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Die Tat macht sprachlos und traurig: CNN, BBC, The New York Times – Medien aus aller Welt berichten über Aarau, wo in der Nacht auf gestern nach einem Rave in eine Menschenmenge geschossen wurde. Eine Person verlor ihr Leben und die Grossfahndung nach dem oder den Tätern läuft weiterhin.

Mehr dazu liest du weiter unten.

Schweiz · Gewalt

Ein Todesopfer und fünf Verletzte nach Schüssen in Aarau: Grossfahndung nach Täterschaft läuft weiter

Die Polizei geht derzeit von drei möglichen Motiven aus.
(Screenshot: SRF / Keystone / Peter Schneider)

Noch ist wenig über die Hintergründe bekannt: Nach dem «Aarauer Rave Vol. 7» in Aarau wurden in der Nacht auf Sonntag auf der Pferderennbahn Schüsse abgefeuert. Eine 22-jährige Frau erlag noch vor Ort ihren Verletzungen, fünf weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Polizei geht von Zufallsopfern aus, berichtet SRF. Wie die NZZ berichtet, ist die Täterschaft nach wie vor unbekannt und auf der Flucht, die landesweite Fahndung laufe «auf Hochtouren». Die Polizei geht davon aus, dass sie sich nicht mehr in Aarau aufhält.

Auch das Motiv ist weiterhin unklar. Die Polizei verfolgt drei Hypothesen: So könnte es sich um einen Terroranschlag handeln, einen Amoklauf oder um eine unbekannte kriminelle Aktivität. «Wie beispielsweise eine Abrechnung im Milieu», erklärte Kantonspolizei-Kommandant Michael Leupold am Sonntagabend.

Geschossen wurde laut Leupold an zwei verschiedenen Orten im Schachen. Gefunden wurden Patronenhülsen von zwei verschiedenen Waffen, zum einen die einer Langwaffe – etwa eines Sturmgewehrs.

Beim Todesopfer handelt es sich um eine in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsangehörige. Verletzt wurden ausserdem eine deutsche Staatsangehörige und vier männliche Schweizer im Alter von 24 bis 31 Jahren. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr.

Bundespräsident Guy Parmelin sprach den Angehörigen der Opfer laut Nau sein Beileid aus, und auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte gemäss Blick ihr Mitgefühl aus.

Schweiz · Hitzesommer

Schweizer:innen wollen mehr Klimaanlagen und Hitzefrei

Eine Umfrage zeigt: Schweizer:innen sprechen sich für Hitzefrei auf dem Bau und in Klassenzimmern aus.
(Screenshot: 20 Minuten / Florian Gaertner / dpa / dpa-tmn)

In der Schweiz hat erst jeder zehnte Haushalt eine Klimaanlage. Das dürfte sich angesichts der Temperaturen der vergangenen Monate künftig ändern: Wie eine Umfrage von LeeWas im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia zum diesjährigen Hitzesommer zeigt, befürwortet eine Mehrheit von 67 Prozent den vermehrten Einbau von Klimaanlagen in der Schweiz. Eine Mehrheit lehnt allerdings eine staatliche Förderung ab. Dabei befürworten Männer den Einbau von Klimaanlagen mit 71 Prozent stärker als Frauen mit 63 Prozent – obwohl Frauen stärker unter der Hitze leiden und gar öfter daran sterben. Dies zeigte der erste Teil der Umfrage.

Und: Je höher das Einkommen, desto höher die Zustimmung zu Klimaanlagen. Bei Personen mit einem Lohn von weniger als 4000 Franken im Monat liegt die Zustimmung bei 63 Prozent, bei jenen mit über 16’000 Franken bei 80 Prozent. Mit 91 Prozent spricht sich zudem eine deutliche Mehrheit dafür aus, Schulen, Altersheime und Spitäler flächendeckend mit Klimaanlagen auszustatten.

