Guten Morgen {{vorname}}
«Ich verstehe, dass es sehr viel ist», sagt Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider zum Prämienanstieg. Ja, ist es. Viele Menschen dürfte der Prämienanstieg massiv in die finanzielle Bredouille bringen. Mehr zu der Prämiensteigerung erfährst du unten.

Heute geht’s ausserdem um eine WEF-Mitarbeiterin, die wegen eines angeblichen Attentats auf Trump verhaftet wurde und, mal wieder, das Wetter. Ausserdem interessiert mich deine Meinung zur neusten KI-Entwicklung ...

Schweiz · Krankenkassenprämien

Prämienanstieg: Wie es in deinem Kanton aussieht und was du tun kannst

Hiobsbotschaft: Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider informierte gestern zum Prämienanstieg. (Screenshot: 10 vor 10)

Die Krankenkassenprämien steigen wie erwartet einmal mehr markant an: Für 2027 im Durchschnitt um fünf Prozent.

Warum? Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider erklärte gestern, warum die Prämien wieder so stark ansteigen: Ein Teil lasse sich mit der Alterung der Bevölkerung erklären, die sich beschleunige. Die Kosten stiegen auch, weil es mehr Behandlungen pro Patient:in gebe.

Für Personen, die nun (zusätzlichen) finanziellen Schwierigkeiten entgegenschauen, dürfte dies kein Trost sein. «Ich verstehe, dass es sehr viel ist. Und ich verstehe auch, dass es nicht jedes Jahr wieder fünf Prozent mehr sein kann. Aber man muss auch erklären, dass die Bevölkerung älter wird, dass wir bessere Möglichkeiten für Medikamente, für Pflege und Heilung haben, und das alles hat seinen Preis», sagt die Bundesrätin zu SRF.

Wie viel? Besonders stark ist der Anstieg im Jura, wo sich die Prämien im Schnitt um 6,6 Prozent erhöhen. Auch in Schaffhausen, Solothurn, Appenzell Innerrhoden und Zürich sind die Aufschläge hoch: In Zürich steigen die Prämien im Mittel um 5,8 Prozent (warum das so ist, liest du bei Tsüri.ch). Am tiefsten fällt der Anstieg in Glarus mit drei Prozent aus und am günstigsten sind die Prämien laut Tagi im Kanton Zug dank kantonaler Übernahme der Spitalkosten. Eine Grafik zum Anstieg deiner Prämie je nach Kanton findest du etwa bei 20 Minuten oder Watson (mit Prämienrechner).

Und jetzt? Prüfe, ob sich der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse lohnen würde. Auch die Wahl der Franchise kann dir helfen, zu sparen. Dafür gilt eine Frist: Der Kündigungsbrief muss bis 30. November bei deiner Krankenkasse sein – mehr Infos dazu hat Blick.

Schweiz · Weltwirtschaftsforum

WEF-Mitarbeiterin wegen angeblich geplanten Trump-Attentats verhaftet

Eine WEF-Mitarbeiterin wurde wegen einer angeblichen Drohung gegen Donald Trump bei seinem Besuch in Davos entlassen. (Screenshot: Tages-Anzeiger / Mandel Ngan (AFP))

Der Fall ereignete sich bereits im Januar 2026 am Weltwirtschaftsforum in Davos-Klosters, erst jetzt machte ihn Tamedia zusammen mit dem Genfer Studio der ARD publik. Eine iranische WEF-Mitarbeiterin wurde wegen eines angeblich geplanten Attentats auf US-Präsident Trump, der beim WEF zu Besuch war, verhaftet. Obwohl sich der Verdacht auch nach sechs Stunden Einvernahme und intensiven Ermittlungen als falsch erwies, entliess das WEF die IT-Expertin.

In einer anonymen E-Mail, die am 21. Januar 2026 bei der US-Botschaft in Bern eintraf, hiess es, dass es eine «dringliche Bedrohung des Lebens» von Trump in Davos gebe. Die betroffene Mitarbeiterin wolle ihn ermorden. Die Bundesanwaltschaft nahm die Bedrohung ernst und liess die Mitarbeiterin, die sich zu jener Zeit am Hauptsitz der Organisation in Cologny bei Genf befand, während Trumps WEF-Besuch festnehmen. Die Frau, die den Iran vor Jahren verlassen hatte und in einem westlichen Land lebt, bestritt die Vorwürfe.

