer zunehmenden Hitze zu kämpfen. In den letzten zwei Monaten wurden mehr als 53’000 Menschen wegen Hitzeschlägen behandelt und 79 Todesfälle gemeldet.
Falls du dir gerade sehnlichst einen solchen Kühlschrank wünschst: Der Kostenpunkt liegt bei rund 9’400 Dollar.
Kurz-News
Liftabbau in Bündner Skigebiet · Das Skigebiet Flims-Laax-Falera muss einen Bügellift auf dem Vorabgletscher abbauen, weil dieser zu stark schmilzt. Seil und Masten wurden entfernt. Da die Masten des Lifts auf dem Eis festgemacht waren, hätten sie bei weiterem Abschmelzen zusammenbrechen können, wie Watson schreibt.
Sicherheitsabgabe geht ins Parlament · Wie SRF berichtet, hält der Bundesrat an seinem Plan fest, die Mehrwertsteuer für Rüstungsausgaben der Armee während zwölf Jahren um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Steuereinnahmen von 24 Milliarden Franken sollen für Rüstungsausgaben verwendet werden. Die Sicherheitsabgabe geht nun ins Parlament.
Firmenpleiten in der Schweiz steigen · Täglich melden in der Schweiz 41 Unternehmen Insolvenz an: Die Zahl der Firmenpleiten hat den höchsten Stand seit 1994 erreicht. Im ersten Halbjahr 2026 meldeten in der Schweiz 7496 Unternehmen Insolvenz an. Das liegt laut 20 Minuten neben der schwachen Wirtschaftslage auch an einem neuen Gesetz, das öffentlich-rechtliche Gläubiger zu konsequenteren Betreibungen zwingt.
International
Trumps Sprecherin Leavitt kündigt · Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt zieht sich aus familiären Gründen zurück, wie der Spiegel berichtet. Die Arbeit für US-Präsident Donald Trump sei für sie «eine Ehre und ein Abenteuer» gewesen. Sie habe aber nach der Geburt ihrer Tochter im Mai gemerkt, dass sich ihre Mutterrolle nicht mit dem Job vereinbaren lasse. Leavitt soll weiterhin eine Beraterrolle einnehmen.
Anstifter zu Massenüberquerungen festgenommen · Marokko hat mehrere Verdächtige verhaftet, die in den sozialen Medien zu neuen illegalen Grenzübertritten in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet haben sollen. Gemäss dem Tages-Anzeiger teilte dies das Innenministerium des Landes mit. Im Netz kursieren anonyme Aufrufe zu Massenüberquerungen am 15. August. Die Anstiftungen seien nach marokkanischem Recht strafbar.
🔧 Nützliches des Tages
Tschüss Sommerpause

Das Filmpodium meldet sich aus der Sommerpause zurück. (Foto: Filmpodium)
Im Filmpodium gibt es morgen an der Nüschelerstrasse in Zürich etwas zu feiern: Die Sommerpause ist vorbei, yay! Der Saisonauftakt wird mit viel Tamtam eingeläutet, ab 19 Uhr lädt das Filmpodium zum Get-together. Mit dabei sind Nora de Baan und Antonia Krämer aus dem Projektionsteam, die mit ihrer Super-8-Installation in der Lounge überraschen.
DJ B-Seite bringt den tragbaren Plattenspieler und seine Single-Sammlung mit und auf dem Grill brutzeln Würstli, die es zur Salatbeilage gibt. Auch das neue Programm für August/September steht fest. Der Eintritt ist übrigens frei.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Bis morn ⭐
Vanja
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