Auch Hitzefrei für Schüler:innen sowie Bauarbeiter ab einem gewissen Temperaturlimit erhalten laut der Umfrage Zuspruch – wenn teils auch nur knapp: 52 Prozent bejahten die Frage, ob Schüler:innen bei Temperaturen von über 26 Grad vom regulären Unterricht befreit werden sollen. 81 Prozent der Befragten sprachen sich aber dafür aus, dass Bauarbeiter ab 33 Grad Hitzefrei bekommen.

Schweiz · Gesundheitswesen

«Populistisch»: Private Spitex-Firmen kritisieren Natalie Ricklis Vorschläge zur Spitex-Regulierung

Lohndeckel und keine Fahrzeuge, die mehr als 30'000 Franken gekostet haben: Für Natalie Ricklis Pläne gibt es Kritik.
(Screenshot: NZZ am Sonntag / Gian Ehrenzeller / Keystone)

Natalie Rickli stösst mit ihren Vorschlägen zur Spitex-Regulierung auf Widerstand: Die Zürcher Gesundheitsdirektorin will mit neuen strikten Obergrenzen unterbinden, dass teure Autos sowie hohe Werbeausgaben und Löhne in die Kosten für die Pflege von Angehörigen einfliessen. Gehälter ab 160’000 Franken sollen in den Kostenrechnungen der Spitex-Anbieter nicht mehr geltend gemacht werden können. Ebenso Fahrzeuge, die mehr als 30’000 Franken gekostet haben. Für die Vergütung der Angehörigen soll ein maximaler Stundenlohn von 32 Franken vorgeschrieben werden.

Der Hintergrund: Das Bundesgericht entschied 2019, dass die Krankenkassen und Gemeinden auch die Pflegeleistungen vergüten müssen, die von Angehörigen erbracht werden. Seither erhalten pflegende Angehörige für ihre Care-Arbeit eine Vergütung von rund 30 bis 38 Franken pro Stunde. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich von einer zugelassenen Spitex-Organisation anstellen lassen. Gemäss NZZ am Sonntag wurden zahlreiche neue Firmen gegründet und trieben die Kosten bei den Gemeinden, welche einen Teil der Pflegekosten übernehmen mussten, in die Höhe.

Der Verband der privaten Spitex-Organisationen kritisiert Natalie Ricklis Vorschläge scharf. «Der Vorschlag des Kantons Zürich ist ein populistischer Schnellschuss, der kein einziges Problem wirksam löst», sagt Katharina Hadorn, Vizepräsidentin des nationalen Verbands der privaten Spitex-Organisationen (ASPS). Ein Lohndeckel sei generell ein Fehler – zudem seien die nun vorgeschlagene Limite viel zu tief.

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Zahl des Tages

900

Unglaublich: Der Schulleiter Rajendra Dawadi evakuierte wenige Minuten vor der Sturzflut in Nepal 900 Kinder. (Screenshot: BBC)

Diese Entscheidung eines Schulleiters rettete Hunderte Leben: Rajendra Dawadi, der die Tribhuvan-Trishuli-Sekundarschule im nepalesischen Nuwakot leitet, evakuierte vergangenen Mittwoch nur Augenblicke vor der Flutkatastrophe 900 Kinder.

Laut BBC habe er sich zehn Minuten vor Eintreffen der tödlichen Flutwelle für eine Evakuierung der Kinder entschieden. Er forderte sie auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben und wies die Schulbusse auf dem Weg zur Schule an, umzukehren und das Gebiet zu verlassen. «Hätten wir keine schnelle Entscheidung getroffen, wäre es nur 10 Minuten später gewesen, dann könnten wir heute alle nicht mehr mit Ihnen sprechen», sagt er. «Ich bin stolz, dass wir so viele Leben retten konnten.»

