Guten Morgen {{vorname}}
Deinen morgendlichen Kaffee-To-Go bestellst du bestenfalls auf Eis, denn heute wird es nochmals warm, bevor am Wochenende vielerorts Schauer und Gewitter hoffentlich etwas Abkühlung bringen. Bevor dann nächste Woche die Hitzewelle 4.0 ansteht… 🫠
Heiss laufen übrigens auch die Leitungen bei Schweizer Rechtsschutzversicherungen, die aktuell wegen zunehmender Konflikte am Arbeitsplatz überrannt werden. Ausserdem wichtig heute: Trump verhängt neue Zölle gegen 60 Länder, auch die Schweiz.
Schweiz · Wirtschaft
Trump verhängt neue Zölle gegen die Schweiz

Trump erhebt neue Zölle: 12,5 Prozent für die Schweiz.
(Screenshot: NZZ / Chung Sung-Jun / Getty Images AsiaPac)
Heute läuft die gesetzliche Frist für die bisherigen globalen Zölle aus – nun hat US-Präsident Donald Trump neue Zölle gegen 60 Länder verhängt. Für die Schweiz gilt der Satz von 12,5 Prozent, allerdings soll es auch Ausnahmen geben, wie der Tages-Anzeiger, NZZ und 20 Minuten berichten.
Die US-Regierung hatte wegen angeblich «unzureichender Massnahmen gegen Zwangsarbeit» einen Zoll auf die Einfuhren von 60 Handelspartnern von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent angekündigt. Darunter fallen auch bestimmte Produkte aus der Europäischen Union.
Handelspartner, die im Zusammenhang mit Zwangsarbeit keine Einfuhrverbote erlassen haben, unterliegen einem Zollsatz von 12,5 Prozent. Für jene, die sich verpflichtet haben, Einfuhrverbote einzuführen und durchzusetzen, gelten 10 Prozent. Für die Schweiz gilt demnach der höhere Satz.
Die Schweiz hatte den Vorwurf zurückgewiesen, Zwangsarbeit ungenügend zu bekämpfen. Auch Economiesuisse bestreitet dies. Der Wirtschaftsdachverband kritisiert den Entscheid der USA, Schweizer Importe mit einem Zollsatz von 12,5 Prozent zu belegen, scharf. Dieser Entscheid sei «weder nachvollziehbar noch gerechtfertigt»: Er benachteilige Schweizer Unternehmen gegenüber Wettbewerbern aus Ländern mit tieferen Zollsätzen, darunter die EU und das Vereinigte Königreich.
Das Wirtschaftsdepartement von Bundespräsident Guy Parmelin schrieb auf der Plattform X, es nehme den angekündigten Zusatzzoll von bis zu 12,5 Prozent auf Schweizer Importe zur Kenntnis.
Schweiz · Politik
Tessiner Regierungspräsident wird Amtsmissbrauch vorgeworfen

Gegen den Tessiner Regierungspräsident Claudio Zali wurde ein Untersuchungsverfahren eröffnet. (Screenshot: SRF / Keystone / Ti-Press / Francesca Agosta)
«Schlag sie zusammen»: Eine heimlich aufgenommene Audioaufnahme bringt den Tessiner Regierungspräsident Claudio Zali von der Rechtspartei Lega laut SRF unter Druck. Ende Juni eröffnete die Tessiner Staatsanwaltschaft ein Untersuchungsverfahren gegen Zali, wie die Zeitung «La Regione» berichtet. Dabei gehe es um Amtsmissbrauch und versuchte Nötigung.
Zali hatte sich als politischer Verantwortlicher für das Justizwesen im Tessin für die Haftbedingungen des 14-jährigen Sohnes einer Bekannten interessiert, der sich in Untersuchungshaft befand. So empfing Zali wegen des Falls mehrere hohe kantonale Beamte sowie die Jugendrichterin in seinem Büro.
Ob das Verfahren zu einer Klage führt oder eingestellt wird, ist noch offen – allerdings stieg der Druck auf Zali, nachdem diese Woche ein vor Jahren aufgenommenes Telefongespräch in den Sozialen Medien veröffentlicht wurde. Der Politiker spricht darin mit einer Bekannten über eine andere Frau, die diese gestalkt haben soll. Er rät ihr: «Schlag sie zusammen (...) Ich habe sie verprügelt, als sie zu mir nach Hause kam.»
Die anderen grossen Parteien im Tessin fordern nun von Zali eine Erklärung zu dieser Aufnahme. Dafür wandten sich die Chefs von Mitte, FDP und SP in einem gemeinsamen Brief an den Regierungspräsidenten. Zali beschuldigte die drei Parteipräsidenten, illegale Aufnahmen für Wahlzwecke zu nutzen, und kündigte rechtliche Schritte an.
Schweiz · Arbeitsmarkt
Konflikte am Arbeitsplatz nehmen zu

