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Ich wünschte, es wäre anders, aber wir beginnen den heutigen Tag wieder mit einer traurigen Nachrichtenlage: Die Zerstörung nach der Schlammlawine im Grenzgebiet von Nepal und Tibet ist massiv. Noch immer suchen Rettungskräfte nach Überlebenden – und zusätzlich besteht auch noch die Gefahr weiterer Fluten.

Heute beschäftigt uns ausserdem, was die Meta-Strafe von 18 Milliarden Dollar für die Schweiz bedeutet und der Umstand, dass Frauen wegen der Hitze stärker leiden und deswegen häufiger sterben.

International · Naturkatastrophe

Nach Sturzflut in Nepal: Zwei Schweizer Staatsangehörige evakuiert

Die Angst vor weiteren Fluten an der chinesisch-nepalesischen Grenze ist gross. (Screenshot: NZZ / Reuters)

Nach einer heftigen Sturzflut und Schlammlawinen am Mittwochvormittag (Ortszeit) im Grenzgebiet von Nepal und Tibet ist die Zahl der Toten laut BBC in Nepal auf mindestens 469 gestiegen. In Nepal wurden mehr als 900 Personen als vermisst gemeldet. In Tibet sind drei Menschen ums Leben gekommen, und mehr als 550 werden vermisst. Ausgelöst wurde die gewaltige Flutwelle von einem Gletschereinsturz, wie lokale Behörden mitteilten. (Bei SRF findest du eine eindrückliche Visualisierung der Sturzflut und Watson zeigt das Ausmass der Zerstörung im Vorher-Nachher-Vergleich.)

Wie das EDA am Donnerstag bestätigte, wurden auch zwei Schweizer Staatsangehörige aus dem Flutgebiet evakuiert, berichtet die NZZ. Die Schweizer Vertretung in Kathmandu stehe in Kontakt mit den zwei Personen, denen es den Umständen entsprechend gut gehe. Eine Schweizer Staatsangehörige wird weiterhin vermisst. Die Stärke dieser Sturzflut habe alle erschüttert, sagt der Diplomat und stellvertretende Missionschef in Kathmandu Matthias Meier zu 20 Minuten. Die Schweiz stellt eine Million US-Dollar für humanitäre Soforthilfe bereit, sagt der Diplomat.

Während die Suche nach Überlebenden anhält, stehen die Rettungskräfte unter besonders grossem Druck, da man aktuell laut BBC eine zweite Flutkatastrophe fürchtet: So habe sich an der chinesisch-nepalesischen Grenze ein See mit steigendem Wasserstand gebildet. Es bestehe das Risiko eines Dammbruchs.

Schweiz · Social Media

Was die Meta-Strafe von 18 Milliarden Dollar für die Schweiz bedeutet

In der Schweiz ist ein neues Gesetz zur Plattformregulierung auf dem Weg. (Foto: Unsplash / Sanket Mishra)

Um einem Prozess zu entgehen, hat Meta-Chef Mark Zuckerberg einem Vergleich mit 29 US-Bundesstaaten zugestimmt. Wie gestern bekannt wurde, muss der Tech-Konzern 18 Milliarden Dollar zahlen und Kinder und Jugendliche mit der Einführung neuer Tools auf seinen Plattformen besser schützen. Was bedeutet der Vergleich für die Schweiz und die EU?

Laut SRF-Wirtschaftsredaktor Pascal Lago sei der Vergleich ein Paradigmenwechsel. Der Experte glaube aber nicht, dass Meta von sich aus auch Änderungen in der EU einführen werde. «Ich rechne aber damit, dass die Debatte in der EU weiter befeuert wird. Derzeit ist nämlich ein neues EU-Gesetz auf dem Weg, das manipulative und süchtig machende Mechanismen von Social-Media-Plattformen und Apps einschränken soll – der sogenannte Digital Fairness Act», sagt er.

