Guten Morgen {{vorname}}
Tja, meine Autokorrektur war heute richtig lustig drauf und hat mir Guy Parmelin konstant in ✨Guy Parmesan✨ verwandelt.
Das ist eine Info, die du in deinem Leben nicht unbedingt brauchst. Viel wichtiger ist dafür die Frage, wer denn nun die Nachfolge des Wirtschaftsministers antreten wird, der am Freitag seinen Rücktritt bekannt gab. Ausserdem beschäftigen uns heute Elon Musks Pläne im Wallis, die Verschärfung des Waffenrechts und Neues zum Fall der Cornell University.
Schweiz · Schusswaffen
Neue Umfrage: Mehrheit will in der Schweiz Verschärfung des Waffenrechts

80 Prozent der Befragten wollen ein psychologisches Attest als Voraussetzung bei einem Waffenkauf.
(Screenshot: SonntagsZeitung / Nicola Pitaro)
Nach dem Amoklauf in Aarau, bei dem ein Mann mit legal erworbenen Schusswaffen Ende August eine Frau tötete und mehrere Personen verletzte, war das Thema Waffenrecht in der Schweiz wieder relevanter denn je. Wie eine repräsentative Tamedia-Umfrage nun zeigt, ist eine Mehrheit der Befragten für eine Verschärfung: So wollen 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung ein schärferes Waffengesetz.
Und geht es um konkrete Massnahmen, so ist die Zahl noch höher, schreibt die SonntagsZeitung. 80 Prozent verlangen ein psychologisches Attest für den Kauf und Besitz von Feuerwaffen. Spannend: Diese Forderung findet selbst bei Sympathisanten der SVP, die sich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts stellt, mit 71 Prozent der Befragten eine Mehrheit.
Ein psychologisches Attest fänden auch Experten sinnvoll. So sagt etwa Henning Hachtel, Direktor der Klinik für Forensik an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel: «Wer eine Schusswaffe kaufen möchte, sollte seine Eignung nachweisen.»
Hachtel findet, dass nach dem Erwerb ein «fachärztliches Attest Standard sein» sollte, falls Anhaltspunkte für eine schwere psychische Störung oder fehlende charakterliche Eignung vorlägen. Allerdings gibt es politisch offene Fragen: Etwa dazu, wer ein solches Attest ausstellen dürfte, wie oft man es erneuern müsste oder unter welchen Voraussetzungen jemand nicht als geeignet gelten würde.
Schweiz · Politik
Nach Bekanntgabe des Rücktritts: Wer tritt Guy Parmelins Nachfolge an?

Guy Parmelin gab seinen Rücktritt bekannt und will ab Januar sein Büro zu Hause aufräumen. Wer übernimmt für ihn?
(Screenshot: SRF 4 News)
«Niemand ist unersetzlich. Es braucht jetzt neue, junge Kräfte, um die Arbeit weiterzuführen», sagte Bundesrat Guy Parmelin laut SRF am Freitag vor den Medien in Bern, als er seinen Rücktritt bekannt gab. Der Wirtschaftsminister gibt sein Amt per Ende Dezember nach elf Jahren ab. Der 66-jährige SVP-Politiker aus Bursins VD folgte 2016 auf Eveline Widmer-Schlumpf. Nun stellt sich die Frage: Wer folgt denn auf Parmelin?
Bis zum 23. Oktober müssen die jeweiligen Kantonalparteien ihre Nominationen bei der SVP Schweiz einreichen. Und es werden bereits zahlreiche Favoriten als Nachfolger:innen genannt: Laut Tages-Anzeiger am häufigsten die St. Galler Ständerätin Esther Friedli, die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli und die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz. Amaudruz überlegt noch, sagte aber auch zur NZZ am Sonntag: «Die grösste Partei der Schweiz braucht einen Bundesrat aus der Romandie und einen aus der Deutschschweiz.» Damit dürfte sie die eigene Kandidatur meinen.
Auffallend sei laut Tagi, dass sich besonders die Männer, die bis jetzt nur am Rande als Nachfolger erwähnt wurden, bereits aktiv in Position bringen. Darunter der Luzerner Nationalrat Franz Grüter, der laut 20 Min noch überlegt. Genauso wie der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.
Wer für die Nachfolge noch im Rennen ist, siehst du bei Watson in der knackigen Übersicht.
Schweiz · SpaceX-Pläne
Protest gegen Elon Musks Starlink-Vorhaben im Wallis