Dazu veranlasst haben ihn vier Anrufe, die er um 9.10 Uhr erhalten hatte. In diesen wurde er vor der Katastrophe gewarnt. Ein Elternteil wollte zudem das eigene Kind in der Schule abholen. «Ein Elternteil kam zu mir und sagte, dass eine grosse Überschwemmung kommt», sagt der Schulleiter. «Eltern handeln nicht ohne triftigen Grund so überstürzt. Daher war mir klar, dass ich keine Sekunde zögern durfte, um die Kinder in Sicherheit zu bringen.» Die Überschwemmungen begruben das Schulgebäude unter Schlamm und Trümmern.

Die Zahl der Personen, die bei der Sturzflut in Nepal und Tibet starben, ist mittlerweile auf 804 gestiegen, berichtet SRF. Noch immer werden 2’426 Menschen vermisst.

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Kurz-News

Ehrung für Roger Federer in Hall of Fame · Roger Federer wurde am Samstagabend in die Hall of Fame des Tennis aufgenommen. Wie der Spiegel berichtet, kämpfte Federer bei der Zeremonie in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island mehrmals mit den Tränen und zeigte sich besonders bei der Laudatio seiner Ehefrau Mirka emotional. Federer sagte: «Dies ist eine der grössten Ehrungen meines Lebens.»

Zwei Unfälle auf Flüelapassstrasse · Am Samstag ereigneten sich in vier Stunden zwei schwere Verkehrsunfälle auf der Flüelapassstrasse bei Davos GR, berichtet Watson. Ein 70-jähriger Motorradfahrer und ein 18-jähriger Beifahrer eines Dreiradfahrzeugs kamen ums Leben. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am Sonntag mitteilte.

Scheunenbrand bei Sursee LU · Eine Scheune steht in Oberkirch bei Sursee LU seit gestern Nachmittag in Flammen, wie 20 Minuten berichtet. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte stehen im Einsatz. Das Dach des Gebäudes ist eingestürzt. Die Brandursache ist nicht bekannt, zu möglichen Verletzten machte die Luzerner Kantonspolizei noch keine Angaben.

International

Acht Tote bei Fährunglück vor Zypern · Nach einem Fährunglück vor der Insel Zypern wurden der Kapitän und sieben Crewmitglieder festgenommen, wie die Zeit schreibt. Insgesamt befanden sich 267 Personen auf der Fähre, darunter 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Die Fähre befand sich auf dem Weg ins südtürkische Mersin, als sie kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen der Stadt Kyrenia kenterte. Acht Menschen starben. Die Einsatzkräfte suchen noch nach 18 Personen, wie ZDFheute berichtet.

US-Militär greift iranische Raketenwerfer an · Erstmals seit Ende Juli hat das US-Militär wieder Ziele im Iran angegriffen. Laut Medienberichten nahm es dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, schreibt die NZZ. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Strasse von Hormus zu legen.

🔧 Nützliches des Tages

Besser als Doomscrollen

Warum nicht fünf Minuten am Tag was Neues über die Themengebiete deiner Wahl lernen: Die App Imprint. (Screenshot: Imprint)

Warum wollen Menschen immer das, was sie nicht haben können? Wie pflege ich meine Beziehungen noch besser? Wie funktioniert die Börse? Warum landen Katzen immer auf allen Vieren? Und warum verbindet der Existenzialismus Angst mit Freiheit und was hat das mit Authentizität zu tun?

Die Antworten auf diese Fragen kann ich dir leider nicht geben. Noch nicht! Die Imprint-App habe ich mir erst vor Kurzem runtergeladen, aber ich finde sie jetzt schon spannend genug, um dir an dieser Stelle davon zu erzählen.

Die Idee hinter der App: Imprint soll helfen, komplexe Themen anhand spannender Visualisierungen schnell zu verstehen. Sachverhalte werden verständlich und spannend vermittelt und das macht Lust aufs Lernen. Am Anfang kannst du dir Themenfelder aussuchen, über die du gerne mehr erfahren würdest – und das Spektrum ist echt breit. Ich habe unter anderem Kunst, Psychologie und Finanzen (everything that makes the market go around halt) ausgesucht. Viel Spass beim Lernen. 🤓

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bis morgen.
Vanja

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