Die Tech-Konzerne rund um Meta verteidigten sich gegen solche Regulierungen mit dem Argument, dass sie technisch schwierig umzusetzen seien. Diese Ausrede habe Meta nun nicht mehr.

Und in der Schweiz? Ein neues Gesetz zur Plattformregulierung ist auf dem Weg, sagt Lago. Das Parlament wartet auf eine Botschaft des Bundesrats, um das neue Gesetz beraten zu können. Lago: «Der Bundesrat möchte die Tech-Konzerne zu mehr Transparenz zwingen und dazu, dass illegale Inhalte schneller gemeldet werden können. Den Algorithmus der Social-Media-Konzerne einzuschränken, ist aber nicht das Ziel.»

Schweiz · Arbeitsmarkt

Berufseinstieg für Hochschulabsolvent:innen wird zunehmend schwieriger

Hochschulabsolvent:innen haben Schwierigkeiten beim Berufseinstieg.
(Foto: Unsplash / Ilia Bronskiy)

Geh studieren, lern was Gescheites und du hast sicher einen Job? Not really: Auch ein Studium schützt nicht vor Arbeitslosigkeit. Der Berufseinstieg wird in der Schweiz für immer mehr Uni- und FH-Absolvent:innen zur Herausforderung. Hochschulabsolvent:innen finden zunehmend schwerer passende Stellen, weil vor allem die fehlende Berufserfahrung als grosses Hindernis gilt, schreibt Nau. Ein weiterer Grund ist die schwierige wirtschaftliche Lage.

Wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte, stieg die Quote der Erwerbslosen unter Universitäts- und Fachhochschulabgängern zwischen 2023 und 2025 spürbar: Bei Personen mit einem Masterabschluss einer universitären Hochschule stieg die Erwerbslosenquote ein Jahr nach dem Abschluss von 3,9 auf 6,4 Prozent. Bei Personen mit einem Bachelor einer Fachhochschule erhöhte sie sich von 3,4 auf 4,9 Prozent. Stabil tief blieb die Quote bei den Absolvent:innen von pädagogischen Hochschulen mit 0,7 Prozent.

Am höchsten war die Erwerbslosenquote im Bereich Fachhochschulbachelor Musik, Theater und andere Künste mit 10,8 Prozent, gefolgt von den Bereichen Design und angewandte Linguistik. Auch bei den Uni-Masterabsolvierenden der Wirtschafts- und der Technischen Wissenschaften stieg die Quote von 2,1 auf 4,8 Prozent. Bei den technischen Wissenschaften erhöhte sie sich von 3,5 auf 8,5 Prozent (!).

Schlagzeile des Tages

Frauen leiden stärker und sterben häufiger wegen der Hitze

Neue Zahlen zeigen: Frauen sind von der Hitze eher betroffen als Männer.
(Screenshot: Tages-Anzeiger / Davide Agosta (Keystone))

Wir blicken auf einen Sommer voller fragwürdiger Hitzerekorde zurück – nun gibt es neue Zahlen, mit denen sich die Folgen der Temperaturen der vergangenen Monate besser einordnen lassen. So betreffen satte 60 Prozent der hitzebedingten Todesfälle in der Schweiz Frauen, wie der Tages-Anzeiger (Artikel noch nicht online) schreibt. Frauen sterben häufiger wegen der Hitze und leiden stärker darunter. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» mit über 12’000 Teilnehmenden.

46 Prozent aller weiblichen Befragten gaben an, die hohen Temperaturen hätten sie sehr belastet. Bei den Männern waren es 31 Prozent. So haben Frauen gesundheitlich stärker unter den hohen Temperaturen gelitten als Männer und kämpften etwa mit Schlafstörungen, Kreislaufproblemen oder Erschöpfung.

Martina Ragettli vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) erklärt dies so: «Frauen schwitzen weniger als Männer.» Frauen können schlechter abkühlen und sind besonders während der Schwangerschaft und der Wechseljahre hitzegefährdet.