In der Schweiz gibts Widerstand gegen Elon Musks Pläne, im Wallis eine Starlink-Bodenstation zu bauen. (Screenshot: Watson / keystone)
Starlink-Bodenstationen im Wallis? Nein, danke: Gegen die Pläne von Elon Musks Unternehmen SpaceX, im Wallis eine der grössten Starlink-Bodenstationen Europas zu bauen, herrscht Widerstand. Wie die SonntagsZeitung berichtet und Watson schreibt, stellen Politiker:innen von SP bis SVP das Projekt infrage.
Darum gehts: Konkret plant SpaceX im Walliser Ort Leuk 40 Antennen aufzustellen, die als Verbindung zwischen dem herkömmlichen Internet und dem Satellitennetzwerk Starlink dienen sollen.
Zur politischen Allianz, die dagegen ankämpfen will, gehört unter anderem SP-Nationalrat Fabian Molina. Er will den Bau einer solchen Starlink-Bodenstation mit einem Vorstoss verhindern und erhält Unterstützung von den SVP-Nationalräten Walter Gartmann und Jean-Luc Addor.
Grösster Kritikpunkt: Die militärische Nutzung von Starlink. So argumentiert Molina, dass das Satellitennetz im Krieg gegen den Iran auch von den USA militärisch eingesetzt werde und das Projekt in der Schweiz deshalb mit der Neutralität in Konflikt geraten könne.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran fordert seit März, dass der Bund weder die bestehende Versuchskonzession für die Anlage verlängert noch eine definitive Funkkonzession erteilt. Unterstützung erhält ihr Vorstoss unter anderem vom früheren Mitte-Präsidenten Gerhard Pfister, FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt und GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy.
Der Bundesrat sieht keinen Grund, das Projekt zu stoppen: Allein aus geopolitischen Überlegungen könne eine Funkkonzession einem Unternehmen nicht verweigert werden.
Zitat des Tages
«These guys are disgusting. They should stay in their mother’s basement and stay out of the world.»