Spardruck und mangelnde Gesprächsbereitschaft führen unter anderem zu mehr Konflikten am Arbeitsplatz. (Symbolbild: Unsplash / Israel Andrade)
Du denkst aktuell darüber nach, eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen? Damit bist du nicht allein: Die Nachfrage nach Rechtsschutzversicherungen steigt, berichten Watson und SRF. Grund dafür ist, dass Konflikte am Arbeitsplatz zugenommen haben, wie die Rechtsschutzversicherung AXA-ARAG feststellt.
Die gemeldeten Fälle von Verletzungen der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers haben demnach im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent zugenommen. Bei «missbräuchlichen Kündigungen» beträgt die Zunahme satte 26 Prozent. Fälle zu Arbeitszeugnissen nahmen um 14 Prozent zu. Und auch bei anderen Versicherungen stiegen arbeitsrechtliche Fälle in den letzten Jahren an, bei Dextra um jährlich rund sechs Prozent.
Gründe dafür sind etwa der erhöhte Spardruck bei den Firmen, sagt AXA-Rechtsanwältin Alina Totoescu: «Es braucht oft nicht sehr viel, bis ein Konflikt entsteht.» Arbeitnehmende fühlen sich heute stärker unter Druck. Die Zunahme der Fälle liege auch an der mangelnden Gesprächsbereitschaft zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen: «Das gegenseitige Vertrauen fehlt oft», sagt Totoescu.
Der Umgang mit Mitarbeitenden sei für Vorgesetzte schwieriger geworden, sagt Claudia Stam, Geschäftsführerin der privaten «Fachstelle Mobbing und Belästigung»: «Denken wir an die Homeoffice-Regelungen oder an die mobile Arbeitsweise.» Die Konsequenz: Ein erhöhtes Konfliktpotenzial und eine Überforderung bei Firmen, Mitarbeitende so zu führen, wie sie es erwarten.
Zürich abseits vom Paradeplatz*
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Zahl des Tages
1,2 Millionen