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Verdachts auf falsche Anschuldigung eröffnet. Im Fokus steht die Person, welche die anonyme Warnung verschickt hat: Das E-Mail-Konto, das sie dafür benutzte, stammt von einem Schweizer Provider und wurde seit dem Versand jener E-Mail nicht mehr benutzt.

Schweiz · Wetter

Warmes Septemberende: Bald soll
es kühler (und nasser) werden

Ab Donnerstag soll’s herbstlicher werden. Würkli!
(Screenshot: Blick / Gaetan Bally)

Vor ein paar Tagen habe ich hier gross das angebliche Ende des Sommers verkündet. Nüt isch! Die Temperaturen bleiben laut Watson auch Ende September noch bei fast 30 Grad und insgesamt ist es auch in den kommenden Tagen vielerorts sonnig.

Für Ende September ist das Wetter aussergewöhnlich mild – gemäss SRF-Meteo liegen die Temperaturen derzeit rund zehn Grad über der Klimanorm. Nachdem bereits die vergangenen Tage ungewöhnlich warm waren, wechseln sich bewölkte und sonnige Abschnitte von Samstag bis Dienstag ab.

Aber Obacht, mit dem Anbruch des neuen Monats soll sich die Wetterlage ändern: Blick schreibt von einer Kaltfront aus Frankreich, die am Donnerstag die Schweiz erreicht und Abkühlung und etwas Regen bringt. «Der Sommer will nicht loslassen», sagt Meteorologe Klaus Marquardt von MeteoNews. «Dieser September wird hinter dem September 2023 der zweitwärmste der Schweizer Messgeschichte.»

Grössere Regenmengen werden aber nicht erwartet. Heisst: Die Trockenheit bleibt weiterhin bestehen. «Es ist besser als nichts, aber für eine Entspannung wäre regelmässiger, moderater Niederschlag nötig», sagt Marquardt. Der Tagi weiss: Das aktuelle Sommerhalbjahr gilt in der Schweiz als das trockenste seit 160 Jahren.

Aufgeschnappt

Fantastisch, noch mehr KI

Die neuen KI-Agenten von OpenAI heissen «Dots».
(Screenshot: The Guardian / Heather Diehl / Getty Images)

Niedlich und in lustigen Farben kommen sie daher, mit kleinen Berets und Brillen. Und auch einen herzigen neuen Namen kriegen die Cartoon-Männli: OpenAI nennt seine neuen KI-Agenten «Dots» (deutsch: Punkte), wie The Guardian berichtet. Dies gab OpenAI-CEO Sam Altman gestern an der Entwicklerkonferenz des Unternehmens in San Francisco bekannt.

Nun, auch die bunten Blobs konnten nicht davon ablenken, dass OpenAI nur 24 Stunden vorher den Launch seines neuen KI-Modells wegen Sicherheitsbedenken abblasen musste. Dies, nachdem ein KI-Modell in Tests zu eigenständig agierte.

Der KI-Agent «Dots» sei laut Altman «ehrgeiziger» als ChatGPT und stelle eine «völlig neue Art der Zusammenarbeit mit KI» dar. «Dots» erfülle eigenständig Aufgaben im Auftrag des Users und künftig könne man mit einem ganzen Team von «Dots» arbeiten, so Altman begeistert. «Es ist wie ein KI-Helfer, der einem immer den Rücken freihält», sagte der CEO.

Heisst konkret: Die Punkte, die in dein Smartphone, den Laptop oder andere Apps integriert werden können, sollen Aufgaben ohne Aufsicht (!) erledigen können. Also zum Beispiel ein Meeting planen, Aufgaben im Team delegieren, einen Flug buchen oder Freizeitaktivitäten für die Kinder planen. «Dots» sollen nach dem Start in den USA laut Handelsblatt bald auch in Europa verfügbar sein.

Hey idk, ich würde meine Aufgaben nicht unbeaufsichtigt von einer KI übernehmen lassen. Auch nicht von einer, die ein Beret trägt. Du?