Jane Doe wurde vor zwei Jahren in Ithaca, New York, Opfer einer Massenvergewaltigung. Und erhält nun Drohungen, weil sie Klage erhob.
(Screenshot: The Guardian / Lauren Petracca / Reuters)
Als wäre der erschreckende Fall der Gruppenvergewaltigung, die sich im Oktober 2024 in New York an der Cornell University ereignete, nicht schon grusig und erschreckend genug. Letzte Woche hab ich dir an dieser Stelle von den sieben jungen Männern erzählt, die als Mitglieder der Studentenverbindung «Chi Phi» eine damals 20‑jährige Studentin mutmasslich über Stunden sexuell missbraucht haben. Und andere Männer zur Vergewaltigung animierten.
Die junge Frau, die nur unter dem Pseudonym Jane Doe bekannt ist, reichte kürzlich Zivilklage gegen die Männer (gern seltsam verniedlichend die «Cornell 7» genannt) und die Uni ein. Wie ihr Anwalt Thomas Giuffra jetzt CNN mitteilte, erhält die Frau gemäss The Guardian Drohungen.
Ja, du hast richtig gelesen. Laut Giuffra hätten mehrere Personen Jane Doe damit gedroht, sie zum Verstummen zu bringen oder sie zu verletzen, sollte sie ihre Klage gegen ihre mutmasslichen Vergewaltiger nicht zurückziehen.
«Ich habe keine Angst vor diesen Leuten», sagt Thomas Giuffra. Und bringt es auf den Punkt: «Aber diese Drohungen und dieser Missbrauch, um den Status Quo zu schützen, der herrscht – diese Typen sind ekelhaft. Sie sollten im Keller ihrer Mutter bleiben und sich der Welt fernhalten.»
Michael Kotlikoff, Präsident der Cornell University, gab am Samstag bekannt, dass die Universität die Rolle von Studentenverbindungen und Schwesternschaften auf dem Campus untersuchen wolle. Nun, das dürfte kaum den Ruf der Universität retten, die für ihren Umgang mit sexualisierter Gewalt heftig kritisiert wird: Einige der mutmasslichen Täter mussten zur «Strafe» Aufsätze schreiben.
Falls du Unterstützung brauchst, findest du diese bei der Opferhilfe.
Kurz-News
Regierungswahlen Kanton Zug: SVP stärkste Partei · Nach den Regierungswahlen im Kanton Zug bleibt alles beim Alten: Die Zusammensetzung der Kantonsregierung bleibt auch in den nächsten vier Jahren gleich und rein bürgerlich (drei Mitte, zwei SVP und zwei FDP), berichtet SRF. Alle Bisherigen wurden im Amt bestätigt, schreibt Blick. Im Kantonsparlament legt die SVP zwei Sitze zu und ist mit 20 Abgeordneten neu stärkste Kraft vor der Mitte und der FDP, die je einen Sitz abgeben.
KI hilft bei der Dargebotenen Hand · Seit Anfang des Monats springt bei der Dargebotenen Hand ein KI-Chatbot ein: Ergänzend zur menschlichen Beratung kommt KI zum Einsatz, wenn gerade keine Beratungsperson verfügbar ist. Der Bot diene als Brücke, nicht als Ersatz für einen Menschen. Aktuell kann laut Nau nur jede vierte Chatanfrage beantwortet werden. Die menschliche Beratung soll trotzdem weiter ausgebaut werden: Anfang 2027 startet ein neuer Ausbildungskurs für freiwillige Mitarbeitende.
AHV-Renten steigen 2027 · Zum 1. Januar 2027 werden die AHV-Renten in der Schweiz erhöht: Bei vollständiger Beitragsdauer steigt die monatliche Minimalrente um 20 Franken von 1260 auf 1280 Franken. Gleichzeitig erhöht sich die maximale AHV-Rente um 40 Franken und beträgt künftig 2560 Franken pro Monat, berichtet Südostschweiz. Seit 2026 erhalten Altersrentner:innen im Dezember eine 13. AHV-Rente, weshalb die jährliche Erhöhung etwas höher ausfällt, als man bei den zwölf Monatsrenten vermuten würde.
International
Präsidentschaftswahl in Brasilien: Stichwahl erwartet · Derzeit werden bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien die Stimmen ausgezählt. Während der rechte Senator Flávio Bolsonaro gemäss Tagesschau nach ersten Teilergebnissen vor dem linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva liegt, deuten die bisherigen Ergebnisse auf eine Stichwahl hin. Bekommt keiner der 12 Kandidaten mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, treten die beiden stärksten Bewerber am 25. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander an. Auch in Zürich geben zahlreiche Brasilianer:innen laut Nau ihre Stimme ab.
Verletzte bei Brand auf Campingplatz am Gardasee · In der Nacht auf Sonntag wütete auf einem der grössten Campingplätze am Gardasee ein Grossbrand und richtete einen massiven Schaden an, wie 20 Minuten berichtet. 20 Wohnwagen wurden auf dem «Bella Italia»-Campingplatz zerstört, mindestens 24 Personen wurden verletzt und im Spital behandelt. Eine Person soll in kritischem Zustand sein. Auch eine Schweizer Familie war unter den Betroffenen. Zur Ursache gibt es noch keine genauen Informationen. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle.
🔧 Nützliches des Tages
Bon Voyage

Virtuelle Flugreise boarden und ungestört produktiv sein: FocusFlight.
(Foto: FocusFlight)
Wir starten fokussiert in die Woche (oder versuchen es zumindest). Laser Focus bitte, jetzt! ☄️ Im Netz gibts unzählige Apps und Webseiten, die dabei helfen sollen, die Konzentration zu fördern. Neulich bin ich auf die App FocusFlight gestossen, die ich unbedingt ausprobieren möchte: Der Deepfocus Timer soll dabei helfen, sich ungestört einer Aufgabe zu widmen – und das mit spielerischem Ansatz.
Konkret ist jede Session eine immersive Flugreise. Die erstreckt sich vom virtuellen Boarding und dem Start, übers Konzentrieren in der «Luft» bis hin zur Landung, wenn deine Aufgabe erledigt ist. Das Ziel ist, Ablenkungen zu verhindern und in einen Flow zu kommen. Das Gute: Diese Reise eignet sich auch für Menschen mit Flugangst lol.
🎲 Rätsel zum Schluss
Errate im 6iBrief Rätsel das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Jeden Tag gibts ein neues Wort zu erraten.
So funktioniert es:
Du gibst ein Wort ein.
Grün: Buchstabe ist richtig und am richtigen Ort.
Gelb: Buchstabe ist im Wort, aber an der falschen Stelle.
Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.
Viel Spass beim Knobeln!
Guten Start in die Woche!
Vanja
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