Dieser Unterschied zwischen Männern und Frauen zeigt sich auch im Monitoring zu den hitzebedingten Todesfällen des Swiss TPH: Rund 60 Prozent der aufgrund der Hitze Verstorbenen sind Frauen. Unter anderem, weil Frauen tendenziell älter werden als Männer und älteren Menschen die Hitze stärker zusetzt. Als weiterer Grund wird vermutet, dass Frauen öfter draussen unterwegs und damit der Hitze stärker ausgesetzt sind, etwa mit ihren Kindern, um einzukaufen oder um Angehörige zu pflegen.

Kurz-News

Valérie Dittli verlässt Waadtländer Mitte · Sechs Monate vor den Wahlen verlässt die umstrittene Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli die Mitte-Partei, wie die NZZ berichtet. Dittli kündigte am Donnerstag gegenüber «Le Temps» die Gründung einer eigenen Partei an. Für ihre neue Gruppierung «Mouvement libéral» will sie für eine zweite Amtszeit in der Waadtländer Regierung kandidieren.

Zwei Weltrekorde bei «Weltklasse Zürich» · An der Leichtathletikveranstaltung «Weltklasse Zürich» wurden im Zürcher Letzigrund gestern gleich zwei Weltrekorde aufgestellt: Der Brasilianer Alison dos Santos stellte im Rahmen der Diamond League laut SRF mit der schnellsten je gelaufenen Zeit über die 400 m Hürden einen neuen Bestwert auf. Die Amerikanerin Masai Russell ist laut Tagi die schnellste Frau je über 100 Meter Hürden.

Junge Frau tot in McDonald's-Filiale aufgefunden · In einer McDonald's-Filiale im Zentrum von Lausanne ist am Mittwochabend eine 21-jährige Frau gestorben. Laut Watson wurde die Genferin leblos in der Filiale an der Rue Saint-Laurent aufgefunden, teilte die Stadtpolizei Lausanne mit. Die Umstände und die Todesursache sind unbekannt.

International

Ratko Mladić ist tot · Ratko Mladić, der als General der Armee der bosnischen Serben Sarajevo belagern liess und wegen Völkermordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, ist tot. Der in den Medien oft als «Schlächter vom Balkan» benannte Kriegsverbrecher zeigte zu keinem Zeitpunkt Einsicht, schreibt der Spiegel. Am Donnerstag starb er in einem UNO-Gefängniskrankenhaus in Den Haag nach langer Krankheit. Die genaue Todesursache werde laut ZDFheute untersucht.

UEFA bereitet Anzeige gegen Infantino vor · Der Europäische Fussballverband UEFA bereitet eine Strafanzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und möglicherweise weitere FIFA-Funktionäre und -Berater vor einem Schweizer Gericht vor, schreibt 20 Minuten. Hintergrund sei eine mögliche finanzielle Misswirtschaft rund um Infantinos gescheitertes Vorhaben, WM-Gewinne an private Investoren abzugeben.

🔧 Nützliches des Tages

Ciao Sommer: Eine Playlist für den Abschied

Meine Playlist für die letzten Sommertage findest du jetzt auf Spotify.
(Foto: Privat)

Nach den heutigen schweren Nachrichten gibts noch etwas Leichtes zum Schluss: Jetzt mal ehrlich, wie schnell ist dieser Sommer vorbeigeflogen? Je nachdem, ob du ein Herbst-Fan bist oder nicht, dürfte dich das nahende Ende des Sommers sehr freuen oder total betrüben.

So oder so: Für ein letztes Hurra bei goldenem Licht am See, für noch einmal Badi-Pommes mit Friends oder für diese letzten magischen, warmen Nächte auf dem Balkon bei Mondlicht habe ich die passenden Songs für dich. Bizli melancholisch, etwas mystisch und auch beschwingt.

Auf Spotify findest du meine Playlist zum Ende des Sommers – hier kannst du sie dir anhören. Schöns Weekend 🌞

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Machs gut, bis Montag

Vanja

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