Lass es mich gerne wissen! (Bonusfrage für alle, die «Dots» nutzen würden: Wofür?)

Kurz-News

Riesige Staubwolke nach Felssturz im Kanton Uri · Bei einem Felsabbruch im Schächental (UR) am Gross Ruchen lösten sich in der Nacht auf Montag rund 2000 Kubikmeter Gestein. Dabei wurde laut 20 Minuten eine riesige Staubwolke ausgelöst, die bis ins Urner Reusstal sichtbar war. Als Ursache für den Felssturz vermutet der Kanton Uri das hitzebedingte Schmelzen von unterirdischem Eis. Verletzt wurde niemand.

US-Regisseur trotz Belästigungsvorwürfen in ZFF-Jury · Mehrere Frauen warfen dem US-Regisseur Cary Joji Fukunaga («No Time to Die») vor rund vier Jahren Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung vor. Dennoch ist Fukunaga, der nicht strafrechtlich verurteilt ist, der neue Co-Präsident der diesjährigen Jury am Zurich Film Festival, wie Tsüri.ch berichtet. Das ZFF teilte mit, man habe sich mit den Vorwürfen gegen ihn eingehend auseinandergesetzt und sich, da es zu keiner juristischen Verurteilung gekommen sei, für die Nominierung entschieden.

«Folterer von Moudon» verurteilt · In Lausanne wurde gestern der 33-jährige Mann, der als «Folterer von Moudon» bekannt wurde, vom Strafgericht zu 13 Jahren Haft verurteilt. Wegen eines «nach wie vor hohen Gefährlichkeitsgrades» muss er sich laut Nau auch einer stationären psychiatrischen Behandlung unterziehen. Der Verurteilte hatte etwa 15 Opfern aus einer Gemeinschaft von Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen zwischen 2009 und 2018 wiederholt Misshandlungen zugefügt.

International

Supreme Court erlaubt Abschiebungen wieder · Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat vorerst entschieden, dass die Regierung weiterhin wahllos Migrant:innen in sogenannte Drittstaaten abschieben darf. Dies berichtet der Spiegel. Im Rahmen solcher Abschiebungen wurden mehr als 25’000 Menschen in 29 Länder abgeschoben. Der Supreme Court will im Dezember laut Guardian ein endgültiges Urteil fällen.

Gewaltsame Proteste in Frankreich · Schüler:innen führen in Frankreich seit Tagen Proteste an, berichtet die Tagesschau. Diese richten sich gegen Unterrichtsausfälle, zu wenig Lehrer:innen und psychosoziale Dienste oder schlechte Ausstattung in den Schulen. Gleichzeitig gehen Beamt:innen gegen den Sparkurs der Regierung auf die Strasse. Teils kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, landesweit wurden laut 20 Minuten mindestens 200 Personen festgenommen.

🔧 Nützliches des Tages

Zapp dich durch die Vergangenheit

Kleine Zeitreise ins TV-Archiv: Hier ein Konzert von Donna Summer 1976. (Foto: My Retro TVs)

KI hier, KI da: Schön und gut, aber kann dir dein generativer Roboter auch eine funky Gameshow von 1954 ausspielen, in der die erste Bürgermeisterin von Newport interviewt wird? Die Aufnahme eines Live-Konzerts 1972 von Roy Orbison? Oder eine klassische Sitcom von 1998 («Maggie» – albern, aber interessant)?

Ich habe mit My Retro TVs eine Webseite entdeckt, auf der du dich durch ein US-Archiv des Fernsehens klicken kannst: Aufgeteilt ist dieses nach Jahrzehnten. So kannst du dich von den 50ern bis in die 2000er zappen und dir Sendungen aus News, TV, Comedy, Musik oder Sport anschauen.

Falls du mal Lust auf eine Spielerei im Netz hast, auf eine kleine Zeitreise oder dich einfach inspirieren lassen möchtest, ist die Webseite einen Besuch wert.

🎲 Rätsel zum Schluss

Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibt’s ein neues Wort zu erraten.

So funktioniert es:

  • Du gibst ein Wort ein.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.

  • Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.

  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

Viel Spass beim Knobeln!

Bis morn!

Vanja

Reply

Avatar

or to participate