Bewerben muss man sich inzwischen nicht nur auf Wohnungen und Jobs, sondern auch Uhren: Für eine Moonswatch muss man sich Mühe geben. (Foto: Swatch)
Wieviel Aufwand wäre dir eine Uhr wert? 1,2 Millionen Swatch-Fans legten sich für ihr Traumuhrenmodell richtig ins Zeug. Wer nämlich eine neue Moonswatch besitzen möchte, musste sich bis gestern Mitternacht extra dafür bewerben. Am ersten Bewerbungstag brach gar die Webseite mit dem Onlineformular zusammen, berichtet Watson.
«Seit dem Start am 16. Juli bis gestern Abend haben nicht weniger als 1,2 Millionen Swatch-Fans das Formular ausgefüllt», sagt ein Swatch-Sprecher zu Blick. Die Stückzahl der neuen Moonswatch ist streng auf 1969 limitiert, weil die Uhr zum Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung kreiert wurde. Wer den Auswahlprozess übersteht, darf die Uhr offiziell für 500 Franken kaufen.
Um ausgewählt zu werden, mussten die Bewerber:innen übrigens verschiedene Multiple-Choice-Fragen richtig beantworten. Und sich dabei wirklich Mühe geben: Bei der Auswahl wird nämlich auf Kreativität und Originalität geachtet.
Kurz-News
Entscheid bei Besucherparkplätzen · Ein «Besucher»-Schild ist kein offizielles Verkehrssignal. Dies hat das Bundesgericht entschieden, berichtet der Tagi. Ohne richterliches Parkverbot darf die Polizei keine Busse aussprechen, private Firmen können allerdings unter gewissen Umständen Umtriebsentschädigungen verlangen.
Landesverteidigung mit Cyberabwehr · Der Bundesrat will 80 Prozent der Armeemittel in Cyberabwehr und Luftverteidigung investieren und auf den 1:1-Ersatz schwerer Wirkmittel wie Panzer verzichten. Dies berichtet Blick. Interne Dokumente zeigen, dass das Justizdepartement (EJPD) Kampfpanzer für veraltet hält und diese mit Drohnen und Robotik ersetzen möchte, da ein grosser Bodenangriff als unrealistisch gilt.
Entschädigung wegen Besuchsverbot · Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Schweiz laut SRF wegen einer Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben gerügt. Damit erklärte der EGMR die Beschwerde einer im Kanton Waadt inhaftierten schwangeren Frau für zulässig: Dem Kindsvater wurde das Recht verweigert, sie in Untersuchungshaft zu besuchen und bei der Geburt dabei zu sein. Der Frau steht nun Schmerzensgeld zu.
International
Banküberfall endet tödlich · Bei einem Angriff in einer Bankfiliale im süddeutschen Regensburg tötete ein Mann laut Watson einen Bankangestellten mit Messerstichen. Die Polizei ging zeitweise von einer Geiselnahme aus und konnte zwei Personen aus dem Gebäude befreien. Der 20-jährige mutmassliche Täter wurde festgenommen.
Waldbrände in Südeuropa · In Frankreich und Spanien wüten schwere Waldbrände. Rund 30'000 Menschen wurden evakuiert, darunter sind viele Tourist:innen. Dies berichtet The Guardian. Spanien rief in Regionen um Madrid den nationalen Notstand aus. Gleichzeitig erreicht eine marine Hitzewelle im Mittelmeer Rekordwerte.
🔧 Nützliches des Tages
Happy Selfcare-Tag🌞

Wie wär's mit Kino-Vergnügen im Freien am Unteren Letten? (Foto: Filmfluss)
Zum heutigen internationalen Tag der Selbstfürsorge möchte ich dir zärtlich drei nette Ideen für ein Solo-Date geben. Für heute, am Wochenende oder wann immer du magst.
Machs dir im Open-Air-Kino gemütlich: Noch bis 26. Juli kannst du in Zürich das Filmfluss am Unteren Letten besuchen. Zur Auswahl stehen die Filme «Hit Man» (2023), «La Tresse» (2023) oder «À l'ancienne».
Gib deinem Zukunfts-Ich was Nettes auf den Weg: Auf FutureMe schreibst du dir selbst einen Brief für die Zukunft. Dafür einfach eine Mitteilung verfassen, ein Zustelldatum von sechs Monaten oder einem bis zehn Jahren wählen und den Brief dann, irgendwann, per Mail zugeschickt kriegen.
Schau dir eine Ausstellung an: Bei dieser interaktiven Ausstellung zur Geschichte des Tourismus in der Schweiz checkst du am Eingang in einer «Hotelrezeption» ein und kriegst fünf Batzen Ferienbudget. «Tourismus. Reiseziel Schweiz» im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz ist noch bis Mai 2027 zu sehen.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibt's ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Happy Weekendo, machs guet ✨
Vanja
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